Swetlana Iwanowna Gerassimenko

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Swetlana Gerassimenko im DLR, 2014
Kyrillisch (Russisch)
Светлана Ивановна Герасименко
Transl.: Svetlana Ivanovna Gerasimenko
Transkr.: Swetlana Iwanowna Gerassimenko
Kyrillisch (Ukrainisch)
Світлана Іванівна Герасименко
Transl.: Svitlana Ivanivna Herasymenko
Transkr.: Switlana Iwaniwna Herassymenko

Swetlana Iwanowna Gerassimenko (russisch Светла́на Ива́новна Герасиме́нко; * 23. Februar 1945 in Baryschiwka, Ukrainische SSR) ist eine sowjetische und tadschikische Astronomin. 1969 entdeckte sie gemeinsam mit dem Astronomen Klym Tschurjumow den Kometen 67P, der beide Namen trägt.[1] Der Asteroid (3945) Gerasimenko wurde 1995 ebenfalls nach ihr benannt.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerassimenko studierte von 1963 bis 1968 an der Universität Kiew Astrophysik und begann anschließend eine Aspirantur. Im September 1969 begleitete sie Tschurjumow, einen Mitarbeiter am Hauptobservatorium der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine, auf einer Forschungsreise zur Kometenbeobachtung nach Alma-Ata. In der Nacht vom 11. zum 12. September 1969 entdeckte sie zufällig den Kometen 67P nach der Entwicklung einer Fotoplatte zur Beobachtung des Kometen 32P/Comas Solá.[3]

1973 zog sie nach Duschanbe und wurde wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Astrophysik der Akademie der Wissenschaften der Tadschikischen SSR. Dort erforscht und beobachtet sie seitdem Kometen und andere kleinere Objekte des Sonnensystems. 1975 wurde sie mit einer Medaille für die „Erforschung neuer astronomischer Objekte“ ausgezeichnet.

Am 2. März 2004 waren Gerassimenko und Tschurjumow zum Start der europäischen Raumfahrtsonde Rosetta, die den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko erforschen sollte, in das Raumfahrtzentrum Guayana eingeladen. Auf Einladung des DLR verfolgte sie am 12. November 2014 gemeinsam mit Klim Tschurjumow in Köln die Landung von Philae auf 67P.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Svetlana Gerasimenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Bond: Svetlana Gerasimenko – co-discoverer of comet 67P. ESA, 20. Oktober 2014, abgerufen am 13. November 2014 (englisch).
  2. Manuela Braun: Interview with Svetlana Gerasimenko – 'Beginner's luck'. DLR, 11. November 2014, abgerufen am 13. November 2014 (englisch).
  3. Artjom Gejwandow: Swetlana Gerassimenko: „Man sollte öfter zum Himmel schauen“. Februar 2004, abgerufen am 13. November 2014 (russisch).
  4. Efim Schuhmann: Gerassimenko: „Unglaubliche Kometenlandung“, Interview. Deutsche Welle, 12. November 2014, abgerufen am 18. November 2014.