Sven Gerich

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Sven Gerich auf der Pressekonferenz zur Oberbürgermeisterwahl 2013

Sven Gerich (* 30. Oktober 1974 in Hannoversch Münden als Sven Rapp[1]) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er wurde im März 2013 zum Oberbürgermeister der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gewählt[2] und trat das Amt am 1. Juli 2013 an.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom sechsten bis zum siebzehnten Lebensjahr wuchs Sven Gerich in einem Kinderheim der Inneren Mission im Wiesbadener Stadtteil Biebrich auf. Nach dem Evangelischen Kindergarten der Hauptkirchengemeinde besuchte er die Freiherr-vom-Stein-Schule und erhielt seinen Realschulabschluss an der Werner-von-Siemens-Schule. Anschließend absolvierte er eine Berufsausbildung als Bau- und Möbeltischler. Später nahm er eine Stelle als hauptamtlicher Übungsleiter für den Fachbereich Turnen beim Turnverein Biebrich an. 1995 begann er in der Druckerei Gerich seines Adoptivvaters zu arbeiten, die er von 2000 bis 2013 gemeinsam mit ihm als gleichberechtigter Gesellschafter führte. Sven Gerich lebt mit seinem Partner Helge in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.[1][3]

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerichs politischer Werdegang begann 2003, als er den früheren Wiesbadener Oberbürgermeister Achim Exner, der noch einmal für den Landtag kandidierte, kennenlernte. Kurz darauf trat er der SPD bei. Seit 2006 ist er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Wiesbaden und wurde 2009 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion. Im September 2011 wurde er zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.[1] Am 10. März 2013 gewann Gerich in einer Stichwahl mit 50,9 % zu 49,1 % gegen den Amtsinhaber Helmut Müller (CDU).[2]

Gerich ist als Oberbürgermeister Mitglied verschiedener Kontrollorgane der städtischen Gesellschaften der Landeshauptstadt Wiesbaden. So ist er u. a. Verwaltungsratsvorsitzender der Nassauischen Sparkasse und Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Holding.[4]

Sven Gerich gehört als beratendes Mitglied dem Vorstand des SPD-Unterbezirks Wiesbaden an.[5]

Öffentliche Wahrnehmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn seiner Amtszeit erhielt Gerich u. a. vom Bund der Steuerzahler Kritik, da er sein neues Büro für mehr als 300.000 Euro renovieren und einrichten ließ. Er verteidigte diese Handlung mit der Aussage, dass der Großteil der Renovierungsarbeiten aus Altersgründen des Baubestandes notwendig gewesen sei.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sven Gerich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Sven Gerich Persönlich. auf Offizielle Website von Sven Gerich. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  2. a b Öffentliche Bekanntmachung. auf wiesbaden.de. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  3. Wiesbaden bekommt schwulen OB
  4. Wiesbadener Tageblatt: Große Koalition kontrolliert Naspa (Memento vom 27. September 2013 im Internet Archive) zugegriffen am 16. Juni 2013
  5. Vorstand der SPD Wiesbaden
  6. Bund der Steuerzahler: Kritik an teurer Bürosanierung abgerufen am 15. Februar 2017