Synode von Mâcon

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Mâcon war der Ort mehrerer fränkischer Synoden im Frühmittelalter.

Die Synode vom 23. Oktober 585 unter Vorsitz König Guntram I. erklärte den einst freiwilligen Kirchenzehnt zur Pflicht.

Die Synode diskutierte viele Fragen, aber ist heutzutage meist nur bekannt durch spätere absichtliche oder unabsichtliche Fehlinterpretationen einer nebensächlichen Diskussion. Diese ging darum, einem einzelnen Bischof zu erklären, dass seine Behauptung über den Gebrauch des lateinischen Begriffs homo („Mann“, auch „Mensch“) falsch war. Die Behauptung des Bischofs, dass Frauen nicht als homo zu bezeichnen seien, wurde durch vielfältige Zitate der Bibel und anderer Schriften zurückgewiesen (Gregor von Tours, Historiae VIII 20). Es wurde und wird seit dem 17. Jahrhundert immer wieder fälschlich behauptet, die Synode habe darüber diskutiert, ob auch Frauen eine Seele haben.

Die Synode von 627 erkannte die Ordensregel des heiligen Columban von Luxeuil (Columbanregel) an.

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