Systemische Therapie

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Dieser Artikel beschreibt die Systemische Therapie als eine Richtung innerhalb der Psychotherapie; zur systemischen Therapie in der somatischen Medizin siehe Systemische Therapie (somatische Medizin).

Systemische Therapie (auch: Systemische Familientherapie) ist ein psychotherapeutisches Verfahren, dessen Schwerpunkt auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen, insbesondere auf Interaktionen zwischen Mitgliedern der Familie und deren sozialer Umwelt liegt.[1][2] In Abgrenzung zur Psychoanalyse betonen Vertreter dieser Therapierichtung die Bedeutung impliziter Normen des Zusammenlebens für das Zustandekommen und die Überwindung psychischer Störungen (Familienregeln).[3] Allerdings berücksichtigen auch andere Therapieformen wie zum Beispiel die Kognitive Kurzzeittherapie den 'systemischen' Aspekt.[4] Die Systemische Therapie unterscheidet sich nach Angaben deren Vertreter dadurch, dass weitere Mitglieder des für den Patienten relevanten sozialen Umfeldes in die Behandlung mit einbezogen werden.[5] Seit Ende 2008 wird in Deutschland die Systemische Therapie als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren anerkannt.

Theoriegeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familientherapeutisches Denken entwickelte sich ab 1950 durch Nathan Ackerman.[6][7] Ackerman begann, wenn eine Störung bei einem Kind vorlag, die gesamte Familie einzubeziehen.[8] Als Schüler von Ackerman entwickelte Salvador Minuchin die strukturelle Familientherapie. In der strukturellen Familientherapie erhält die Unterscheidung familiärer Subsysteme (wie Eltern-, Kind-Systeme) hohen Stellenwert. Als Schüler von Minuchin mitentwickelte Jay Haley die strategische Familientherapie. Jay Haley beschrieb mit dem perversen Dreieck[9] eine in Familien häufig grundlegend dysfunktionale (Kommunikations-)Struktur, was als (dysfunktionale) Triade in die Familientherapie Einzug fand und noch heute als relevantes Störungsmuster Beachtung findet.

In den 1950ern arbeitete Virginia Satir bereits mit Familienskulpturen. 1956 wurde in einem Forschungsbericht die wissenschaftsgeschichtlich prominente „Doppelbindungstheorie“ (engl. „double–bind“) veröffentlicht. Eine wichtige Voraussetzung dieser Entwicklungen waren die Vorarbeiten zum Themenkomplex Kybernetik durch Norbert Wiener. Auf dieser Basis entwickelte sich dann das neue Konzept der Familientherapie. Der problemlösende Ansatz der systemischen Therapie wurde in den fünfziger Jahren am Mental Research Institute (MRI) in Palo Alto (Kalifornien) von Don D. Jackson, Gregory Bateson, John Weakland und Richard Fisch entwickelt. Es entstand die Palo-Alto-Gruppe, aus der viele wichtige Familientherapeuten inspiriert wurden.

Die systemische Familientherapie entstand mit Mara Selvini Palazzoli und ihrer Mailänder Gruppe[10] ab 1971. 1973 veröffentlichte Iván Böszörményi-Nagy seine Invisible loyalties. Reciprocity in intergenerational family therapy[11], was als frühes Grundlagenwerk der Familientherapie gilt. Iván Böszörményi-Nagy gilt als wesentlich für die Mehrgenerationen-Perspektive.[12] Von ihm stammen die Begrifflichkeiten Loyalität, Parentifizierung, Ausgleich (der Beziehungskonten bzw. Gerechtigkeit) und Ordnung in familientherapeutischen Kontexten.[13]

Die anfängliche Gleichsetzung von Familie und System war zwar prägend in der Gründungsphase der Systemischen Therapie,[14] rückte aber ab den 1980ern in den Hintergrund (konstruktivistische Wende)[15]. Im Laufe der Zeit haben sich methodisches Vorgehen und zugrundeliegende Prämissen differenziert, so dass sich heute mehrere Schulen voneinander abgrenzen: strukturelle und strategische Familientherapie, aber auch Familientherapie mit mehreren Generationen (Mailänder Modell und Heidelberger Schule), narrative Ansätze (nach Michael White oder Harold A. Goolishian), Familienskulpturen nach Virginia Satir, die lösungsorientierten Ansätze der Schule von Milwaukee.

