Susanne Riess

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Susanne Riess (2009; damals Susanne Riess-Passer)

Susanne Riess (* 3. Jänner 1961 in Braunau am Inn) ist Generaldirektorin der Wüstenrot Gruppe und war von 2000 bis 2003 Vizekanzlerin der Republik Österreich.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie besuchte 1967–1971 die Volksschule Mattighofen, 1971–1979 das Neusprachliche Gymnasium in Salzburg und absolvierte danach ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck (Dr. iur.) 1979–1984.
Von 1995 bis 2011 war sie als Susanne Riess-Passer mit dem Steuerberater und ehemaligen Vizebürgermeister Innsbrucks Michael Passer verheiratet.[1][2]

Von Dezember 1991 bis November 1998 war sie vom Wiener Landtag entsandtes Mitglied des Bundesrates, von März bis Oktober 1999 Abgeordnete zum Tiroler Landtag und anschließend bis Februar 2000 Abgeordnete zum Nationalrat. Von Jänner 1995 bis April 1996 war sie außerdem Abgeordnete zum Europäischen Parlament.

Unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel war sie von 2000 bis zu den von ihm vorgezogenen Nationalratswahlen 2002 Vizekanzlerin und Bundesministerin für öffentliche Leistung und Sport.

Im Zuge der Regierungsbildung 2000 wurde sie auch Bundesparteiobfrau der FPÖ und somit Nachfolgerin von Jörg Haider, nachdem sie zuvor schon seit 1996 geschäftsführende Bundesparteiobfrau gewesen war.[3]

Nach einem schweren Zerwürfnis mit Jörg Haider (siehe Knittelfelder Putsch) trat sie schließlich von sämtlichen Funktionen zurück. Bis zur erneuten Regierungsbildung blieb sie bis 2003 provisorisch Vizekanzlerin und schied anschließend aus der Politik aus. Am 25. März 2005 gab sie ihren Austritt aus der FPÖ bekannt.[4]

Seit 2004 ist Susanne Riess Generaldirektorin der österreichischen Wüstenrot-Gruppe, Vorstandsmitglied des Verbandes Österreichischer Banken und Bankiers[5], Verwaltungsratsmitglied der IHAG Privatbank Zürich [6] und Aufsichtsratsmitglied der Wüstenrot Versicherungs-AG [7] (seit 2009 Aufsichtsratsvorsitzende) [8]. In der Zeit von 2008 bis 2013 war sie im Aufsichtsrat der BAWAG Holding tätig. Zusätzlich ist Susanne Riess, unter anderem mit Alfred Gusenbauer, seit 2009 auch im Beirat der Signa Holding tätig.[9]

Zwischen 2009 und 2015 war sie stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Wüstenrot stevbní sporitelna a.s., Tschechische Republik. Seit 2012 ist Susanne Riess Aufsichtsratsmitglied der Wüstenrot Fundamenta-Lakaskassza Zrt. in Ungarn und der Wüstenrot stambena stedionice d.d. in Kroatien (seit 2014 Aufsichtsratsvorsitzende). Zusätzlich ist sie seit 2014 Aufsichtsratsvorsitzende der Wüstenrot zivotno osiguranje d.d. in Kroatien, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Wüstenrot stavebná sporitel'na, a.s. in der Slowakei und Aufsichtsratsmitglied der Wüstenrot poist'ovna, a.s. in der Slowakei. In der Zeit von Juni 2014 bis März 2015 war Susanne Riess Mitglied des Aufsichtsrats der Österreichischen Industrieholding AG (ÖIAG).[10][11]

Seit April 2015 ist sie Aufsichtsratsmitglied der Verbund AG [12], seit Dezember 2016 kooptiertes Mitglied der Bundespartenkonferenz Bank und Versicherung, seit Juli 2017 Aufsichtsratsmitglied der Signa Development Selection und Prime Selection, seit November 2017 Aufsichtsratsmitglied der Einlagensicherungsgesellschaft Austria GmbH und seit Mai 2018 Vizepräsidentin des Verbandes Österreichischer Banken und Bankiers.[13][14]

Susanne Riess ist heute mit EU-Kommissar Johannes Hahn liiert.[15][16]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Susanne Riess – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "profil": Ehemann der Vizekanzlerin mit 70 Millionen in Privatkonkurs (11. Feb. 2000)
  2. Susanne Riess – die Politik für immer hinter sich gelassen (2. April 2013)
  3. Susanne Riess-Passer – Jörg Haiders "Königskobra" (3. Februar 2000)
  4. Koalition. Die FPÖ hat sich gespalten. Schüssel versus Haider – jetzt aber wirklich! In: profil.at. 9. April 2005 (profil.at [abgerufen am 11. April 2018]).
  5. Verband österreichischer Banken und Bankiers [1]<nowiki>
  6. IHAG Privatbank Zürich [2]
  7. Geschäftsbericht der Wüstenrot Versicherungs-AG 2004 [3]
  8. Geschäftsbericht der Wüstenrot Versicherungs-AG 2010 [4]
  9. Beirat der Signa Holding [5]
  10. ÖIAG-Verlautbarung vom 23. Juni 2014: Kapitalvertreter im ÖIAG-Aufsichtsrat wählen drei neue Mitglieder. Abgerufen am 1. Juli 2014.
  11. [6]
  12. Verbund AG [7]
  13. Verband österreichischer Banken und Bankiers [8]<nowiki>
  14. Leadersnet [9]
  15. Punsch mit Kurz, aber ohne Landeshauptleute und FPÖ. Artikel vom 4. Dezember 2017, abgerufen am 5. Dezember 2017.
  16. Life Ball 2017: Niqab, Strapse, Stars und ein Heiratsantrag. Artikel vom 11. Juni 2017, abgerufen am 5. Dezember 2017.
  17. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB).