Swissmem

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Swissmem ist der Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) sowie verwandter technologieorientierter Branchen und umfasst rund 1'050 Mitgliedfirmen. Die MEM-Industrie erwirtschaftet 7,4 Prozent (2016) des Bruttoinlandproduktes und nimmt damit in der schweizerischen Volkswirtschaft eine Schlüsselstellung ein. Sie ist mit rund 320'000 Beschäftigten, darunter 20‘000 Lernende, die grösste industrielle Arbeitgeberin der Schweiz. Die Branche leistet mit Ausfuhren im Wert von 63,2 Milliarden Schweizer Franken.[1] fast einen Drittel der gesamten Güterexporte. 

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband ging aus den beiden Verbänden Arbeitgeberverband der Schweizer Maschinenindustrie (ASM) und Verband Schweizer Maschinenindustrieller (VSM) hervor. Seit 1999 treten die beiden Verbände unter dem gemeinsamen Namen Swissmem auf. Anfang 2007 ist der VSM in Swissmem umbenannt worden und hat alle Aktivitäten des ASM übernommen, ausser jenen im Zusammenhang mit dem Gesamtarbeitsvertrag der Branche.[2]

Swissmem steht der FDP nahe und handelt Gesamtarbeitsverträge aus.[3]

Der Verband vertritt die Interessen der MEM-Branche gegenüber Politik, nationalen und internationalen Organisationen, Arbeitnehmervertretern sowie der Öffentlichkeit und fungiert als Dienstleistungszentrum für die Mitglieder. Als Arbeitgebervertreterin handelt Swissmem mit den Gewerkschaften die Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) für die MEM-Branche aus. Der GAV der MEM-Industrie ist traditionellerweise wegweisend für zahlreiche GAV der Schweiz und hat sich seit dem 1937 vereinbarten «Friedensabkommen» auf das heutige hohe Niveau weiterentwickelt.[4]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband wird seit November 2010 von Hans Hess präsidiert.[5] Von 1999 bis zu seiner Wahl in den Bundesrat war Johann Schneider-Ammann Präsident von Swissmem.[6] In Vergangenheit ist es mehrfach vorgekommen, dass wichtige Funktionäre der Swissmem bzw. des ASM oder VSM in noch einflussreichere Positionen im Schweizerischen Arbeitgeberverband aufgestiegen sind (Peter Hasler, Thomas Daum).

Direktor ist Peter Dietrich.

Mitgliedfirmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder sind in folgende Fachgruppen gegliedert:[7]

  • Antriebstechnik
  • Assembly and factory automation
  • Additive Manufacturing
  • Automotive
  • Dimensionelle Messtechnik
  • Flughafenzulieferer
  • Förder- und Lagertechnik
  • Fluidtechnik
  • Grafische Maschinen
  • Handwerkzeuge
  • Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik
  • Kunststoffmaschinen
  • Photonics
  • Präzisionswerkzeuge
  • Pumpentechnik
  • Raumfahrttechnik
  • Schweiss- und Schneidtechnik
  • Swiss ASD
  • Textilmaschinen
  • Umwelttechnik
  • Verbrennungsmaschinen
  • Verfahrenstechnischer Maschinen- und Apparatebau
  • Verpackungstechnik
  • Werkzeug- und Formenbau
  • Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik
  • Zulieferer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über die Industrie. Website von Swissmem. Abgerufen am 29. Februar 2016.
  2. Geschichtlicher Hintergrund. Website von Swissmem. Abgerufen am 12. Februar 2014.
  3. Gespaltene Wirtschaft. In: NZZ Online. 28. Mai 2006.
  4. Website der Sozialpartner der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Abgerufen am 23. Oktober 2010.
  5. Hans Hess ist neuer Swissmem Präsident. Medienmitteilung von Swissmem. Abgerufen am 20. Dezember 2010.
  6. Grosse Freude über die Wahl von Johann N. Schneider-Ammann. Medienmitteilung von Swissmem. Abgerufen am 23. Oktober 2010.
  7. Fachgruppen. Website von Swissmem, abgerufen am 24. März 2015.