Gegenwärtig orientiert sich die Systemische Therapie an drei übergeordneten Theoriesträngen:[16]

Das Mailänder Modell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen wesentlichen theoriegeschichtlichen, aber auch praktischen Ansatz in der (systemischen) Familientherapie stellt das Mailänder Modell der Gruppe um Mara Selvini Palazzoli, Luigi Boscolo, Gianfranco Cecchin und Giuliana Prata dar. Sie wurden kontinuierlich unterstützt von Paul Watzlawick, der regelmäßig nach Mailand reiste und die Ergebnisse des dortigen Zentrums für Familientherapie mit den Therapeuten und Therapeutinnen diskutierte. Die Mailänder Gruppe erzielte in kurzer Zeit Erfolge bei schizophrenen Familienmitgliedern und bei Essstörungen.

Eine prägende Methodik und Vorläufer des reflektierenden Teams war die Zwei-Kammer-Methode, bei der Therapeut und Klienten in einem Raum saßen und räumlich getrennt von den Co-Therapeuten beobachtet wurden. Diese verfolgen die Therapie durch Einwegscheibe oder Videoübertragung. Behandelnde und beobachtende Therapeuten besprechen das Konzept der Therapiesitzung (Hypothesendiskussion). Das Gespräch führt der eigentliche Therapeut. Gegebenenfalls halten Therapeut und Co-Therapeut(en) während kurzer Unterbrechungen Rücksprache. Nach Ende des Gesprächs berät sich das Therapeutenteam, um eine optimale Abschlussintervention (z. B. eine Hausaufgabe oder eine Symptomdeutung) zu finden, die den Klienten direkt im Anschluss mitgeteilt wird. Sinn dieser Intervention ist, das System (aus Familienmitgliedern und wichtigen anderen Personen) in ihren Interaktionsmustern zu verstören und sekundär die beklagte Symptomatik zu verändern.

Reflecting Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom norwegischen Sozialpsychiater Tom Andersen wurde das therapeutische Setting um das so genannte Reflecting Team erweitert. Dabei tauschen (in der Regel) am Ende einer Therapiesitzung Therapeut und Klient(en) mit dem Co-Therapeuten-Team die Plätze. Therapeut und Klient(en) beobachten nun, wie das Co-Therapeuten-Team das bisherige Geschehen aus ihrer Sicht in einer hilfreichen und unterstützenden Art und Weise reflektiert. Der erhöhte Aufwand (mehrere Therapeuten) bringt eine höhere Vielfalt der Perspektiven, vermindere Therapiefehler und Einseitigkeiten und werde mit hoher Effektivität belohnt.

Virginia Satir[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Virginia Satir gilt als Mutter der systemischen Therapie. Sie hat das systemische Repertoire und die Methodik erweitert und weiterentwickelt – durch Familienskulptur, Familienrekonstruktion, Parts Party. Dadurch können biographische Muster und transgenerationale Problemstellungen entdeckt und bearbeitet werden, bzw. im dritten Fall eigene Persönlichkeitsanteile sichtbar gemacht und integriert werden. Satirs Arbeit gilt als Vorläuferin der systemischen Aufstellungsarbeit. Die Amerikanerin Virginia Satir gab viele Seminare in Europa und beeinflusste nicht nur die systemische Gemeinde, sondern auch die Einführung des Neuro-Linguistischen Programmierens.

