Sven Bender

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Sven Bender
Sven Bender IMG 1650.jpg
Sven Bender (2014)
Spielerinformationen
Geburtstag 27. April 1989
Geburtsort RosenheimDeutschland
Größe 185 cm
Position Defensives Mittelfeld
Innenverteidigung
Junioren
Jahre Station
1993–1999
1999–2002
2002–2006
TSV Brannenburg
SpVgg Unterhaching
TSV 1860 München
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2006–2009
2006–2007
2009–2017
2009–2012
2017–
TSV 1860 München
TSV 1860 München II
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund II
Bayer 04 Leverkusen
65 (1)
16 (2)
158 (4)
4 (0)
11 (2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2005–2006
2007–2008
2009
2011–
2016
Deutschland U-17
Deutschland U-19
Deutschland U-20
Deutschland
Deutschland Olympiaauswahl
10 (0)
11 (1)
3 (2)
7 (0)
5 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 4. November 2017

2 Stand: 17. August 2016

Sven Bender (* 27. April 1989 in Rosenheim) ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht seit der Saison 2017/18 beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag und spielt für die deutsche Nationalmannschaft. Er ist der eineiige Zwillingsbruder von Lars Bender, mit dem er seit 2017 wieder in derselben Mannschaft spielt.

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Zollbeamten aus Rosenheim[1] ist der eineiige und jüngere Zwillingsbruder von Lars Bender, der ebenfalls Fußballprofi ist. Beide wuchsen in Brannenburg bei Rosenheim auf,[2] absolvierten die Mittlere Reife und brachen Kaufmannslehren ab.[3]

Die Benders zählten Piotr Nowak und Abédi Pelé zu ihren Idolen.[3] Sie sind das 14. Brüderpaar, das in der deutschen Fußballnationalmannschaft spielte (einschließlich der DDR-Auswahl).[4]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bender begann mit vier Jahren beim TSV Brannenburg mit dem Fußballspielen und wechselte mit zehn Jahren zur SpVgg Unterhaching und 2002 zum TSV 1860 München.[5] Er wurde in der Saison 2005/06 mit der U-17 des TSV 1860 München Deutscher Meister. In der Saison 2006/07 gehörte er zwar nominell zum Profikader des TSV, spielte aber vorrangig bei der U-23 in der Regionalliga Süd. Dort spielte er bis 2007 16-mal und erzielte ein Tor. Seinen Einstand im Profifußball gab Bender am 18. Dezember 2006 beim Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga. Im November 2007 wurde die Laufzeit von Benders Vertrag bis 2011 verlängert. Er kam bei 1860 auf 65 Einsätze in der 2. Bundesliga, wobei er ein Tor erzielte.

Im Sommer 2009 wechselte Bender zu Borussia Dortmund. Dort gab er sein Bundesligadebüt am 19. September 2009 in Hannover (1:1). Danach etablierte er sich durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Sebastian Kehl unter Trainer Jürgen Klopp als Stammspieler im defensiven Mittelfeld. Sein erstes Bundesligator für den BVB schoss er am 12. Februar 2011 im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Mit Borussia Dortmund wurde er in der Saison 2010/11 erstmals Deutscher Meister und verteidigte den Titel in der Folgesaison. Im selben Jahr gewann er mit der Mannschaft auch noch den DFB-Pokal.

Ebenfalls stand er im Finale der Champions League 2013 im Londoner Wembley-Stadion auf dem Platz.

2013 gewann Bender mit Borussia Dortmund den DFL-Supercup, welcher im folgenden Jahr verteidigt wurde. 2017 konnte er mit dem BVB zum zweiten Mal in seiner Karriere den DFB-Pokal holen. Mediale Aufmerksamkeit erhielt Sven Bender, als er im Halbfinale gegen den FC Bayern München einen Ball, der in das Tor des BVB gegangen wäre, spektakulär noch von der Linie schlagen konnte.

Sein Vertrag bei Borussia Dortmund hatte zuletzt eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2021.[6]

Am 13. Juli 2017 wechselte er innerhalb der Bundesliga zu Bayer 04 Leverkusen und trifft dort auf seinen Zwillingsbruder, der Kapitän der Mannschaft ist.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sven Bender (2. v. r.) im Zweikampf mit Neymar im Finalspiel gegen Brasilien bei den Olympischen Spielen 2016, links im Bild sein Bruder Lars

Bender nahm mit der deutschen U-17-Nationalmannschaft an der EM 2006 in Luxemburg teil, bei der die deutsche Auswahl den vierten Platz erreichte. 2008 stand er im deutschen Kader der U-19-Europameisterschaft in Tschechien, bei der die Mannschaft den Titel errang.

Am 4. Februar 2011 wurde er erstmals von Bundestrainer Joachim Löw in den Kader der A-Auswahl für das Freundschaftsspiel gegen Italien berufen. Sein Länderspiel-Debüt absolvierte er am 29. März 2011 bei der 1:2-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen Australien, in dem er über die volle Spielzeit eingesetzt wurde. Für die EM 2012 wurde er in den vorläufigen Kader berufen, im endgültigen Aufgebot im Gegensatz zu seinem Bruder jedoch nicht berücksichtigt.

Am 15. Juli 2016 wurde er in den Kader des DFB für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro berufen.[8] Dort gewann Bender mit dem deutschen Team die Silbermedaille nach der Niederlage im Finale gegen Brasilien nach Elfmeterschießen.

Zusammen mit der deutschen Fußballolympiamannschaft erhielt er am 1. November 2016 das Silberne Lorbeerblatt.[9]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borussia Dortmund

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bender erhielt während seiner Zeit bei Borussia Dortmund den Spitznamen „Manni“, angelehnt an den bekannten Fußballer Manfred „Manni“ Bender.[10] Außerdem wird er auch „Iron-Manni“ genannt (wegen seiner kampfbetonten, aber trotzdem meistens fairen Spielweise).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sven Bender – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bild.de: Lars verrät: Das Geheimnis der Bender-Zwillinge (von Phillip Arens) Artikel vom 24. August 2011.
  2. Hamburger Abendblatt: Ein Bender kommt selten allein. (von Kai Schiller) Artikel vom: 10. März 2008, Nr. 59, S. 27.
  3. a b Wir sind blau aufgewachsen Artikel publiziert am: 27. April 2007
  4. Die Zeit Online: Löw gibt Vollgas - Ausscheidungsrennen läuft. Artikel vom: 23. Mai 2012
  5. Sven Bender - Die Story: „Fußball ist unser Leben“
  6. Sven Bender bleibt bis 2021 beim BVB BVB.de, abgerufen am 23. Februar 2016
  7. Werksklub verpflichtet Sven Bender aus Dortmund; bayer04.de, veröffentlicht und abgerufen am 13. Juli 2017
  8. Die Olympia-Kader stehen fest. In: www.dfb.de. Deutscher Fußball-Bund e.V. (DFB), 15. Juli 2016, abgerufen am 15. Juli 2016.
  9. Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes vom 1. November 2016: Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. Abgerufen am 31. März 2017.
  10. BVB 09 - Der Verein: WebSite mit News, Chronik, Spieler, Spielplan, Ticketshop und vielem mehr