Swetlana Alexandrowna Kusnezowa

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Swetlana Kusnezowa Tennisspieler
Swetlana Kusnezowa
Kusnezowa 2014 bei den US Open
Nationalität: RusslandRussland Russland
Geburtstag: 27. Juni 1985
Größe: 174 cm
Gewicht: 73 kg
1. Profisaison: 2000
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Hernan Gumy, Carlos Martinez
Preisgeld: 19.093.919 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 543:262
Karrieretitel: 14 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 2 (10. September 2007)
Aktuelle Platzierung: 24
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 235:111
Karrieretitel: 16 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 3 (7. Juni 2004)
Aktuelle Platzierung: 175
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 27. Juli 2015
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)
2006 bei den Zurich Open

Swetlana Alexandrowna Kusnezowa (russisch Светлана Александровна Кузнецова, wiss. Transliteration Svetlana Alexandrovna Kuznecova; * 27. Juni 1985 in Leningrad, Sowjetunion) ist eine russische Tennisspielerin. Sie war im September 2007 die Nummer 2 der Welt.

Persönliches[Bearbeiten]

Sie ist die Tochter von Alexander Kusnezow, der insgesamt fünf Radsportler zu Olympiasiegen und Weltmeisterschaften führte. Er trainierte auch Swetlanas Mutter, Galina Zareva, sechsfache Weltmeisterin und 20-fache Weltrekordhalterin, und Bruder Nikolai Kusnezow, Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta.

Karriere[Bearbeiten]

Ihren ersten großen Erfolg feierte Kusnezowa 2004 bei den US Open, als sie im zweiten rein russischen Finale eines Grand-Slam-Turniers ihre Landsfrau Jelena Dementjewa mit 6:3, 7:5 besiegte. Kusnezowa war 2004 nach Anastassia Myskina bei den French Open und Maria Scharapowa in Wimbledon bereits die dritte Russin, die in diesem Jahr ein Grand-Slam-Turnier gewann, und das in Folge!

Am 19. Dezember 2004 wurde sie während eines Einladungsturniers in Charleroi in der A-Probe einer Dopingkontrolle positiv auf Ephedrin getestet, was zunächst für Aufsehen sorgte, aber nicht als Dopingvergehen gemäß den Regeln der WTA eingestuft wurde. Kusnezowa hatte nach eigenen Angaben ein Hustenmittel eingenommen, um trotz Erkältung bei dem Turnier antreten zu können.[1]

2005 gewann sie mit Alicia Molik den Titel im Doppelwettbewerb der Australian Open, im Einzel blieb sie in jenem Jahr ohne Turniersieg.

Im April 2006 gewann sie das WTA-Turnier in Miami mit einem 6:4-, 6:3- Endspielsieg über ihre Landsfrau Scharapowa. Wenige Monate später unterlag sie Justine Henin im Finale der French Open mit 4:6 und 4:6.

2007 gewann sie das Turnier von New Haven mit einem Endspielsieg über Ágnes Szávay, die im zweiten Satz verletzungsbedingt aufgeben musste. Bei vier weiteren Turnieren erreichte Kusnezowa das Endspiel. Auch bei den US Open unterlag sie erst im Finale wiederum Henin (1:6, 3:6). Aufgrund ihrer guten Resultate erreichte sie mit Rang 2 ihre beste Position in der WTA-Weltrangliste.

Bei den Australian Open musste sie 2008 eine bittere Niederlage einstecken, als sie in der dritten Runde mit 3:6, 4:6 gegen Agnieszka Radwańska verlor.

Am 6. Juni 2009 feierte sie mit dem Gewinn der French Open ihren zweiten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier. Im Finale bezwang sie Dinara Safina mit 6:4 und 6:2.

Ihr größter sportlicher Erfolg im Jahr 2010 war der Turniersieg in San Diego, wo sie im Endspiel Radwańska diesmal in drei Sätzen besiegen konnte.