Heidelberger Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Psychoanalytiker und Pionier der Familientherapie[19] Helm Stierlin war von 1974 bis 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie der Universität Heidelberg. Um ihn sammelte sich ein Kreis junger und engagierter Therapeuten, die Heidelberger Schule, und propagierte den narrativen Ansatz, Mehrgenerationenperspektive, Genogramm und Paartherapie. Zu Stierlins Mitarbeitern zählten Arnold Retzer, Gunther Schmidt, Fritz B. Simon und Gunthard Weber.

Narrativer Ansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beeinflusst von Michel Foucault (1980) wird der in der Systemischen Therapie häufig vorherrschende narrative Ansatz auf Michael White (1990) und David Epston (1992) zurückgeführt.[20] Dabei handelt es sich um ein poststrukturalistisches Postulat, dass individuale sowie gesellschaftliche Phänomene aus sprachlichen Überlieferungen und anschließenden Manifestationen von Wirklichkeitskonstruktionen resultieren. Die Identität des Individuums wird demnach als narrativ gebildet und insofern als de- bzw. rekonstruierbar verstanden.[21]

Therapeutischer Dialog und Autonomie des Klienten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Leitfiguren des narrativen Ansatzes gelten außerdem Harold A. Goolishian und Harlene Anderson (1988), die den therapeutischen Dialog sowie die Autonomie des Klienten in der Systemischen Therapie begründeten.[22]

Aufstellungsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Familienaufstellung nach Hellinger von der Systemischen Therapie als „zu phänomenologisch“ und „zu direktiv“ abgelehnt wird,[23] werden Systemaufstellungen, wenn diese dem narrativ-konstruktivistischen Ansatz entsprechen, heute in der Systemischen Therapie im deutschen Sprachraum hauptsächlich nach Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd durchgeführt.

Schule von Milwaukee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insoo Kim Berg und Steve de Shazer konzipierten in Milwaukee die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie. Philosophisch beeinflusst vom österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein geht dieser Ansatz davon aus, dass Problem und Lösung zwei verschiedenen Welten angehören. Die Problemstellung tritt in den Hintergrund, ebenso die Familie als System (mit den Familienmitgliedern als Entitäten). Von Milton H. Erickson inspiriert versteht Steve de Shazer das gesamte „Therapiegeschehen“ als Prozess der Entwicklung und Loslösung vom jeweiligen Problem. Wichtige Instrumente der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie sind eine Problemskalierung (zwischen 1 und 10 nach Belastungsgrad) und der Interventionsablauf, der als Wunderfrage bezeichnet wird („Wenn über Nacht ein Wunder geschehen würde, dein Problem über Nacht verschwunden wäre, woran würdest du es [nach dem Erwachen] merken?“).

Vorgehensweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als wichtigster Startpunkt einer Systemischen Therapie hat sich eine möglichst präzise Auftragsklärung im Verhältnis von Therapeut und Klient/Kunde (die Bezeichnung Patient wird überwiegend abgelehnt) herausgebildet. Sind Ziele konkretisiert und für Klienten/Kunden und Therapeuten akzeptabel, kann die eigentliche Therapie beginnen. Sollte sich eine Therapie über mehrere Sitzungen erstrecken, empfiehlt sich eine gelegentliche neue Auftragsklärung, da sich Ziele über die Zeit einer Therapie ändern können. Als präferierte Form werden wenige Termine pro Therapie mit wenn möglich größeren zeitlichen Abständen zwischen den einzelnen Sitzungen gesehen, in denen die Klienten/Kunden eventuelle neue Erkenntnisse aus den Sitzungen in ihrer eigenen Lebenspraxis ausprobieren und/oder so genannte Hausaufgaben erledigen können. Insofern zeichnet sich die systemtherapeutische Vorgehensweise durch Sparsamkeit aus, die den Schwerpunkt auf Eigeninitiative des Klienten/Kunden setzt.

