Sybil Danning

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Sybil Danning (2006)

Sybil Danning (* 24. Mai 1947[1] in Ried im Innkreis, Oberösterreich als Sybille Johanna Danninger) ist eine österreichische Schauspielerin, die vor allem durch freizügige Auftritte in deutschen Sexfilmen der 1970er Jahre bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Danning arbeitete zunächst als Zahnarzthelferin und Operationsschwester in einer Salzburger kieferorthopädischen Klinik, bevor sie sich für eine Karriere als Schauspielerin entschied. Ihr Filmdebüt gab sie 1968 als Lorelei unter der Regie von Rolf Thiele in dessen satirisch-frivoler Sexkomödie Komm nur, mein liebstes Vögelein; in der Folgezeit erhielt sie zunächst weiterhin Rollen in deutschen Sexkomödien. Nebenbei jobbte sie als Kosmetikerin und betätigte sich als Fotomodell, auch für Nacktaufnahmen.

1972 zog sie nach Rom und wirkte nun vor allem in internationalen Abenteuer- und Kriminalfilmen mit, ohne sich vollständig von dem ihr anhaftenden Ruf des „Salzburger Nackerls“' lösen zu können. 1977 ließ sich Sybil Danning dauerhaft in Los Angeles nieder und etablierte sich Anfang der 1980er Jahre als einer der führenden weiblichen Action-Stars des B-Films. Danning spielte dabei in fast allen Filmgenres, in Katastrophenfilmen, Horrorfilmen und in Abenteuerfilmen. Immer wieder kehrte sie jedoch zum erotischen Filmgenre zurück, so auch 1985 in dem Sexfilm Young Lady Chatterley II in dem sie Lord Chatterleys heuchlerische Schwester Judith verkörpert, die sich mit dem attraktiven Gärtner (gespielt von Brett Clark) einlässt.

Ende der 1980er Jahre gründete Danning ihre eigene Filmproduktionsfirma. Heute ist sie Präsidentin und Chief Operating Officer ihrer Firma Adventuress Productions, die sie 1989 mit S.C. Dacy und Robert P. Palazzo gegründet hat.

Von 2002 bis 2003 war Danning zusammen mit ihrem Mann Horst Lasse Gesellschafter des SC Riessersee.[2][3]

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1980: Die Cash-Maschine/Zahltag im Supermarkt (How to Beat the High Co$t of Living)
  • 1980: Tag der Kobra (Il giorno del Cobra)
  • 1980: Sador – Herrscher im Weltraum (Battle Beyond the Stars)
  • 1980: Nightkill
  • 1981: Separate Ways
  • 1981: Kennwort: Salamander (The Salamander)
  • 1982: S.A.S. Malko - Im Auftrag des Pentagon (S.A.S. à San Salvador)
  • 1982: Julie Darling
  • 1983: Das Frauenlager (Chained Heat)
  • 1983: Herkules (Ercole)
  • 1984: Die sieben glorreichen Gladiatoren (The Seven Magnificent Gladiators)
  • 1984: Euer Weg führt durch die Hölle (Jungle Warriors)
  • 1984: Zum Töten verführt (They're Playing with Fire)
  • 1984: Kommando Panther (Panther Squad) (auch Co-Produktion)
  • 1984: Das turboscharfe Spanner-Motel (Talking Walls)
  • 1984: V – Die Außerirdischen kommen (V – The Visitors)
  • 1984: V: The Final Battle
  • 1985: Das Tier II (Howling II: Stirba – Werewolf Bitch)
  • 1985: Malibu-Express (Malibu Express)
  • 1985: Young Lady Chatterley II
  • 1985: Private Passions
  • 1985: Das Geheimnis des Grabmals am Nil (The Tomb)
  • 1986: Pridemoore (Reform School Girls)
  • 1986: Warrior Queen
  • 1987: Amazonen auf dem Mond (Amazon Women on the Moon)
  • 1988: The Phantom Empire
  • 1989: L.A. Bounty (auch Drehbuch und Produktion)
  • 1993: Der Onkel aus Amerika (Folge der TV-Serie Almenrausch und Pulverschnee)
  • 2006: Jump
  • 2007: Grindhouse (im Fake-Trailer zu „Werewolf Women of the SS“)
  • 2007: Halloween

Literatur[Bearbeiten]

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. 8 Bände. Zweiter Band C–F, Seite 282 f. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die meisten Filmdatenbanken geben 1947 an. Kay Weniger gibt in seinem Personenlexikon des Films 1949 als Geburtsjahr an. Nach anderen, unbestätigten Quellen soll 1952 das richtige Geburtsjahr sein.
  2. br-online.de: Eishockey in Bayern - SC Riessersee, Zugriff am 30. August 2010
  3. welt.de: Riessersee, der Onkel aus Amerika und das Ziel: Aufstieg in die DEL, Zugriff am 23. August 2011