In der Saison 2011 blieb sie ohne Titel. Nach dem Einzug ins Viertelfinale der Australian Open, das sie im zweitlängsten Match der "Open Era" Francesca Schiavone trotz Abwehr von sechs Matchbällen nach 4 Stunden und 44 Minuten noch mit 4:6, 6:1, 14:16 verlor, blieben ihre Leistungen durchwachsen. In Paris erreichte sie noch einmal das Viertelfinale, schied dort aber gegen Marion Bartoli aus. In Wimbledon kam das Aus in Runde drei, bei den US Open im Achtelfinale.

2012 erreichte sie bei den French Open das Achtelfinale, in dem sie der späteren Turnierzweiten Sara Errani mit 0:6 und 5:7 unterlag. In Wimbledon scheiterte sie bereits in Runde eins an Yanina Wickmayer (2:6, 3:6), es war ihr letzter Auftritt für längere Zeit. Nach dem Gewinn ihres zweiten Grand-Slam-Titels in Melbourne (an der Seite von Wera Swonarewa) konnte sie auch im Doppel nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Nach der Erstrundenniederlage in Madrid im Mai 2012 (diesmal mit Radwańska) trat sie den Rest des Jahres im Doppel nicht mehr an.

In der Saison 2013 stand Kusnezowa im Einzel sowohl in Melbourne als auch in Roland Garros im Viertelfinale. Doppel spielt sie seit März 2013 zusammen mit Samantha Stosur; bei ihrem zweiten gemeinsamen Turnier in Miami erreichten sie das Halbfinale und unterlagen dort im verkürzten Entscheidungssatz der Toppaarung Nadja Petrowa/Katarina Srebotnik.

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1 11. August 2002 FinnlandFinnland Espoo WTA Tier IV Sand TschechienTschechien Denisa Chládková 0:6, 6:3, 7:62
2 29. September 2002 IndonesienIndonesien Bali WTA Tier III Hartplatz SpanienSpanien Conchita Martínez 3:6, 7:64, 7:5
3 19. Juni 2004 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eastbourne WTA Tier II Rasen SlowakeiSlowakei Daniela Hantuchová 2:6, 7:62, 6:4
4 12. September 2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Hartplatz RusslandRussland Jelena Dementjewa 6:3, 7:5
5 19. September 2004 IndonesienIndonesien Bali WTA Tier III Hartplatz DeutschlandDeutschland Marlene Weingärtner 6:1, 6:4
6 2. April 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami WTA Tier I Hartplatz RusslandRussland Maria Scharapowa 6:4, 6:3
7 17. September 2006 IndonesienIndonesien Bali WTA Tier III Hartplatz FrankreichFrankreich Marion Bartoli 7:5, 6:2
8 24. September 2006 China VolksrepublikVolksrepublik China Peking WTA Tier II Hartplatz FrankreichFrankreich Amélie Mauresmo 6:4, 6:0
9 25. August 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New Haven WTA Tier II Hartplatz UngarnUngarn Ágnes Szávay 4:6, 3:0 Aufg.
10 3. Mai 2009 DeutschlandDeutschland Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) RusslandRussland Dinara Safina 6:4, 6:3
11 6. Juni 2009 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand RusslandRussland Dinara Safina 6:4, 6:2
12 11. Oktober 2009 China VolksrepublikVolksrepublik China Peking WTA Premier Mandatory Hartplatz PolenPolen Agnieszka Radwańska 6:2, 6:4
13 8. August 2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego WTA Premier Hartplatz PolenPolen Agnieszka Radwańska 6:4, 6:77, 6:3
14. 3. August 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington WTA International Hartplatz JapanJapan Kurumi Nara 6:3, 4:6, 6:4

