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Sutthausen

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Osnabrücker Rad.svg
Sutthausen
Stadtteil von Osnabrück
Karte:
Karte
Basisdaten
Fläche: 4,48 km²
Einwohner: 4.512 Stand: 31. März 2012
Bevölkerungsdichte: 1.007 Einwohner/km²
Postleitzahl: 49082
Vorwahlen: 0541
Gliederung
Stadtteilnummer:

17

Sutthausen ist ein Stadtteil von Osnabrück mit ca. 4.500 Einwohnern. Er liegt im Süden der Stadt nahe dem Teutoburger Wald und entstand aus den beiden Gütern ‚Gut Sutthausen‘ und ‚Gut Wulften‘. In Sutthausen sind die ev.-luth. Apostelkirche und die kath. Marienkirche.

Historisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sutthausen war bis zur Eingemeindung nach Osnabrück am 7. März 1970 Teil der Gemeinde Holzhausen. Der Ortsteil Alt-Holzhausen gehört heute zu Georgsmarienhütte.

Gut Sutthausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gut Sutthausen wurde im Jahr 1282 das erste Mal urkundlich erwähnt. Damaliger Besitzer war der Knappe Johann von Sutthausen. Der Name entstand aus der südlichen Lage von Osnabrück. Die Speisung der Schlossgräben erfolgt über die Düte, ein nahegelegener kleiner Flusslauf. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer des Schlosses und 1935 ging es in den Besitz der Thuiner Schwestern des Franziskanerordens über. Sie gründeten die 'Berufsfachschule am Marienheim' mit den Fachgebieten Hauswirtschaft, Kinderpflege, Sozialpflege und Sozialassistent/in.

Zu dem Anwesen gehört die 1893 erbaute Schlosskapelle und die Mühle aus dem Jahr 1589. Das Gelände ist von einem weitläufigen Park mit Teichen und einem kleinen Zoo für heimische Tiere umgeben.

Gut Sutthausen

Gut Wulften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Gutes Wulften ist aus dem Jahr 1147. Zu dieser Zeit war es wahrscheinlich der Sitz des Osnabrücker Geschlechtes Wulvena. Nach häufigem Besitzerwechsel wurde das Schloss 1929 von der Stadt Osnabrück gekauft. Bis 1936 war dort die einklassige katholische Schule untergebracht. Nach den starken Beschädigungen durch den Zweiten Weltkrieg verfiel das Schloss und wurde 1962 von dem Kaufmann Emil Krone wieder aufgebaut und renoviert. Heute umfasst das Gebäude 20 Wohnungen und ein Geschäft für englische Antiquitäten.

Wulfter Turm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wulfter Turm entstand um 1300 während der Errichtung der Osnabrücker Landwehr. Es ist der letzte erhaltene Turm dieser Art. Ein Teil der Osnabrücker Landwehr mit Wällen und Gräben ist noch in der Umgebung des Turms zu erkennen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Osnabrück-Sutthausen liegt an der Bahnstrecke Osnabrück–Bielefeld (KBS 402[1]), auf der im Stundentakt die Regionalbahn „Haller Willem“ RB 75 verkehrt. Eine Stadtbuslinie verbindet Sutthausen mit dem Zentrum von Osnabrück. Der Schienenpersonennahverkehr wird von der NordWestBahn mit Talent-Dieseltriebwagen durchgeführt.

Ferner verfügt Sutthausen über eine eigene Autobahnanschlussstelle an der Bundesautobahn A30/E30.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geschichten aus Sutthausen – Chronik eines Stadtteils, herausgegeben von der Geschichtswerkstatt Sutthausen
  • Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück, Rudolf v. Bruch, zweiter Neudruck der Ausgabe von 1930, H. Th. Wenner, Osnabrück, 1982
  • Geschichte der Stadt Osnabrück, Gerd Steinwascher (Hrsg.), Meinders & Elstermann, Belm bei Osnabrück, 2006
  • Von Wällen und Gräben, herausgegeben von der Stadt Osnabrück, Secolo Verlag, Osnabrück, 1999
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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 14′ N, 8° 2′ O