Széchenyi-Preis

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Der Széchenyi-Preis (ungarisch Széchenyi-díj) ist die höchste staatliche Auszeichnung in Ungarn für die Bereiche Wissenschaft und Forschung. Er ist nach dem ungarischen Staatsreformer István Széchenyi (1791–1860) benannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1948 wurde jährlich der Kossuth-Preis (ungarisch Kossuth-díj) als höchste staatliche Auszeichnung für die Bereiche Wissenschaft, Literatur und Kultur verliehen. Ab 1963 wurde dann der Bereich Wissenschaft aus dem Kossuth-Preis ausgegliedert und der Staatspreis der Ungarischen Volksrepublik (ungarisch Magyar Népköztársaság Állami Díja) für diesen Bereich geschaffen, der bis 1990 verliehen wurde. Am 25. Januar 1990 entschied das ungarische Parlament, dass an Stelle des ehemaligen Staatspreises der Széchenyi-Preis verliehen werden solle.

Verleihung und Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Széchenyi-Preis wird vorwiegend an Einzelpersonen vergeben, kann aber auch an Gruppen und auch posthum vergeben werden. Verliehen wird der Preis vom Präsidenten der Republik Ungarn am ungarischen Nationalfeiertag, dem 15. März, in einer Zeremonie zusammen mit dem Kossuth-Preis im Parlamentsgebäude in Budapest.

Der Széchenyi-Preis kann auch als Großer Széchenyi-Preis (ungarisch Széchenyi-nagydíj) für besondere Verdienste an Einzelpersonen verliehen werden. Bisher wurde der Große Széchenyi-Preis fünf Mal vergeben: 1995 an den Historiker und damaligen Präsidenten der Ungarischen Akademie der Wissenschaften Domokos Kosáry, 2008 an den Mathematiker László Lovász, 2011 an den Nobelpreisträger für Chemie György Oláh, 2012 an den Mediziner Szilveszter Vizi und 2014 an den Historiker John Lukacs.

Das erste Mal wurde der Preis am 15. März 1990 verliehen, wobei sieben Einzelpersonen und zwei Gruppenarbeiten ausgezeichnet wurden und der Preis posthum an zwölf Personen verliehen wurde. Die letzte Verleihung fand im Jahr 2017 statt, bei der 13 Einzelpersonen und eine Gruppenleistung mit dem Preis geehrt wurden.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kossuth-díjat kapott Nagy-Kálózy Eszter és Frenreisz Károly is. Az Országházban Áder János köztársasági elnök átadta a Kossuth- és Széchenyi-díjakat. In: Index.hu. 15. März 2017, abgerufen am 9. April 2017 (ungarisch).