Doppel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1 27. Juli 2002 PolenPolen Sopot WTA Tier III Sand SpanienSpanien Arantxa Sánchez Vicario RusslandRussland Jewgenija Kulikowskaja
RusslandRussland Ekaterina Sysoeva
6:2, 6:2
2 11. August 2002 FinnlandFinnland Espoo WTA Tier IV Sand SpanienSpanien Arantxa Sánchez Vicario SpanienSpanien Eva Bes
SpanienSpanien María José Martínez Sánchez
6:3, 6:75, 6:3
3 22. September 2002 JapanJapan Tokio WTA Tier II Hartplatz SpanienSpanien Arantxa Sánchez Vicario UngarnUngarn Petra Mandula
OsterreichÖsterreich Patricia Wartusch
6:2, 6:4
4 5. Januar 2003 AustralienAustralien Gold Coast WTA Tier III Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Martina Navrátilová FrankreichFrankreich Nathalie Dechy
FrankreichFrankreich Émilie Loit
6:4, 6:4
5 22. Februar 2003 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Dubai WTA Tier II Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Martina Navrátilová SimbabweSimbabwe Cara Black
RusslandRussland Jelena Lichowzewa
6:3, 7:67
6 18. Mai 2003 ItalienItalien Rom WTA Tier I Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Martina Navrátilová Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Jelena Dokić
RusslandRussland Nadja Petrowa
6:4, 5:7, 6:2
7 17. August 2003 KanadaKanada Toronto WTA Tier I Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Martina Navrátilová KolumbienKolumbien María Vento-Kabchi
IndonesienIndonesien Angelique Widjaja
3:6, 6:1, 6:1
8 28. September 2003 DeutschlandDeutschland Leipzig WTA Tier II Teppich (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Martina Navrátilová RusslandRussland Jelena Lichowzewa
RusslandRussland Nadja Petrowa
3:6, 6:1, 6:3
9 10. Januar 2004 AustralienAustralien Gold Coast WTA Tier III Hartplatz RusslandRussland Jelena Lichowzewa Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Liezel Huber
BulgarienBulgarien Magdalena Maleewa
6:3, 6:4
10 6. März 2004 KatarKatar Doha WTA Tier II Hartplatz RusslandRussland Jelena Lichowzewa SlowakeiSlowakei Janette Husárová
SpanienSpanien Conchita Martínez
7:64, 6:2
11 30. Januar 2005 AustralienAustralien Australian Open Grand Slam Hartplatz AustralienAustralien Alicia Molik Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lindsay Davenport
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Corina Morariu
6:3, 6:4
12 3. April 2005 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami WTA Tier I Hartplatz AustralienAustralien Alicia Molik Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lisa Raymond
AustralienAustralien Rennae Stubbs
7:5, 6:75, 6:2
13 24. Juni 2006 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eastbourne WTA Tier II Rasen FrankreichFrankreich Amélie Mauresmo Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Martina Navrátilová
SudafrikaSüdafrika Liezel Huber
6:2, 6:4
14 5. April 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami WTA Premier Mandatory Hartplatz FrankreichFrankreich Amélie Mauresmo TschechienTschechien Květa Peschke
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lisa Raymond
4:6, 6:3, [10:3]
15 27. Januar 2012 AustralienAustralien Australian Open Grand Slam Hartplatz RusslandRussland Wera Swonarewa ItalienItalien Sara Errani
ItalienItalien Roberta Vinci
5:7, 6:4, 6:3
16. 20. Oktober 2013 RusslandRussland Moskau WTA Premier Hartplatz (Halle) AustralienAustralien Samantha Stosur RusslandRussland Alla Kudrjawzewa
AustralienAustralien Anastassija Rodionowa
6:1, 1:6, [10:8]

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Karriere
Australian Open 2 1 3 VF AF AF 3 VF AF AF 3 VF 1 1 VF
French Open 1 AF AF F VF HF S 3 VF AF VF VF 2 S
Wimbledon VF 1 VF 3 VF AF 3 2 3 1 1 2 VF
US Open 3 3 S 1 AF F 3 AF AF AF 3 1 S

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Karriere
Australian Open AF F S AF 2 2 1 AF S 2 2 AF S
French Open AF F 2 2 2 1 F
Wimbledon 1 VF VF F 2 VF AF 2 F
US Open 2 F F VF 2 F

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Swetlana Kusnezowa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ein Dopingfall, der keiner ist (Handelsblatt vom 19. Januar 2005)