Sven Schütte

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Sven Schütte 2012 in Köln

Sven Schütte (* 1953) ist ein deutscher Mittelalterarchäologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schütte studierte nach dem Abitur in Hannover von 1974 bis 1979 Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie, Ethnologie und Bodenkunde an der Universität Göttingen. 1979 erwarb er den M.A. und wurde zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Städtischen Museums Stadtarchäologe in Göttingen. Er wurde 1990 an der Universität Hamburg promoviert. Im November 1991 ging Schütte als Direktor des Amtes für Archäologische Bodendenkmalpflege nach Köln, das ab August 1994 Teil des Römisch Germanischen Museums wurde. Von 1996 bis 2003 war er am Kölnischen Stadtmuseum in der Abteilung für Archäologie des Mittelalters tätig. Seit 1992 hatte er Lehraufträge an der Universität Köln. Von November 2006 bis zum 10. April 2013 war er Leiter der Archäologischen Zone in Köln.[1] Während seiner Dienstzeit gab es einige in der Presse dokumentierte Verwerfungen.[2] Ein Disziplinarverfahren beendete seine Tätigkeit an der Archäologischen Zone. Mit Klagen gegen die neue Stellenbesetzung unterlag Schütte – nach einer eingeklagten Neuausschreibung – schließlich 2015 vor dem Verwaltungsgericht Köln.[3] Die Stadt Köln hatte ihn stattdessen mit der wissenschaftlichen Ausarbeitung der archäologischen Funde rund um den U-Bahn-Bau am Kölner Heumarkt betraut.[4]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Heinz Kirchhoff (Hrsg.): Muttergottheiten und Fruchtbarkeitsidole von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Sammlung Heinz Kirchhoff. Eine Ausstellung der Universität und des Städtischen Museums Göttingen vom 3.12.1978–14.1.1979. Göttingen 1979.
  • mit Klaus Grote: Stadt und Landkreis Göttingen. (= Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland Band 17), Theiss, Stuttgart 1988. ISBN 978-3806205442.
  • Handwerk in kirchlicher Abhängigkeit um 1300. Beiträge zur Baugeschichte, Archäologie und Kulturgeschichte einer Werkstatt auf der Pfarrparzelle und der zugehörigen Marktkirche St. Johannis in Göttingen. Dissertation, Hamburg 1990.
  • mit Marianne Gechter (Hrsg.): Köln: Archäologische Zone/Jüdisches Museum. Von der Ausgrabung zum Museum – Kölner Archäologie zwischen Rathaus und Praetorium. Ergebnisse und Materialien 2006–2012. Stadt Köln, Archäologische Zone, Köln 2012. ISBN 978-3-9812541-1-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sven Schütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Presseerklärung der Stadt Köln vom 10. April 2013 zur Abberufung Dr. Sven Schüttes vom Posten der Leitung der Archäologischen Zone und Einleitung eines Disziplinarverfahrens, abgerufen am 23. Februar 2017
  2. Streit um Chefposten, Kölnische Rundschau 19. Januar 2006; Sven Schütte: „Privater Rachefeldzug“ gegen Hellenkemper, Kölner Stadtanzeiger 9. November 2010; Verfahren gegen Projektleiter, Kölner Stadtanzeiger 18. August 2011; Dienstpflichtverletzung: Schütte soll 18.000 Euro zurückzahlen, Kölner Stadtanzeiger 28. September 2012
  3. Ronald Larmann: Thomas Otten folgt auf Sven Schütte. Neuer Direktor der Archäologischen Zone kann starten. In: Kölnische Rundschau. 19. Januar 2016, abgerufen am 4. Dezember 2016.
  4. ehu: Disziplinarverfahren gegen Ausgrabungschef. (Nicht mehr online verfügbar.) In: koeln-nachrichten.de. 10. April 2013, archiviert vom Original am 5. Dezember 2016; abgerufen am 4. Dezember 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/koeln-nachrichten.de