Surfspot

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Als Surfspots (beim Wellenreiten auch: Wave Spots) bezeichnet man Strände am Meer oder auf Binnengewässern, an denen Windsurfer, Surfer oder Kitesurfer regelmäßig gute Verhältnisse zur Ausübung des jeweiligen Sportes vorfinden.

Kriterien eines guten Surfspots sind die Häufigkeit und Stärke des Windes und der Wellencharakter. Daneben ist die Erreichbarkeit, die allgemeine Infrastruktur (Restaurant, Verleih von Surfmaterial etc.) und die Temperatur von Bedeutung.

Windsurfen und Kitesurfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Richtung des Windes im Bezug zur Strandlinie ist von besonderer Bedeutung. Unterschieden werden onshore (auflandig), offshore (ablandig) und sideshore (seitlich) Verhältnisse. Aus der Liste der Windsurf-Reviere sind diese Spots besonders bekannt oder für deutschsprachige Windsurfer interessant:

  • Die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern bietet hervorragende Bedingungen für das Wind- und Kitesurfen. 52 Surfspots sind mittlerweile etabliert.[1] Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel hat sich als ein Mekka des Windsurfsports etabliert. Viele hervorragende Ostseesurfspots befinden sich nur wenige Autominuten entfernt, am Wochenende zieht es die ambitionierteren Surfer an die Eurotopspots an der dänischen Westküste. Nirgendwo in Deutschland ist die Dichte an Surfmobilen so hoch wie in Kiel.
  • Und was die Ostsee für die deutschen Surfer ist, ist der Neusiedler See und hier vor allem Podersdorf für die Österreicher. Hier herrschen meist onshore und bei Südwind sideshore Bedingungen. Mit einer durchschnittlichen Tiefe von 1 m und im Schnitt ca. 7 Tagen pro Monat mit Windstärken ab 4 bft ist der See mit seiner Kabbelwelle ein äußerst beliebtes Revier. Wobei westösterreichische Surfer oft auch am Gardasee surfen.
  • Die schweizerischen Windsurfer treffen sich meist am Silvaplanersee. Vor allem wegen des regelmäßigen, gleichmäßig kräftigen Malojawindes, der manchmal fast ein stetiger Sturm ist und der fast immer gegen Mittag aufkommt.

Wellenreiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Beach Break und Reef Break, also nach der Ursache der Wellenbildung. Ein Beach Break ist ein Surf Spot, bei dem sich die Wellen auf einer Sandbank brechen. In der Regel sind sie weniger gefährlich und eignen sich besser zum Surfen lernen. Beach Breaks neigen dazu, recht unzuverlässig zu sein, da sich die Lage der Sandbänke und somit die Brechungsbedingungen durch Strömungen oder Stürme verändern können. Beispiele für berühmte und beliebte Beach Breaks sind die Strände im französischen Hossegor an der Côte d’Argent zwischen Biarritz und Bordeaux, sowie Sylt, Peniche in Portugal und Puerto Escondido in Mexiko.

Ein Reef Break ist ein Surf Spot, bei dem sich die Wellen auf einem Riff brechen. Hierbei kann es sich um ein Korallenriff handeln, allerdings können auch gewöhnliche Felsformationen oder Lava als Riff betrachtet werden. Reef Breaks erzeugen im Durchschnitt kraftvollere Wellen als Beach Breaks, da das Wasser plötzlich auf ein unbewegliches Hindernis (das Riff) trifft. Je näher unter der Wasseroberfläche sich das Riff befindet, desto höher ist auch das Verletzungsrisiko bei einem Sturz (Wipeout). An Reefbreaks sind schon mehrere Surfer umgekommen. Auf der anderen Seite sind Reefbreaks wegen der dort surfbaren Tubes (Wellentunnel) sehr beliebt. Die meisten der bekanntesten Surf Spots der Welt sind Reef Breaks. Dazu gehören unter anderem Jeffreys Bay ("J-Bay") in Südafrika, Teahupoo in Tahiti und die legendäre Banzai Pipeline auf Oʻahu, Hawaii.

Ein Point Break ist eigentlich keine weitere Differenzierung zu Beach und Reef Break, sondern vielmehr eine Sonderform, die in Kombination mit beiden Breaks vorkommen kann. Von einem Point Break spricht man bei einem Surf Spot, bei dem sich die Wellen entlang einer Landzunge oder aber in eine Bucht hinein brechen. Point Breaks erzeugen oft Wellen, die außergewöhnlich lange Rides über Distanzen von 500 m ermöglichen. Ein Beispiel für einen berühmten Point Break ist Bells Beach an der Südküste des australischen Bundesstaates Victoria. Außerdem noch Malibu in der Nähe von Los Angeles (Drehort von Baywatch), Snapper Rock in Australien, Coxos in Portugal und mit der weltweit längsten Welle von 2 km der Surfspot in Chicama, Peru.

Rivermouth Breaks sind Sandbänke, die sich vor Flussmündungen ablagern und im Zusammenspiel mit Dünung und Tidenhub sehr gute Wellen schaffen können. Beispiele sind Rodiles im spanischen Asturien und Mundaka im spanischen Baskenland, wo jährlich die Weltelite des Surfens einen Wettkampf abhält.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Surfspot.de - Surfspots in Mecklenburg-Vorpommern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]