Gebräuchliche Techniken, Interventionen und Methoden sind u. A.:

  • Zirkuläre Fragen, die auf den vermuteten Standpunkt Dritter (auch Anwesender) abzielen
  • Skalenfragen, zur Verdeutlichung von Unterschieden und Fortschritten
  • Positives Konnotieren und Herausarbeiten der positiven Aspekte von problematischen Sachverhalten
  • Reframing von Sachverhalten, um Bedeutungs- bzw. Interpretationsveränderungen anzuregen
  • Paradoxe Intervention, i. d. R. Verschreibung des problematischen Verhaltens, um Automatismen zu verändern
  • Metaphernarbeit, Parabeln und Geschichten als Umgehungstechnik für potentielle „Widerstände“
  • Skulptur, Darstellen von Familienbeziehungen als Standbild aus Personen im Raum
  • Soziogramm, die grafische Darstellung der sozialen Beziehungen
  • Reflecting Team
  • Hausaufgaben diverser und individuell angepasster Art zur Erledigung zwischen den Sitzungen

Wissenschaftliche Anerkennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wird seit Ende 2008 die Systemische Therapie als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren anerkannt. Bestätigt wird die Wirksamkeit der Systemischen Therapie in der Behandlung von Erwachsenen bei:[24]

  • affektiven Störungen (F3),
  • Essstörungen (F50),
  • psychischen und sozialen Faktoren bei somatischen Krankheiten (F54),
  • Abhängigkeiten und Missbrauch (F1, F55),
  • Schizophrenie und wahnhaften Störungen (F2).

In der Behandlung von Kindern und Jugendlichen stellte der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie darüber hinaus eine wissenschaftliche Anerkennung für folgende Anwendungsbereiche fest:

  • Affektive Störungen (F30 bis F39) und Belastungsstörungen (F43),
  • Essstörungen (F50) und andere Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen (F5),
  • Verhaltensstörungen (F90 bis F92, F94, F98) mit Beginn in der Kindheit und Jugend sowie Tic-Störungen (F95),
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (F60, F62, F68 bis F69), Störungen der Impulskontrolle (F63), Störungen der Geschlechtsidentität und Sexualstörungen (F64 bis F66), Abhängigkeit und Missbrauch (F1, F55), Schizophrenie und wahnhafte Störungen (F20 – F29).

Die Kammerversammlung der Psychotherapeutenkammer NRW hat in ihrer Sitzung am 23. Mai 2014 eine Änderung der Weiterbildungsordnung beschlossen, welche u. a. angibt, die Systemische Therapie sei „ein gemäß § 11 PsychThG wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren zur Feststellung, Heilung und Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist“.[25]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der konstruktivistischen (narrativen) Wende[26] in der Systemischen Therapie in den 1980ern wurde teilweise bemängelt, „dass die systemische Therapie sich zu sehr sprachlich-konstruktivistisch verstehe und dabei emotionale und biographische Momente vernachlässige.“[27]

