Susan Hiller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Susan Hiller (* 1940 in Tallahassee, Florida) ist eine US-amerikanische Künstlerin, die in London lebt. Ihr Werk umfasst ein Spektrum unterschiedlicher künstlerischer Darstellungsformen, neben der Malerei etwa auch die Fotografie, Installationen und Objektkunst.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susan Hiller verbrachte ihre ersten Lebensjahre in und in der Umgebung von Cleveland und zog mit ihrer Familie 1952 wieder nach Florida, wo sie 1957 die Highschool abschloss. Sie studierte am Smith College in Northampton, Massachusetts, und nach dem Bachelor für ein Jahr Film und Fotografie bei der Cooper Union sowie Archäologie und Linguistik am Hunter College in New York. Mit einem Stipendium der National Science Foundation ging sie anschließend an die Tulane University, New Orleans. Dort wurde sie 1965 in Anthropologie zum Ph.D. promoviert.[1]

Feldforschungen führten sie nach Mexiko, Guatemala und Belize, die Unzufriedenheit mit der objektivierenden Methodik der anthropologischen Forschung bewegte sie jedoch, sich von der Wissenschaft abzuwenden. Nach eigenen Angaben entschied sie sich in einer Vorlesung über afrikanische Kunst, selbst Künstlerin zu werden.[1]

Sie lebt und arbeitet seit Anfang der 1960er Jahre überwiegend in London. Nachdem sie mit ihren Malereien eine Reihe von Einzel- und Gruppenausstellungen absolviert hatte, wandte sie sich Anfang der 1980er Jahre innovativen Experimenten mit audiovisuellen Techniken zu. Ihre bahnbrechenden Installationen mit Multiscreen-Videos fanden weithin Aufmerksamkeit und beeinflussten viele junge britische Künstler. In ihren Werken geht Susan Hiller von einzelnen Gegenständen der aktuellen Kultur aus und testet häufig die Liminalität bestimmter Erscheinungen aus. Dabei experimentierte sie auch mit Phänomenen wie der spiritistischen Technik des Automatischen Schreibens, mit Nahtoderfahrungen und gemeinschaftlich erlebten unter- und unbewussten sowie paranormalen Aktivitäten.[1]

Ihre Werke finden sich heute in einer großen Zahl von privaten und öffentlichen Sammlungen.[1]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The J. Street project, Warwickshire : Compton Verney, 2005
  • Freudsche Objekte, Leipzig : Inst. für Buchkunst, 1998
  • mit David Coxhead: Träume : eine Bilddokumentation , Frankfurt am Main : Umschau-Verlag, 1976

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e About. In: offizielle Homepage. Abgerufen am 19. Februar 2017 (englisch).
  2. Seite des Museums zur Ausstellung, abgerufen am 1. Juni 2014.