Syrgenstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Syrgenstein
Syrgenstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Syrgenstein hervorgehoben

Koordinaten: 48° 39′ N, 10° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Syrgenstein
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 16,66 km2
Einwohner: 3790 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 228 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89428
Vorwahl: 09077
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 170
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 35
89428 Syrgenstein
Website: www.syrgenstein.de
Erste Bürgermeisterin: Mirjam Steiner (SPD)
Lage der Gemeinde Syrgenstein im Landkreis Dillingen an der Donau
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Über dieses Bild

Syrgenstein ist eine Gemeinde im Landkreis Dillingen an der Donau in Bayern. Der Sitz der Gemeindeverwaltung und der Verwaltungsgemeinschaft Syrgenstein befindet sich im Gemeindeteil Altenberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Nordwesten Bayerisch-Schwabens an der Grenze zu Baden-Württemberg. Im Gemeindeteil Staufen befindet sich der höchste Punkt im Landkreis Dillingen. Nächste größere Stadt ist das etwa sechs Kilometer entfernte Giengen an der Brenz.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 7 Gemeindeteile (ehemalige Gemeinden mit damaligen Gemeindeteilen; in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es gibt die Gemarkungen Syrgenstein, Landshausen und Staufen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die reichsunmittelbaren Freiherren von Syrgenstein teilten sich seit 1693 die Landeshoheit sowie das Hochgericht in der Herrschaft Syrgenstein mit dem Herzogtum Neuburg. Das heute zur Gemeinde zählende Staufen bildete eine geschlossene Hofmark der Herren von Westerstetten und später der Grafen von Türheim. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Altenberg und Ballhausen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hinblick auf die anstehende Gemeindegebietsreform schlossen sich am 1. Juli 1970 die Gemeinden Altenberg und Ballhausen (557 Einwohner am 27. Mai 1970) zur neuen Gemeinde Altenberg zusammen. Diese wurde am 1. Februar 1971 in Syrgenstein umbenannt.[3] Landshausen (739 Einwohner) kam am 1. Mai 1978 hinzu, Staufen (691 Einwohner) folgte am 1. Januar 1980.[4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2626 Einwohner[5]
  • 1970: 2976 Einwohner[5]
  • 1987: 3038 Einwohner
  • 1991: 3141 Einwohner
  • 1995: 3381 Einwohner
  • 2000: 3480 Einwohner
  • 2005: 3607 Einwohner
  • 2010: 3583 Einwohner
  • 2015: 3658 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3049 auf 3721 um 672 Einwohner bzw. um 22 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen 2014 verteilen sich die Stimmanteile und Sitze wie folgt:

Parteien und

Wählergemeinschaften

2020[6] 2014[7]
% Sitze % Sitze
CSU 29,9 5 23,6 4
SPD 22,6 4 24,2 4
Freie Wählervereinigung Landshausen 20,9 3 22,7 4
Wahlgemeinschaft Staufen/Freies Bürgerforum 13,5 2 16,2 2
Freie Wählervereinigung Ballhausen 7,2 1 7,1 1
REP 5,9 1 6,2 1
Gesamt 100,0 16 100,0 16
Wahlbeteiligung in % 65,6 52,8

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist seit 1. Mai 2020 Mirjam Steiner (SPD); sie setzte sich in der Stichwahl am 29. März 2020 gegen Ralf Kindelmann (CSU) mit 58,0 % der Stimmen durch. Im ersten Wahlgang hatte sie unter drei Bewerbern 47,0 % erreicht. Ihr Vorgänger war von Mai 1984 bis April 2020 ihr Vater[8] Bernd Steiner (SPD/Unabhängige Bürger). Steiner (* 1953) war damit insgesamt 36 Jahre lang Gemeindeoberhaupt und trat zur Wahl am 15. März 2020 nicht mehr an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Syrgenstein COA.svg
Blasonierung:Geteilt; oben in Silber ein schwarzer Schrägbalken, der mit einem goldenen Adler belegt ist; unten wieder geteilt, oben gespalten von Rot und Silber, unten Blau, belegt mit einem goldenen Zinnenturm.“[9]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 225 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 69 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 25 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 465 ha, davon waren 292 ha Ackerfläche und 173 ha Dauergrünfläche.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es im Jahr 2013 1537.[11]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen 3.163.000 Euro im Jahr 2012, davon waren 1.074.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Syrgenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Syrgenstein in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. August 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 446.
  4. Gesetz über die Änderung der Zugehörigkeit von Gemeinden zu Verwaltungsgemeinschaften vom 10. August 1979 (GVBl S. 223)
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770 und 771.
  6. Kommunalwahlen in Bayern am 15. März 2020. Abgerufen am 1. Mai 2021.
  7. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014. Abgerufen am 1. Mai 2021.
  8. https://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Mirjam-Steiner-ist-jetzt-in-Syrgenstein-am-Steuer-id57180756.html
  9. Eintrag zum Wappen von Syrgenstein in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  10. Burgenwelt.org: Schloss Altenberg
  11. http://vg-syrgenstein.de/Syrgenstein_Zahlen_und_Fakten.html