Susan Stahnke

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Susan Stahnke (* 7. September 1967 in Hameln) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin und Schauspielerin.

Berufliches Wirken[Bearbeiten]

Stahnke war zunächst Moderatorin beim Fernsehen des Norddeutschen Rundfunks und von 1992 bis 1999 Sprecherin der ARD-Nachrichtensendung Tagesschau (seit 1. September 1994 auch 20-Uhr-Ausgabe). Von 1999 bis 2000 moderierte sie das Magazin Newsmaker auf Sat.1. Seit dem 30. August 2007 moderiert sie bei den Regionalsendern Hamburg 1 und Tv Berlin ihre eigene Talkshow unter dem Titel Tischgespräch (von September bis März alle 14 Tage).[1] Außerdem war sie in einer Folge der Kinder- und Jugendserie fabrixx zu sehen sowie in den Serien Balko, Alarm für Cobra 11, Hinter Gittern und Alphateam.

Medienecho[Bearbeiten]

Nach Kritik wegen der Veröffentlichung erotischer Fotos im Magazin Gala verließ sie die ARD, um in den USA eine Karriere als Schauspielerin zu beginnen. Sie zog mehrfach das Interesse der Boulevard-Presse auf sich, sei es durch eine publik gemachte Suche nach ihrem leiblichen Vater, durch eine Moderation für den Hersteller eines Damenurinals,[2][3][4] durch die Teilnahme an der Reality-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! oder durch eine öffentliche und für das Fernsehen aufgezeichnete Spiegelung ihres Dickdarms als Werbung für Krebsvorsorge. Für Letztere wurde sie mit dem Felix Burda Award (Kommunikationspreis) ausgezeichnet.[5]

Eine angekündigte Kinorolle als Carin Göring wurde nie verwirklicht.[6] In dem US-Thriller Detonator – Spiel gegen die Zeit (2003) hatte sie einen kurzen stummen Auftritt als Anwältin, in deren Büro Sekunden nach ihrem Erscheinen eine Bombe explodiert. Außerdem spielte sie weitere kleinere US-Rollen, wie in der weltweit erfolgreichen US-Serie Law & Order eine Hotelmanagerin. Ferner machte sie durch Halbaktaufnahmen im Playboy (Ausgabe Oktober 2003) und durch zwei Siege in der RTL-Show Der große Deutschtest von sich reden.

Privat[Bearbeiten]

2002 fand Susan Stahnke heraus, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater (Scheinvater) ist. Im Jahr 2003 ging sie erfolglos vor Gericht, um von ihrer Mutter ihre wahre Herkunft zu erfahren. Ebenso klagte sie gegen den vermutlichen Vater, um die Vaterschaft feststellen zu lassen, zog diese Klage aber mangels Aussicht auf Erfolg dann zurück.[7] Susan Stahnke ist mit Thomas Gericke verheiratet, einem Teilhaber der Hamburger Werbeagentur ImagePlus. Am 1. Juli 2006 kam das erste Kind des Paars zur Welt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Tischgespräch“: Susan Stahnke bekommt Promi-Talkshow. In: Spiegel Online. 31. Juli 2007, abgerufen am 16. Juni 2015.
  2. Messe für Sanitär und Heizung: Der letzte Schrei. In: FAZ. 9. März 2007, abgerufen am 16. Juni 2015.
  3. Gegendarstellung, mit „Redaktionsschwanz“. In: Die Welt. 26. Mai 2002, abgerufen am 16. Juni 2015.
  4. Ein Pissoir für Frauen, Design Report, 6/1999
  5. Preisträger 2003, felix-burda-award.de
  6. (olg): Susan Stahnkes Hollywood-Traum ist ausgeträumt: „Jetzt ist Schluß“. In: Berliner Zeitung. 15. April 1999, abgerufen am 16. Juni 2015.
  7. Kayhan Özgenc: Modernes Leben – Eine schrecklich nette Familie. In: Focus 41/2003. 6. Oktober 2003, abgerufen am 16. Juni 2015.

Weblinks[Bearbeiten]