Sybille Ebert-Schifferer

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Sybille Ebert-Schifferer (* 24. Januar 1955 in Hamburg) ist eine deutsche Kunsthistorikerin. Seit 2001 ist sie Direktorin der Bibliotheca Hertziana, des Max-Planck-Instituts für Kunstgeschichte in Rom.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebert-Schifferer besuchte den humanistischen Zweig des Hölderlin-Gymnasiums Stuttgart, wo sie 1974 das Abitur erlangte. Im Anschluss studierte sie von 1974 bis 1979 Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, unterbrochen von einem Studienaufenthalt in Rom 1976/77. Sie war 1978 als Regieassistentin und Dramaturgin am Stadttheater Ingolstadt tätig und 1980 Regieassistentin an der Freien Volksbühne Berlin. 1979 begann sie ein Studium an der TU Berlin, das sie 1982 mit dem Magister Artium in den beiden Hauptfächern Kunstgeschichte und Musikwissenschaft abschloss.

Ebert-Schifferer wurde 1985 mit einer Dissertation über Ripandas Fresken im Konservatorenpalast in Rom promoviert. Seither ist sie im Museums- und Ausstellungsbereich tätig: Von 1986 bis 1990 war sie verantwortlich für die Ausstellungen in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main, von 1991 bis 1997 als Direktorin des Hessischen Landesmuseums in Darmstadt und von 1998 bis 2001 als Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Seit 2001 ist sie Direktorin und wissenschaftliches Mitglied der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut, in Rom.

Von 1997 bis 2001 war Ebert-Schifferer Erste Vorsitzende des Verbandes deutscher Kunsthistoriker. Sie lehrte von 1999 bis 2001 als Honorarprofessorin für Kunstgeschichte an der TU Dresden.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988: Guido Reni und Europa: Ruhm und Nachruhm
  • 1988: Ripandas Kapitolinischer Freskenzyklus und die Selbstdarstellung der Konservatoren um 1500 (Aufsatz)
  • 1998: Die Geschichte des Stillebens
  • 2009: Caravaggio. Sehen – Staunen – Glauben. Der Maler und sein Werk. Beck, München, ISBN 978-3-406-59140-2

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 wurde Ebert-Schifferer der Verdienstorden der Italienischen Republik in der Stufe Offizier des Verdienstordens der Italienischen Republik verliehen.[1]

Die französische Ausgabe des Buches Die Geschichte des Stillebens (Natures mortes, Paris 1999) erhielt 1999 den Prix François Sommer „Album“.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorit Petschel (Bearb.): Die Professoren der TU Dresden 1828–2003. Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2003, S. 182.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ebert-Schifferer Dott.ssa Sybille, Ufficiale Ordine al Merito della Repubblica Italiana quirinale.it, 16. Mai 2014.
  2. Rezension von Die Geschichte des Stillebens bei cosmopolis.ch vom September 1999