Synergist (Pharmakologie)

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Als Synergist (von griechisch συνεργεῖν synergeín ‚zusammenarbeiten‘) bezeichnet man in der Pharmakologie Wirkstoffe, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. Dies kann sowohl erwünschte als auch unerwünschte (Nebenwirkungen) Effekte betreffen. Dabei unterscheidet man

  • Synergisten mit additiver Wirkung, bei denen die Wirkung der Summe der Einzelwirkungen entspricht, und
  • Synergisten mit überadditiver Wirkung, bei denen die Gesamtwirkung beider Stoffe stärker ist als eine Summation (Potenzierung).[1]

Im anglo-amerikanischen Sprachraum wird dagegen meist nur die überadditive Form als Synergismus verstanden, während reine Summationseffekte als „additive effect“ bezeichnet werden.[2] Stoffe, welche die Wirkung eines Arzneistoffs verringern, nennt man Antagonisten.

Mechanismen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Mechanismen können an der Entstehung synergistischer Effekte beteiligt sein:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Claudia Dellas: Crashkurs Pharmakologie: Repetitorium mit Einarbeitung der wichtigsten Prüfungsfakten. Elsevier, Urban&Fischer, 2011, ISBN 9783437431821, S. 8.
  2. David E. Golan, Armen H. Tashjian, Ehrin J. Armstrong: Principles of Pharmacology: The Pathophysiologic Basis of Drug Therapy. Lippincott Williams & Wilkins, 2011, ISBN 9781608312702, S. 719.
  3. Kathy Moscou, Karen Snipe: Pharmacology for Pharmacy Technicians. Elsevier Health Sciences, 2012, ISBN 9780323085786, S. 56.
  4. Kathy Moscou, Karen Snipe: Pharmacology for Pharmacy Technicians. Elsevier Health Sciences, 2012, ISBN 9780323085786, S. 57.
  5. K. D. Tripathi: Essentials of Medical Pharmacology G - Reference, Information and Interdisciplinary Subjects Series. JP Medical Ltd, 2013, ISBN 9789350259375, S. 698.
  6. a b K. D. Tripathi: Essentials of Medical Pharmacology G - Reference, Information and Interdisciplinary Subjects Series. JP Medical Ltd, 2013, ISBN 9789350259375, S. 931.
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