Systematischer Katalog

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Ein systematischer Katalog (kurz SyK, auch Realkatalog oder Wissenschaftskatalog) ist ein Bibliothekskatalog, der die Publikationen einer Bibliothek nach Wissenschaftsgebieten verzeichnet. Jedes Werk wird einem Themengebiet zugeordnet, unter dem es in den Katalog eingetragen wird.

Im Unterschied zum Schlagwortkatalog gruppiert der systematische Katalog die Katalogisate nicht nach einzelnen, alphabetisch geordneten Schlagwörtern, sondern fasst die Literatur ganzer Wissenschaftsgebiete und deren Unterdisziplinen zusammen. Daraus entstehende Nachteile sind, dass der Benutzer die zugrundeliegende Systematik erlernen muss und dass sich bei jeder Veränderung der Wissenschaftssystematik auch der Katalog ändern muss. Als Hilfsmittel des systematischen Kataloges werden Systematikübersichten und alphabetische Schlagwortregister verwendet.[1]

Oft, aber nicht immer, waren systematische Kataloge gleichzeitig Standortkataloge. Je nachdem spricht man von standortgebundenen systematischen Katalogen und standortfreien systematischen Katalogen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten systematischen Bibliothekskataloge waren die der mittelalterlichen Bibliotheken, die Inventare oder Standortverzeichnisse. Diese verzeichneten die Bücher in der Reihenfolge ihrer sachlichen, nach Wissenschaften geordneten Aufstellung. Im 18. Jahrhundert setzte sich der systematische Katalog weiterhin durch. Ein bedeutendes Beispiel dieser Zeit ist der 1738 begonnene Realkatalog der SUB Göttingen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Dietmar Strauch, Margarete Rehm: Lexikon Buch, Bibliothek, neue Medien. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Saur, München 2007, S. 412.