Swiss Jazz School
Die Swiss Jazz School (SJS) wurde 1967 in Bern gegründet und ist die erste autonome Jazzschule Europas, an der ein kontinuierlicher Jazzunterricht angeboten wurde. Als das vom Kanton Bern anerkannte Kompetenzzentrum im Precollege-Bereich und als Ausbildungsstätte für musikalische Weiterbildung junger Talente mit abgeschlossener obligatorischer Schulpflicht bildet die SJS die Brücke zwischen Musikschule und Hochschule. Studierende bis und mit 25. Lebensjahr aus dem Kanton Bern geniessen kantonale Subventionen.
- das SemiPro bietet eine umfassende semi-professionelle Ausbildung im Bereich des Jazz und der jazzverwandten Stilrichtungen in sechs Semester.
- das PreCollege bereitet Talente auf die Bachelorprüfungen an der Schweizer Jazzhochschulen vor. geschieht in einem Intensivkurs in zwei Semestern oder zu Gymnasium, Fachmittelschule, Berufslehre in drei Semestern.
- Im Auftrag der Bernischen Musikschulen erteilt die SJS Talenten aus der Förderstufe Aufbau II Jazz/Rock/Pop Ergänzungsfächer.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1967 entstand die Swiss Jazz School auf Initiative der Berner Musiker Heinz Bigler und Tony Hostettler. Die Schule wurde zunächst durch das Freizeitwerk der Coop Bern getragen. Mit Joe Haider, Isla Eckinger und Peter Giger wirkten damals Musiker aus Biglers Umfeld als weitere Lehrer mit. Die Schule war erfolgreich und sprengte bald den Rahmen des Coop-Freizeitwerks. 1972 wurde sie daher als Swiss Jazz School zu einem selbständigen Lehrinstitut ausgebaut, das durch die Stadt und den Kanton Bern unterstützt wurde. Dabei wurde eine Unterteilung in eine Allgemeine Schule und eine Berufsschule vorgenommen. Seit 1998 ist der Berufsschulzweig dem Fachbereich Musik der damals neu geschaffenen Hochschule für Musik und Theater bzw. der daraus 2003 hervorgegangenen Hochschule der Künste Bern angegliedert.
Nach Bigler leiteten Vince Benedetti (1975), Fritz Pauer (1982), Joe Haider (1984) und George Robert (1995) die Schule. 2006 übernahm Valérie Portmann die in die Hochschule der Künste Bern gegliederte Berufsschule, ab 2018 Tom Arthurs. Eugen Irniger leitete die Amateurausbildung; seit 2011 leiten Stewy von Wattenwyl und Klaus Widmer die Schule.
Die SJS wurde 2022 nach dem Qualitätsmanagementsystem Quarte zertifiziert. Das PreCollege der SJS hat zudem 2023 das Qualitätslabel Precollege Music CH des Verbands Musikschulen Schweiz (VMS) und der Konferenz Musikhochschulen Schweiz (KMHS) erhalten. Sie ist dem Verband Bernischer Musikschulen (VBMS), dem Verband Musikschulen Schweiz (VMS) und der Direktorenkonferenz der Schweizer Jazzschulen (DKSJ) angeschlossen.
Ehemalige
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alumni sind unter anderen Buddy Casino, Samuel Rohrer, Dieter Ammann, Balz Bachmann, John Wolf Brennan, Andrea Centazzo, Christian Gutfleisch, Domenic Landolf, Elmar Frey, Jürg Solothurnmann, Bänz Oester, Dani Felber, Christoph Baumann, Dirk Dreßler, Christoph Grab, Simon Petermann und Jochen Baldes.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ulrich Roth Swiss Jazz School in Bern feiert ihr 40-jähriges Bestehen Jazz Podium 2/2008, S. 30
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Koordinaten: 46° 56′ 27,3″ N, 7° 25′ 53,8″ O; CH1903: 599466 / 198870