Sylvia Kabus

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Sylvia Kabus (* 15. Januar 1952 in Görlitz) ist eine deutsche Regisseurin, Autorin und Journalistin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sylvia Kabus studierte Anglistik und Germanistik in Berlin und war von 1974 bis 1983 Redakteurin einer Zeitschrift für Kultur. Dann arbeitete sie als Drehbuchautorin für das DEFA-Spielfilmstudio. Für ihre Arbeit zum Film Felix und der Wolf (1988) erhielt sie Auszeichnungen in der DDR und in West-Berlin.

Nach 1989 engagierte sie sich in der Bürger- und Frauenbewegung und war Mitglied des Leipziger Runden Tisches. 1990 war sie gemeinsam mit Reinhard Bernhof, Roland Erb und Ingeborg Schröder an der Liquidation des Schriftstellerverbandes der DDR beteiligt und im Folgejahr wurde sie literarische Angestellte im von ihr mit aufgebauten Literaturbüro Leipzig e.V. Für den Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der Gewerkschaft ver.di wurde sie als Beisitzerin in den Vorstand des Landesbezirks Bayern gewählt.

Gegenwärtig arbeitet sie freischaffend für den MDR und an eigenen Publikationen. Sylvia Kabus lebt in München und Leipzig.

Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen

  • Ich wünsche mir nichts. Ich wünsche mir alles. Porträts ausländischer Jugendlicher (1995)
  • Dr. A. bittet um Endlospapier. Psychogramme einer deutschen Stadt. (1999)
  • Wir waren die Letzten. Gespräche mit vertriebenen Juden. (2003)
  • Weißer als Schnee. (2008)
  • Neunzehnhundertneunundachtzig. Psychogramme einer deutschen Stadt. (2009)

als Herausgeberin u. a.:

  • Kirschbaumblätter. Stockender Traum. Jugendtexte aus Sachsen. (1996)
  • Chaos ich? Ein Jugendreport. (1999)
  • gemischte stimmen - mixed voices 2002. Kalender für neue und alte Gedichte. (2001)

Hörfunk

  • Aus der größten Angst urständet auch das größte Leben. Görlitz - Stadt im Osten (Hörfunkfeature, US 1994)
  • "Wer nicht des Staates Glauben hat..." Eine Reise nach Schlesien (US, 2002)
  • Sachsen in Bayern. Die Wanderung Ostdeutscher (US, 2005)
  • Bamberg (US, 2007)

Filme

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ines Geipel: Zensiert, verschwiegen, vergessen: Autorinnen in Ostdeutschland 1945-1989. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2009. ISBN 978-3-583-07269-5.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ines Geipel: Zensiert, verschwiegen, vergessen. Autorinnen in Ostdeutschland 1945-1989. In: perlentaucher.de. 8. Oktober 2010, abgerufen am 10. Juni 2020.