In der Systemischen Therapie besteht keine dezidierte Störungslehre, da eine Diagnostik von „Störungen“ oder gar „psychischen Krankheiten“ samt traditionellen Psychopathologie-Konzeptionen größtenteils explizit als inadäquat abgelehnt wird. Dies liegt an der theoretische Nähe zu lösungsfokussierten Ansätzen. Die Systemische Theorie steht damit im Gegensatz zu Grundorientierungen der etablierten psychotherapeutischen Versorgung und dem Selbstverständnis des deutschen Gesundheitssystems, das weitgehend störungsorientiert operiert und theoretisch hauptsächlich behavioristisch oder psychoanalytisch orientiert ist. In der Systemischen Therapie werden soziale oder psychische Auffälligkeiten nicht als „krank“ bzw. pathologisch, sondern als prinzipiell verstehbare Reaktion auf Probleme oder Anforderungen gesehen, die gelegentlich selbst problematisch sein können.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Schweitzer und Gunthard Weber: Beziehung als Metapher. Die Familienskulptur als diagnostische, therapeutische und Ausbildungstechnik. In: Familiendynamik, Heft 2, April 1982, 07. Jahrgang, pp 113-128.
  • Kurt Ludewig: Systemische Therapie, Klett-Cotta, Stuttgart 1992, 1997 4. Auflage, ISBN 3-608-91648-2.
  • Günter Schiepek: Die Grundlagen der Systemischen Therapie, Vandenhoeck & Ruprecht, 1999
  • Jürgen Kriz: Systemtheorie für Psychotherapeuten, Psychologen und Mediziner. Eine Einführung. 3. Auflage, Facultas, Wien, Stuttgart 1999, ISBN 3-8252-2084-2.
  • Klaus Mücke: Probleme sind Lösungen. Systemische Beratung und Psychotherapie – ein pragmatischer Ansatz. 3. Auflage, Potsdam, 2003, ISBN 978-3-9806094-4-9.
  • Kirstin von Sydow, Stefan Beher, Rüdiger Retzlaff: Die Wirksamkeit der Systemischen Therapie/Familientherapie. Hogrefe-Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3-8017-2037-3.
  • Rudolf Klein, Andreas Kannicht: Einführung in die Praxis der systemischen Therapie und Beratung. Erste Auflage, Carl-Auer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-89670-571-6.
  • Arist von Schlippe, Jochen Schweitzer: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I.Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-40185-9.
  • Arist von Schlippe, Jochen Schweitzer: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung II. Vandenhoeck & Ruprecht, 4. Auflage 2012. ISBN 978-3-525-46256-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Ulrich Wittchen und Jürgen Hoyer (Hrsg.): Klinische Psychologie & Psychotherapie, 2. Auflage, Berlin und Heidelberg 2011, S. 462.
  2. Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie, 14. Dezember 2008: Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Systemischen Therapie (PDF), S. 1.
  3. Christian Reimer, Jochen Eckert, Martin Hautzinger, Eberhard Wilke: Psychotherapie, 3. Auflage, Heidelberg 2007, S. 293.
  4. Luc Isebaert, Kurzzeittherapie, Stuttgart 2005, S. 21.
  5. Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie, 14. Dezember 2008: Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Systemischen Therapie (PDF), S. 2.
  6. Alan S. Gurman, David P. Kniskern: Handbook Of Family Therapy. New York 1991, p. 23.
  7. Ackerman, Sobel (1950): Family diagnosis. An approach to the preschool child.
  8. Personenlexikon der Psychotherapie (Hg. Stumm, Pritz, Gumhalter, Nemeskeri, Voracek). Wien und New York 2005, S. 3.
  9. Jay Haley: The perverse triangle. In: J. Zuk & I. Nagy (Eds.), Family therapy and disturbed families. Palo Alto 1967, CA, Science and Behavior Books.
  10. A. Schindler, U.J. Küstner, P.-M. Sack, R. Thomasius: Systemische Therapie. In: Familie und Sucht. Grundlagen, Therapiepraxis, Prävention. (Hg. Thomasius, Küstner). Stuttgart 2005, S. 156.
  11. Deutsch: Unsichtbare Bindungen, Die Dynamik familiärer Systeme.
  12. Eric Lippmann: Drogenabhängigkeit. Familientherapie und Prävention. Berlin und Heidelberg 1990, S. 94.
  13. G. Reich: Mehrgenerationen-Familientherapie. In: Paar- und Familientherapie (Hg. Wirsching, Scheib). Berlin und Heidelberg 2002, S. 252.
