Susanne Ferschl

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Susanne Ferschl (2020)

Susanne Ferschl (* 10. März 1973 in Schwaz, Österreich) ist eine deutsche Betriebsrätin[1] und Politikerin (Die Linke).

Seit Anfang der 1990er-Jahre ist sie gewerkschaftlich für die NGG aktiv und war zuletzt für Nestlé im Europäischen Betriebsrat. Bei der Bundestagswahl 2017 wurde sie in den 19. Deutschen Bundestag gewählt und ist seit Februar 2018 stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion.[2]

Ausbildung und Gewerkschaftsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susanne Ferschl wuchs im Allgäu auf und schloss den Schulbesuch 1992 mit dem Abitur ab. Darauf folgte eine Ausbildung zur Chemielaborantin im Nestléwerk in Biessenhofen. Später absolvierte sie auch Abschlüsse als Business Coach (der IHK) und als Wirtschaftsmediatorin.[3]

Mit Beginn der Ausbildung wurde sie 1992 Mitglied der Gewerkschaft NGG (Nahrung, Genuss, Gaststätten). Von 1994 bis 1998 war sie Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung und insgesamt 5 Jahre lang Vorsitzende des Landesjugendausschusses der Jungen NGG Bayern, Mitglied im Bundesjugendausschuss und Vertreterin der Jungen NGG im Bundesvorstand.[3]

1998 wurde Susanne Ferschl in den Betriebsrat gewählt, dem sie ohne Unterbrechung bis August 2019 angehörte. Zwei Jahre später wurde sie im Alter von 26 Jahren zur freigestellten Betriebsratsvorsitzenden gewählt und übernahm damit Verantwortung für 700 Kollegen.[4]

2006 wurde sie zur Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrates der Nestlé Deutschland AG gewählt, ebenso in den Europäischen Betriebsrat und in den Aufsichtsrat. Diese Funktionen hatte sie bis zur Wahl in den Deutschen Bundestag inne. In ihrer Gewerkschaft war sie insgesamt, mit Unterbrechung, 12 Jahre im Hauptvorstand und über 15 Jahre Vorsitzende der Region Allgäu.[3]

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susanne Ferschl, 2020 im Deutschen Bundestag

Bei der Bundestagswahl 2017 kandidierte sie im Wahlkreis Kaufbeuren-Ostallgäu sowie auf Platz 3 der Landesliste und erhielt über diese ein Bundestagsmandat. Sie ist Sprecherin für Gute Arbeit der Linksfraktion und wurde 2018 zur Arbeitskreisleiterin und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Außerdem ist sie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferschl gehörte innerhalb ihrer Gewerkschaft als damalige Vertreterin der Jungen NGG im Hauptvorstand zu den größten Kritikern der Agenda 2010 und hat sich immer als linke Gewerkschafterin verstanden.[3] Relativ spät entschied sie sich für die Parteimitgliedschaft. Seit 2016 gehört sie dem Landesvorstand der Linken Bayern und seit 2017 auch dem geschäftsführendem Landesvorstand an. Dort verantwortet sie unter anderem den Bereich Arbeit und Soziales und ist Leiterin des Arbeitskreises "Gesundheit, Arbeit und Soziales".[5][6]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferschl ist verheiratet und gehört keiner Konfession an.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Bundestag - Susanne Ferschl. In: Deutscher Bundestag. (bundestag.de [abgerufen am 9. Oktober 2017]).
  2. StadtZeitung GmbH & Co KG: Schwäbische Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Abgerufen am 20. April 2019.
  3. a b c d Biographie | MdB Susanne Ferschl. Abgerufen am 15. Januar 2019 (deutsch).
  4. Über mich | MdB Susanne Ferschl. Abgerufen am 24. März 2020 (deutsch).
  5. Susanne Ferschl. Abgerufen am 15. Januar 2019.
  6. Biographie | MdB Susanne Ferschl. Abgerufen am 12. Mai 2020 (deutsch).
  7. Deutscher Bundestag - Biografien. Abgerufen am 12. Mai 2020.