Sven Schultze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Basketballspieler
Sven Schultze
Spielerinformationen
Geburtstag 11. Juli 1978
Geburtsort Bamberg, Deutschland
Größe 206 cm
Position Power Forward /
Small Forward
Vereinsinformationen
Verein Eisbären Bremerhaven
Liga BBL
Vereine als Aktiver
1995–1996 DeutschlandDeutschland TSV Tröster Breitengüßbach
1995–1998 DeutschlandDeutschland TTL uniVersa Bamberg
1998–2000 DeutschlandDeutschland TuS Lichterfelde Berlin
1998–2002 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
2002–2005 DeutschlandDeutschland Bayer Giants Leverkusen
2005–2007 ItalienItalien Armani Jeans Mailand
2007–2008 ItalienItalien Amatori Udine
2008–2009 GriechenlandGriechenland GS Olympia Larisa
000 0 2009 ItalienItalien Casale Monferrato
2009–2010 ItalienItalien Angelico Biella
000 0 2010 ItalienItalien Carife Ferrara
2010–2014 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
2014–2015 DeutschlandDeutschland Eisbären Bremerhaven
Nationalmannschaft1
2000–2011 Deutschland 121 Spiele[1]
1Stand: 19. September 2011
Sven Schultze
Medaillenspiegel

Basketball (Männer)

DeutschlandDeutschland Deutschland
Europameisterschaft
0Silber0 2005 Serbien und Montenegro Deutschland

Sven Schultze (* 11. Juli 1978 in Bamberg) ist ein ehemaliger deutscher Basketball-Nationalspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sven Schultze lernte das Basketballspiel in der Jugend seines Heimvereins TTL Bamberg. In der Saison 1995/1996 spielte er im Alter von 17 Jahren das erste Mal in der 1. Basketball-Bundesliga für Bamberg. Zudem war er mit einer Doppellizenz ausgestattet und spielte zusätzlich noch die Saison 1995/1996 beim TSV Breitengüßbach in der 2. Liga.

Im Sommer 1998 wechselte er zur deutschen Spitzenmannschaft Alba Berlin, mit welcher er in den Folgejahren drei Meistertitel gewann. Wieder war er mit einer Doppellizenz ausgestattet, spielte er aber hauptsächlich für den Kooperationspartner TuS Lichterfelde Berlin in der 2. Bundesliga, mit der er im Jahr 2000 in die 1. Bundesliga aufstieg.

Ab der Saison 2000/2001 spielte er ausschließlich für Alba Berlin. Im Sommer 2002 wechselte er von Berlin zu Bayer Giants Leverkusen, wo er sich mehr Spielzeit erhoffte. Und tatsächlich entwickelte er sich mit überzeugenden Leistungen zu einem Leistungsträger der Mannschaft.

Als Leverkusen den Einzug in die Play-offs der Bundesliga verpasste, erhielt er überraschend ein Angebot vom von Verletzungen geplagten Spitzenteam Olimpia Milano aus der Serie A. Schultze zeigte in den italienischen Play-offs so gute Leistungen, dass sein Vertrag verlängert wurde.

Nach einem einjährigen Aufenthalt in Italien wechselte Schultze zur Saison 2008/09 zu Olympia Larisa nach Griechenland. Dort spielte er bis Februar 2009 und wechselte danach erneut zurück nach Italien und stand in den Play Offs der zweiten Liga für Casale Monferrato auf dem Feld. Im Oktober 2009 unterzeichnete Schultze einen Vertrag beim italienischen Erstligisten Angelico Biella für die Saison 2009/2010, wo er bis zum Januar 2010 blieb. Kurz darauf wechselte er zu Carife Ferrara.

Zur Saison 2010/2011 kehrte Sven Schultze nach Deutschland zurück. Er unterschrieb bei seinem früheren Verein Alba Berlin einen Vertrag über zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2011/2012. Dort hatte er bereits von 1998 bis 2002 gespielt. Schultze spielte bis Sommer 2014 für Berlin und konnte sowohl 2013, wie auch 2014 den Deutschen Pokal mit Berlin gewinnen.

Zur Saison 2014/2015 verließ Schultze Alba und wechselte innerhalb der Liga zu den Eisbären Bremerhaven. Er unterschrieb bei den Eisbären einen Vertrag über ein Jahr. Nach dem Ende der BBL-Saison 2014/15 beendete Schultze seine Basketballkarriere.

Der 2,06 m große Power Forward/Small Forward galt als sehr wurfstark.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schultze gab im Februar 2000 sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Den Sprung in den Kader zur Europameisterschaft 2001 schaffte er aber nicht. Auch überzeugende Leistungen in der A2-Nationalmannschaft reichten nicht für einen Platz im Weltmeisterschaftsteam 2002.

Die Europameisterschaft 2003 spielte er zwar in der deutschen Nationalmannschaft, bekam aber wenig Spielzeit. Bei der Europameisterschaft 2005 in Serbien und Montenegro war er erstmals fester Bestandteil des Teams und holte mit diesem die Silbermedaille. Auch während der Basketball-Weltmeisterschaft 2006 in Japan stand er im Kader der deutschen Mannschaft.

Im August 2008 nahm er mit der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking teil, für die sich Deutschland mit dem dritten Platz beim Ausscheidungsturnier in Athen qualifiziert hatte.

Am 15. Juni 2010 wurde bekannt, dass Schultze aus familiären Gründen nicht an der Basketball-Weltmeisterschaft 2010 teilnehmen wird. Dies bedeute allerdings zugleich keinen endgültigen Rücktritt aus dem DBB-Team, den er jedoch nach der Basketball-Europameisterschaft 2011 und der verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 erklärte.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Anschluss an seine Zeit als Berufsbasketballspieler wurde Schultze am Unfallkrankenhaus Berlin als Sporttherapeut tätig.[2] Dem Basketball blieb er als Jugendtrainer verbunden: Er erwarb in einem Sonderlehrgang die B-Lizenz[3] und stieß zum Trainerstab des Berliner Basketballverbandes.[4]

Auszeichnungen und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993: Deutscher Meister der Schulen (Jugend trainiert für Olympia)
  • 1994: Deutscher Meister mit der Bayern-Auswahl
  • 1999: Deutscher Meister und Pokalsieger mit Alba Berlin
  • 2000: Deutscher Meister mit Alba Berlin
  • 2000: Aufstieg in die 1. Basketball-Bundesliga mit TuS Lichterfelde Berlin
  • 2001: Deutscher Meister mit Alba Berlin
  • 2002: Deutscher Meister und Pokalsieger mit Alba Berlin
  • 2005: Silbermedaille bei der Europameisterschaft 2005
  • 2008: Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking
  • 2013: Pokalsieger mit Alba Berlin
  • 2014: Pokalsieger mit Alba Berlin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Deutsche Basketball Nationalmannschaft
  2. BJL 2017: Sven Schultze dabei «  Deutscher Basketball Bund. Abgerufen am 28. September 2017.
  3. DBB begrüßt zwölf neue B-Trainer «  Deutscher Basketball Bund. Abgerufen am 28. September 2017.
  4. BBV. Abgerufen am 28. September 2017 (deutsch).