Sven Mattke

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Sven Mattke (* 1979 in Nordhausen, Kreis Nordhausen[1][2]) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sven Mattke wuchs in seinem Heimatort Ellrich und seiner Geburtsstadt Nordhausen auf.[3] Nach seinem Abitur am Herder-Gymnasium in Nordhausen machte er zunächst eine Ausbildung zum Krankenpfleger.[3] Am Theater Nordhausen war er als Statist bei mehreren Opernproduktionen aktiv, und entschied sich dann für die Schauspielerei als Beruf.[3]

Von 2003 bis 2007 absolvierte er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.[1] 2005 gewann er mit der Inszenierung Nit-Wits nach James Stern (Regie: Jutta Hoffmann) den Ensemble-Publikumspreis beim Theatertreffen Deutschsprachiger Schauspielschulen in Frankfurt am Main.[1] Während seines Studium spielte er bereits am Schauspiel Kiel (2006), am Thalia Theater Hamburg (2006) und auf Kampnagel (2006).

Ab 2007 war er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover. Dort spielte er u. a. den Gymnasiasten Ernst Röbel in Frühlings Erwachen (2007, Regie: Nuran David Calis), den Harold in Harold und Maude (2008, Regie: Susanne Lietzow) und den Lakai Jascha in Der Kirschgarten (2009, Regie: Lars-Ole Walburg).[1]

2010 ging er für zwei Spielzeiten an das Hessische Landestheater Marburg. Dort trat er als Don Karlos (2010, Regie: Roscha A. Säidow), als Amtsschreiber Wilhelm in The Black Rider (2010, Regie: Matthias Faltz) und als Hugo in Jean-Paul Sartres Theaterstück Die schmutzigen Hände (2010, Regie: André Rößler) zu sehen, die 2011 als beste Inszenierung bei den Hessischen Theatertagen ausgezeichnet wurde.[1]

Im Juni/Juli 2012 spielte er in einer Produktion des Neuen Schauspiels Erfurt beim Sommertheater in der Erfurter Barfüßerkirche den Romeo.[4]

Ab der Spielzeit 2013/14 war Sven Mattke bis Ende der Spielzeit 2015/16 festes Ensemblemitglied am Mainfranken Theater Würzburg.[3][5] Dort debütierte als Valere, ein Diener Harpagons und der Geliebte seiner Tochter, in Der Geizige (Regie: Stephan Suschke).[6]

Zu seinen weiteren Würzburger Rollen gehörten u. a. Edgar in König Lear (2013, Regie: Stephan Suschke), Thomas Buddenbrook in einer Buddenbrooks-Bühnenfassung (2014, Regie: Malte Kreutzfeldt), Maik Klingenberg in Tschick (2014, Regie: Nele Neitzke), Bassanio in Der Kaufmann von Venedig (2014, Regie: Stephan Suschke), Andrej Bolkonskij in einer Krieg und Frieden-Adaption (2015, Regie: Malte Kreutzfeldt), der jungere Sohn Happy in Tod eines Handlungsreisenden (2016, Regie: Katrin Plötner) und Tybalt in Romeo und Julia (2016, Regie: Antje Thoms).[1]

In der Spielzeit 2014/15 spielte er am Mainfranken Theater außerdem in der Uraufführung Sturm (nach Motiven der Novelle von Ernst Jünger), ein Solo-Abend, der dramaturgisch und darstellerisch auf Mattkes Interpretation konzipiert worden war.[3][7][8]

Zur Spielzeit 2016/17 ging er als fixes Ensemblemitglied an das Landestheater Linz nach Oberösterreich. Dort spielte er u. a. den Jason in Das goldene Vlies (2017, Regie: Susanne Lietzow) und den Redakteur Hovstad in Ein Volksfeind (2017, Regie: Christoph Diem).[1]

Seit 2018 ist er als freischaffender Schauspieler tätig. In der Spielzeit 2017/18 gastierte er am Theater Nordhausen und trat bei den Thüringer Schlossfestspielen Sondershausen als Manager und Erzähler Hans in dem Musical Die Comedian Harmonists von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink auf.[9][10][11] In der Spielzeit 2018/19 gastiert er am Theater Erlangen in den Rollen Flake/1. Gemüsehändler/Richter in einer Inszenierung des Brecht-Stücks Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui.[12]

Sven Mattke wirkte auch in einigen Fernsehproduktionen mit. In der 10-teiligen belgischen Fernsehserie In Vlaamse Velden (2014), einer Familiensaga, die zur Zeit des Ersten Weltkriegs spielt, hatte Mattke seine erste größere Fernsehproduktion.[3] Er verkörperte ab Folge 3 den verletzten, von einem Schrapnell getroffenen, deutschen Feldwebel Hans-Peter Breitlinger, der im Haus der Familie einquartiert wird, um die sich die Familiengeschichte dreht.[3] Im November 2018 war er in der ARD-Serie Familie Dr. Kleist in einer Nebenrolle zu sehen, als Thomas Seegen zu sehen, der gemeinsam mit seinem Lebensgefährten in ein Busunglück verwickelt wird.

Außerdem wirkte er beim NDR in diversen Hörspielproduktionen mit. Sven Mattke lebt in Leipzig.[1][2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Krimi.de: Einer von uns (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2014: In Vlaamse Velden (Fernsehserie, Serienrolle)
  • 2016: Ohne Sie (Kurzfilm)
  • 2018: Familie Dr. Kleist – Ein rabenschwarzer Tag (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2019: Familie Dr. Kleist – Atemlos (Fernsehserie, eine Folge)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Sven Mattke bei schauspielervideos.de. Abgerufen am 8. November 2018.
  2. a b Sven Mattke. Vita und Profil bei CASTFORWARD. Abgerufen am 8. November 2018.
  3. a b c d e f g Ellricher Schauspieler Sven Mattke spielt in belgischem Fernsehen. Porträt: In: Thüringer Allgemeine vom 23. August 2014. Abgerufen am 8. November 2018.
  4. "Romeo und Julia" in Erfurt: Die Kräuter der Hoffnung. Aufführungskritik. In: Thüringische Landeszeitung vom 1. Juli 2012. Abgerufen am 8. November 2018.
  5. Sven Mattke, Schauspielensemble. Interview mit Sven Mattke. Offizielle Internetpräsenz Mainfranken Theater Würzburg. Abgerufen am 8. November 2018.
  6. Mainfranken Theater: Sven Mattke ist neu im Ensemble. In: Mainpost (Artikelanfang). Abgerufen am 8. November 2018.
  7. Nacktbaden im Mainfranken Theater. In: Mainpost vom 12. Januar 2015 (Artikelanfang). Abgerufen am 8. November 2018.
  8. In den Stahlgewittern des Großen Krieges. In: Mannheimer Morgen vom 23. Oktober 2014 (Artikelanfang). Abgerufen am 8. November 2018.
  9. KULTURSZENE AKTUELL: Nicht nur flotte Sprüche und Musik. Aufführungskritik. nnz-onlime.de vom 23. Juni 2018. Abgerufen am 8. November 2018.
  10. Eine Inszenierung, die sticht. Aufführungskritik. Der Kritiker vom 25. Juni 2018. Abgerufen am 8. November 2018.
  11. Jeder könnte Hans sein. Aufführungskritik. In: Thüringer Allgemeine vom 22. Juni 2018. Abgerufen am 8. November 2018.
  12. Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 8. November 2018.