Syrgenstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Syrgenstein
Syrgenstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Syrgenstein hervorgehoben

Koordinaten: 48° 39′ N, 10° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Syrgenstein
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 16,66 km2
Einwohner: 3721 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 223 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89428
Vorwahl: 09077
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 170
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 35
89428 Syrgenstein
Website: www.syrgenstein.de
Bürgermeister: Bernd Steiner (SPD/Unabhängige Bürger)
Lage der Gemeinde Syrgenstein im Landkreis Dillingen an der Donau
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Über dieses Bild

Syrgenstein ist eine Gemeinde im Landkreis Dillingen an der Donau in Bayern und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Syrgenstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Nordwesten Bayerisch-Schwabens an der Grenze zu Baden-Württemberg. Im Ortsteil Staufen befindet sich der höchste Punkt im Landkreis Dillingen. Nächste größere Stadt ist das etwa sechs Kilometer entfernte Giengen an der Brenz.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 7 amtlich benannte Gemeindeteile (ehemalige Gemeinden mit damaligen Ortsteilen; in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es gibt die Gemarkungen Syrgenstein, Landshausen und Staufen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die reichsunmittelbaren Freiherren von Syrgenstein teilten sich seit 1693 die Landeshoheit sowie das Hochgericht in der Herrschaft Syrgenstein mit dem Herzogtum Neuburg. Das heute zur Gemeinde zählende Staufen bildete eine geschlossene Hofmark der Herren von Westerstetten und später der Grafen von Türheim. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Altenberg und Ballhausen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hinblick auf die anstehende Gemeindegebietsreform schlossen sich am 1. Juli 1970 die Gemeinden Altenberg und Ballhausen (557 Einwohner am 27. Mai 1970) zur neuen Gemeinde Altenberg zusammen. Diese wurde am 1. Februar 1971 in Syrgenstein umbenannt.[3] Landshausen (739 Einwohner) kam am 1. Mai 1978 hinzu, Staufen (691 Einwohner) folgte am 1. Januar 1980.[4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2626 Einwohner[5]
  • 1970: 2976 Einwohner[5]
  • 1987: 3038 Einwohner
  • 1991: 3141 Einwohner
  • 1995: 3381 Einwohner
  • 2000: 3480 Einwohner
  • 2005: 3607 Einwohner
  • 2010: 3583 Einwohner
  • 2015: 3658 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern. Seit der Kommunalwahl 2014 verteilen sie sich auf folgende Listen:

  • SPD/Unabhängige Bürger: 4 Sitze
  • CSU: 4 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Landshausen: 4 Sitze
  • Wahlgemeinschaft Staufen: 2 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Ballhausen: 1 Sitz
  • REP: 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 1984 Bernd Steiner (SPD/Unabhängige Bürger). Steiner (* 1953) wurde zuletzt im März 2014 wiedergewählt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt; oben in Silber ein schwarzer Schrägbalken, der mit einem goldenen Adler belegt ist; unten wieder geteilt, oben gespalten von Rot und Silber, unten Blau, belegt mit einem goldenen Zinnenturm.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 225 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 69 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 25 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 465 ha, davon waren 292 ha Ackerfläche und 173 ha Dauergrünfläche.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es im Jahr 2013 1537.[8]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen 3.163.000 Euro im Jahr 2012, davon waren 1.074.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Syrgenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Syrgenstein in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. August 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 446.
  4. Gesetz über die Änderung der Zugehörigkeit von Gemeinden zu Verwaltungsgemeinschaften vom 10. August 1979 (GVBl S. 223)
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770 und 771.
  6. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  7. Burgenwelt.org: Schloss Altenberg
  8. http://vg-syrgenstein.de/Syrgenstein_Zahlen_und_Fakten.html