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Suse von Hoerner-Heintze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Susanne von Hoerner-Heintze (* 24. Januar 1890 in Breslau; † 2. Januar 1978 in Eberbach) war eine deutsche Schriftstellerin.[1]

Susanne Heintze studierte an der Breslauer Kunstschule und an der Textilschule in Sorau. Anschließend war sie als Zeichnerin und Entwerferin in New York, Buffalo und Chicago tätig. 1917 heiratete sie den baltischen Schriftsteller und Maler Herbert von Hoerner (1884–1946). Mit ihm zog sie auf das Rittergut seiner Eltern in Kurland. Später lebten die Eheleute in Berlin und in Görlitz. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, darunter der Astrophysiker Sebastian von Hoerner (1919–2003).[2]

1946 wurde sie vom sowjetischen NKWD verhaftet und durchlief die Speziallager Bautzen, Jamlitz, Mühlberg und Buchenwald. Schließlich wurde sie 1950 in den berüchtigten Waldheimer Prozessen wegen „Stärkung und Erhaltung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ zu weiteren zehn Jahren Haft verurteilt.[3]

Veröffentlichungen

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  • Erscheinungen des Augenblicks. In: Jugend. Bd. 28 (1923), Hefte 17, 19 und 23 (Digitalisat).
  • Ausführung der Anwendungsformen im Naturheilverfahren. Lebenskunst-Heilkunst, Berlin 1929.
  • Mädels im Kriegsdienst. Ein Stück Leben. Hase & Koehler Verlag, Leipzig 1934.
  • Deutsche Schwestern an der Front. Hillger, Berlin 1934 (Deutsche Jugendbücherei; 581).
  • Ein Mädel in der Front: Mit Zeichnungen von Otto Engelhardt-Kyffhäuser. Junge Generation, Berlin-Steglitz 1938 (Die Bücher der Jungen Generation).
  • Das Loch im Zaun: aus den letzten Tagen des Sudetenkampfes. Berlin 1938.
  • Zwischen Frieden und Krieg. Junge Generation, Berlin-Lichterfelde-West 1940 (Junge Generation; 2).
  • Die große Kameradin – Lebensroman der Frontschwester Anni Pinter. Reichel, Berlin 1940.
  • Die Frauen vom Lesachtal. Junge Generation, Berlin 1941 (Die Mädelbücherei; 14).
  • Die kleine Ursache. Junge Generation, Berlin 1943 (Die gute Erzählung; 4).
  • Weit war der Weg, Wolhyniendeutsches Schicksal. Hase & Koehler Verlag, Leipzig 1943.
  • Der wilde Wuwo, drei Riesengebirgserzählungen. Gau-Verlag-NS-Schlesien, Breslau 1944.
  • Die Schusterkugel: Eine Erzählung um das Wirken und Leben Jakob Böhmes. Rufer-Verlag, Gütersloh 1954.
  • Hoerner-Heintze, Suse von. In: Gudrun Wedel: Autobiographien von Frauen. Ein Lexikon. Böhlau, Köln 2010, ISBN 978-3-412-20585-0, S. 351.
  • Über mein Leben befragt ... Festgabe des Arbeitskreises für deutsche Dichtung zum 75. Geburtstag von Suse von Hoerner-Heintze. 1965 OCLC 560993751.
  • Mascha Marlene Volhardt: Die Krankenschwester zwischen Front und Heimat. Figurationen der ‚Schwester‘ in Suse von Hoerner-Heintzes Mädels im Kriegsdienst. Ein Stück Leben. In: Aibe-Marlene Gerdes, Michael Fischer (Hrsg.): Der Krieg und die Frauen. Geschlecht und populäre Literatur im Ersten Weltkrieg. Waxmann, Münster, New York 2016 (Populäre Kultur und Musik; 16), ISBN 978-3-8309-3356-4, S. 113–128.

Einzelnachweise

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  1. Susanne Heintze. DeBio, 2017, abgerufen am 10. Februar 2025.
  2. Susanne Heintze. Kulturportal West-Ost, 1975, abgerufen am 10. Februar 2025.
  3. Ronny Kabus: Die Gefängnistore bleiben zu. In: Sächsische Zeitung vom 30. Mai 2016.