  14. Wörterbuch der Psychotherapie (Hg. Gerhard Stumm, Alfred Pritz). Wien und New York 2009, S. 195: „In Folge dieser konstruktivistischen Wende wird der Begriff Familientherapie zunehmend durch Systemische Therapie abgelöst [...].“
  15. Arist von Schlippe, Jochen Schweitzer: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I. Das Grundlagenwissen. Göttingen 2016, S. 95.
  16. Arist von Schlippe, Jochen Schweitzer: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I. Das Grundlagenwissen. Göttingen 2016, S. 95.
  17. Selbstorganisation in sozialen Systemen funktioniert häufig nicht, wenn soziale Hierarchien zu flach verlaufen (siehe auch Politisierungsdilemma) – vgl. Stefan Kühl, 2001: Zentralisierung durch Dezentralisierung. Paradoxe Effekte bei Führungsgruppen (PDF). In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 53, Heft 3, 2001, S. 485 f. Die Systemiker unterliegen diesbezüglich einem blinden Fleck – vgl. Stefan Kühl, 2009: Die blinden Flecken der systemischen Beratung (PDF)
  18. Arist von Schlippe spielt in seinen Angaben (S. 95) auf die Politische Korrektheit („Genderkorrektheit“) dieses Ansatzes innerhalb der systemischen Therapie an: „Eher ‚quer‘ zu den beiden Richtungen, weil zwar mit den konstruktivistischen Vorannahmen der systemischen Therapie verbunden aber nicht auf den Systembegriff bezogen, ist die narrative Theorie zu nennen [...].“
  19. Stumm, Pritz: Personenlexikon der Psychotherapie, Wien, New York 2005, 458
  20. Fritz B. Simon, Ulrich Clement, Helm Stierlin: Die Sprache der Familientherapie. Ein Vokabular. Stuttgart 2004, S. 232.
  21. Arist von Schlippe, Jochen Schweitzer: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I. Das Grundlagenwissen. Göttingen 2016, S. 123: „Der soziale Konstruktionismus ist, wie gesagt, eng verbunden mit dem narrativen Ansatz. Der narrative Ansatz geht nicht vom Systembegriff aus, doch sind seine Aussagen mit systemischen Konzeptionen durchaus kompatibel. In sozialen Systemen haben wir es mit der ‚Allgegenwart von Erzählungen‘ zu tun, die das Zusammenleben in einer Kultur prägt, mit einem Strom kontinuierlicher, sich selbst organisierender Bedeutungserzeugung. Eine Person ist von ihrer sozialen Welt nicht unabhängig konzipierbar, sondern nur aus der Welt der Bedeutungen heraus verstehbar, in die sie wie alle Menschen unweigerlich eingebunden ist [...] Über die Kanonisierung einer Erzählung [...] entsteht Identität. Therapeutische Veränderung bedeutet damit immer auch eine Veränderung der Selbsterzählung.“
  22. E. Steiner, A. Brandl-Nebehay, I. Reiter: Die Geschichte von der Familientherapie zur systemischen Perspektive. In: Paar- und Familientherapie (Hg. Wirsching, Scheib). Berlin und Heidelberg 2002, S. 15.
  23. Vgl. Ulrich Pfeifer-Schaupp: Systemische und personzentrierte Ansätze. Perspektiven der Begegnung (PDF), S. 4: „Der Begründer Bert Hellinger nennt seinen Ansatz ‚systemisch-phänomenologisch‘ (Hellinger, 1994). [...] Dieser Ansatz wird von anderen Systemikern und Systemikerinnen z. T. als ‚nicht systemisch‘ bezeichnet und wegen der manchmal dogmatisch wirkenden Haltung seines Gründers und etlicher seiner Vertreter und Vertreterinnen scharf kritisiert.“
  24. Bundespsychotherapeutenkammer, 24. April 2013: Systemische Therapie als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung
  25. Abschnitt B Ziffer II Nummer 1 Weiterbildungsordnung der Psychotherapeutenkammer NRW, Ministerialblatt (MBl. NRW.) Ausgabe 2014 Nr. 25 vom 5. September 2014 Seite 485 bis 510
  26. Wörterbuch der Psychotherapie (Hg. Gerhard Stumm, Alfred Pritz). Wien und New York 2009, S. 195: „In Folge dieser konstruktivistischen Wende wird der Begriff Familientherapie zunehmend durch Systemische Therapie abgelöst, da Familiensitzungen nur eines der möglichen Settings systemischer Theapie sind.“
  27. Kurt Ludewig: Leitmotive systemischer Therapie. Stuttgart 2002, S. 127 f.