Susanne Stoll-Kleemann

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Susanne Stoll-Kleemann (geb. Stoll; * 1969 in Weinheim) ist Professorin für Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie an der Universität Greifswald.

Werdegang[Bearbeiten]

Nach ihrem Studium der Geographie und Politikwissenschaft arbeitete Susanne Stoll-Kleemann ab 1994 für den Deutschen Entwicklungsdienst, Berlin, u.a. in Nepal und Thailand. Anschließend promovierte sie mit einem Promotions-Stipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt an der Technischen Universität Berlin von 1995 bis 1998[1]. Ab 1998 trat sie eine Post-Doc Stelle an der Eidgenössischen Technische Hochschule (ETH) Zürich an und arbeitete an der EAWAG Zürich (Abt. für Humanökologie). Von 2000 bis 2002 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und leitete das Projekte BEAR. Von 2002 bis 2004 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin in einem Projekt zu Verwundbarkeit und Anpassung an den Klimawandel. 2004 wechselte sie an die Humboldt-Universität als Forschungsgruppenleiterin des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projektes „Governance of Biodiversity“ (GoBi)[2]. Es folgten 2007 Rufe als Professorin; Stoll-Kleemann folgte dem nach Greifswald und wurde an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Professorin für Geographie. Dort führte sie das Projekt „Governance of Biodiversity“ bis 2009 fort. 2008 übernahm sie den Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geographie (W 3) an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald[3].

Seit 2010 leitet sie in Greifswald auch den Masterstudiengang „Nachhaltigkeitsgeographie und Regionalentwicklung“.

Forschung[Bearbeiten]

Susanne Stoll-Kleemann leitete das Projekt „Governance of Biodiversity: Assessing Biodiversity Governance and Management Approaches“ (2004–2009). Dabei ging es um die Minimierung von Biodiversitätsverlusten durch effektives Management von Biodiversität in Biosphärenreservaten. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Naturschutzerfolg von Biosphärenreservaten und anderen Schutzgebieten, von deren angemessenen und passenden Managementsystemen und Governance-Aspekten abhängt. Wesentlich ist demnach, wie die politischen und rechtlichen Systeme strukturiert sind. Sie vertritt die These, dass Naturschutz und geregelte Ressourcennutzung maßgeblich davon abhängen, wie sehr die lokale Bevölkerung einbezogen und integriert wird.

Weitere aktuelle Forschungsprojekte am Lehrstuhl von Frau Prof. Stoll-Kleemann sind das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt „Gesellschaftliche Prozesse in vier deutschen UNESCO-Biosphärenreservaten“ (2009–2012) sowie drei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekte im Programm Nachhaltiges Landmanagement, die sich mit Kulturellen Ökosystemdienstleistungen und Klimawandel an den deutschen Küsten (Sozio-ökonomisches Teilprojekt im Konsortialprojekt COMTESS), in Madagaskar (Sozio-kulturelles Teilprojekt im Konsortialprojekt SULAMA) sowie in Südost-Asien (Sozio-kulturelles Teilprojekt im Konsortialprojekt LEGATO) beschäftigen (alle 2011–2016)[4].

Engagement[Bearbeiten]

Seit 2005 ist Susanne Stoll-Kleemann Mitglied des Naturschutzbeirats des Landes Brandenburg[5]. Seit 2009 ist sie Erste Vorsitzende des Trägervereins („Verein für Biosphärenreservatsforschung und –kommunikation e.V) für das Forschungszentrum C-BRA (Global Research Centre for Biosphere Reserve Advancement). Ebenfalls seit 2009 ist Susanne Stoll-Kleemann 2. Vorsitzende des Netzwerks zur Erforschung der Biodiversität Diversitas Deutschland e.V.[6]. Seit 2011 ist sie Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg[7]. Von 2003 bis 2011 war Susanne Stoll-Kleemann Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie. Von 2009 bis 2010 war sie Mitglied des Fachausschusses Wissenschaft der Deutschen UNESCO-Kommission.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dbu.de/stipendien_01000/282_db.html
  2. http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/2512.asp
  3. http://www.mnf.uni-greifswald.de/institute/geo/geographie/nachhaltigkeitsw-und-angew-geographie.html
  4. http://www.mnf.uni-greifswald.de/institute/geo/geographie/nachhaltigkeitsw-und-angew-geographie/projekte.html
  5. http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/5lbm1.c.144330.de
  6. http://www.diversitas-deutschland.de/ueberuns.html
  7. http://www.naturschutzfonds.de/wir-ueber-uns/stiftungsrat.html