Syrisches Christentum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Syrische Christen)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Syrische Christentum ist der Teil des östlichen Christentums, das im Gebiet des antiken Syrien entstand und auf die aramäische Tradition des Patriarchat Antiochia (westsyrisch) und des Katholikat Seleukia-Ktesiphon (ostsyrisch) zurückgeht. Zu den syrischen Christen (Suryoye) gehören verschiedene Volksgruppen des Vorderen Orients, vor allem Aramäer, Assyrer, Chaldäer und Maroniten. Bibel (Peschitta) und Liturgie sind traditionell in syrischer Sprache in Gebrauch, einer Varietät des zur biblischen Zeit gesprochenen Aramäisch. In dieser Sprache entwickelte das syrische Christentum eine reichhaltige christliche Literatur theologischen und profanen Inhalts.

Zeitweilig das Christlich-Palästinisch-Aramäische bzw. das Syrische benutzten neben dem Griechischen auch die chalcedonensischen Christen der Patriarchate Jerusalem und Antiochien, später weitgehend abgelöst durch das Arabische.

Die wichtigsten kirchlichen Zentren sind Antiochia, Edessa, Damaskus, Beirut und Bagdad.

Stammbaum der syrischen Kirchen

Das syrische Christentum wird generell unterteilt in westsyrisches und ostsyrisches Christentum.

Westsyrisches Christentum[Bearbeiten]

Das westsyrische Christentum geht auf das Patriarchat Antiochia zurück und steht in westsyrischer Tradition (antiochenischer Ritus).

  • Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, versteht sich als Mutter der syrischen Kirchen, war meist auf dem Land vertreten
  • Rum-Orthodoxe Kirche, spaltete sich von der syrisch-orthodoxen Kirche ab, Byzanz-orientiert, war meist in den Städten vertreten
  • Maronitisch-Syrische Kirche von Antiochia (Maroniten), durch die Wahl eines eigenen Patriarchen im 7. Jh. unabhängig geworden, nach dem Mönch Maroun benannt, betrachtet sich als durchgehend mit der römisch-katholischen Kirche verbunden, d.h. nicht uniert, da schon immer in Union mit Rom
  • Syrisch-katholische Kirche, Abspaltung von der syrisch-orthodoxen Kirche im 17. Jh., Union mit der römisch-katholischen Kirche
  • die Syrische Frei-Kirche, „'Ito hirto Suryayto“, die meistens als Mhaymne (entsprechend arabisch muʾmin, „Gläubige“) bekannt sind.

Eine Sonderstellung haben folgende Kirchen aus Indien innerhalb der westsyrischen Kirchen (Thomaschristen)

Ostsyrisches Christentum[Bearbeiten]

Das ostsyrische, nestorianische oder chaldäische Christentum geht auf das Katholikat Seleukia-Ktesiphon zurück und steht in ostsyrischer Tradition (chaldäischer Ritus).

Eine Sonderstellung haben folgende Kirchen in Indien (Thomaschristen)

Weblinks[Bearbeiten]