Syntaktischer Zucker

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Syntaktischer Zucker sind Syntaxerweiterungen in Programmiersprachen, welche der Vereinfachung von Schreibweisen dienen. Diese Erweiterungen sind alternative Schreibweisen, die aber nicht die Ausdrucksstärke und Funktionalität der Programmiersprache erweitern.

Syntaktischer Zucker lässt sich durch reine Textumformungen auf Grundelemente der Sprache zurückführen („desugar“, dt. entsüßen).

Der Begriff syntactic sugar wurde von dem britischen Informatiker Peter J. Landin[1] geprägt.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Syntaktischer Zucker in C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Beispiel für syntaktischen Zucker ist die Behandlung von Feldern in der Programmiersprache C. C unterscheidet streng genommen nicht zwischen Zeigern auf Objekte und Zeigern auf Felder von Objekten. Ist die Variable p vom Typ „Zeiger auf Byte“ (Typ char *), so kann man mit *(p+3) auf das dritte Byte im Speicher nach der Adresse p zugreifen. Dies kann man in C auch kurz schreiben als p[3].

Ein weiteres Beispiel für syntaktischen Zucker ist die Infixnotation. Bei der Infix-Schreibweise steht der Operator zwischen den Operanden, z. B. 3 + 5. Dies kann von einem Übersetzer direkt in die klassische Schreibweise eines Funktionsaufrufes add(3,5) übertragen werden.

do-Notation in Haskell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der funktionalen Programmiersprache Haskell werden für viele Zwecke, insbesondere jedoch für die Ein- und Ausgabe sogenannte Monaden verwendet. Um beispielsweise eine Zeile und einen Buchstaben von der Standardeingabe einzulesen, den Buchstaben vorne an die Zeile anzuhängen und das Ergebnis wieder auszugeben, müsste man schreiben

getLine >>= \s -> getChar >>= \c -> putStrLn (c:s)

Besser umbrochen ergibt das:

      getLine >>=
\s -> getChar >>=
\c -> putStrLn (c:s)

Da man solche Konstrukte sehr häufig benötigt, wurde die sogenannte do-Notation eingeführt. Folgender Code ist exakt äquivalent zum obigen Beispiel:

do
    s <- getLine
    c <- getChar
    putStrLn (c:s)

Diese Form erinnert stark an ein imperatives Programm und erleichtert das Verständnis des Inhalts.

Syntaktisches Salz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gegenstück zum syntaktischen Zucker ist das syntaktische Salz – eine Spracheigenschaft, die das Schreiben von schlechten oder schlecht lesbaren Codes erschwert, ohne dabei die Funktionalität zu erweitern.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edsger W. Dijkstra weist in seinem Tripreport darauf hin, dass der Begriff auf Peter Landin zurückzuführen ist.