Szamotuły

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Szamotuły
Wappen von Szamotuły
Szamotuły (Polen)
Szamotuły
Szamotuły
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Szamotuły
Fläche: 10,11 km²
Geographische Lage: 52° 36′ N, 16° 35′ OKoordinaten: 52° 36′ 0″ N, 16° 35′ 0″ O
Einwohner: 18.961
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 64-501
Telefonvorwahl: (+48) 61
Kfz-Kennzeichen: PSZ
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Posen–Stettin
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 175,00 km²
Einwohner: 29.650
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3024073
Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Włodzimierz Kaczmarek
Adresse: ul. Dworcowa 26
64-500 Szamotuły
Webpräsenz: www.szamotuly.pl



Szamotuły [ʃamɔ'tuwɨ] (deutsch Samter) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Großpolen in Polen. Sie hat 18.700 Einwohner und ist Kreissitz des Powiat Szamotulski. Die Stadt befindet sich 32 km nordwestlich von Posen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samter nordwestlich der Stadt Posen und südlich der Stadt Czarnikau auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).

Die erste bekannte Siedlung an der Stelle von Szamotuły existierte bereits im 11. Jahrhundert. Im 13. Jahrhundert wird die Ortschaft als Haus der Szamatułski erwähnt.[2] Sie wurde im Jahr 1306 zerstört und später unter dem Namen Nowe Szamotuły wieder aufgebaut. Am Ende des 14. Jahrhunderts hieß ihr Besitzer Swiboda.[2] Im Jahr 1420 erhielt sie die Stadtrechte.

Im Jahre 1793 kam die Stadt zum Königreich Preußen. Von 1815 bis 1918 war sie in der Provinz Posen Sitz des deutschen Kreises Samter. Nach dem Ersten Weltkrieg musste sie aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags an die Zweite Polnische Republik abgetreten werden.

1939 wurde die Stadt von der deutschen Wehrmacht besetzt und anschließend wieder dem Deutschen Reich einverleibt. Nach dem Einmarsch der Roten Armee im Frühjahr 1945 wurde die Stadt der Verwaltung der Volksrepublik Polen übergeben. Soweit die deutschen Bewohner nicht vor Kriegsende geflohen waren, wurden sie in der Folgezeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1800: 979, zur Hälfte Deutsche, ein Drittel (326) Juden, der Rest Polen[2]
  • 1837: 2.383[2]
  • 1861: 3.864[2]
  • 1875: 4.316[3]
  • 1880: 4.414[3]
  • 1890: 4.292, davon 1.124 Evangelische, 2.453 Katholiken, 710 Juden und fünf Sonstige[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Kirche Matki Bożej Pocieszenia i św. Stanisława Biskupa, die in den Jahren 1423 bis 1430 im Stil der Gotik gebaut wurde. Die Gebäude des früheren Klosters św. Krzyża im Stil des Barock wurden in den Jahren 1675 bis 1682 gebaut. Unbedingt erwähnenswert ist auch das wiederaufgebaute Schlosskomplex mit dem berühmten "Turm der Schwarzen Dame". Außerdem befinden sich in der Altstadt mehrere gut erhaltene Bürgerhäuser.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gmina Szamotuły[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde Szamotuły besteht aus folgenden Ortschaften:

Name deutscher Name
(1815–1918)
deutscher Name
(1939–45)
Baborówko Baborowko Hartschütz
Baborowo Baborowo Barkendorf
Brodziszewo Brodziszewo
1906–18 Sachsenhof
Sachsenhof
Czyściec Vorwerk Czysciec  ?
Emilianowo Vorwerk Emilianowo  ?
Gałowo Gut Galowo Dornbusch
Gałowo-Majątek Galowo Abbau
1906–18 Galowo
Dornbusch Abbau
Gąsawy Gonsawy
1906–18 Ilsenau
Ilsenau
Grabowiec Grabowiec  ?
Jastrowo Jastrowo Schwedenberg
Jastrowo-Majątek Vorwerk Jastrowo  ?
Kamionka Kamionka  ?
Kąsinowo Konsinowo Kosenfeld
Kępa Kempa Kempa
Koźle Kuzle Kuschel
Krzeszkowice Krzeszkowice Bauernhau
Lipnica Gut Lipnica Gut Lipnitz
Lipnickie Huby Lipnica Lipnitz
Ludwikowo Vorwerk Louisenhof  ?
Lulinek Lulinko Lulendorf
Mutowo Vorwerk Mutowo  ?
Myszkowo Myszkowo (zu Freital)
Nowy Folwark Neuvorwerk Neuvorwerk
Ostrolesie Ostrolesie  ?
Otorowo Ottorowo 1939–43 Ottoswalde
1943–45 Otterwalde
Pamiątkowo Pamiontkowo 1939–43 Feldheim
1943–45 Pamen
Piaskowo Vorwerk Piaskowo
1906–18 Sandhofen
Sandhofen
Piotrkówko Peterkowko
1906–18 Lindenhöhe
Lindenhöhe
Poświętne Poswientno  ?
Przecław Przeclaw
1906–18 Prinzenau
Prinzenau
Przecławek Vorwerk Przeclawek Prinzenfelde
Przyborówko Gut Przyborowko Gut Freital
Przyborowo Przyborowo
1887–1918 Freithal
Freital
Śmiłowo Smilowo Stoppelhang
Szamotuły Samter Samter
Szczuczyn Szczuczyn Scheunenort
Twardowo Twardowo  ?
Wincentowo Vincentowo  ?
Witoldzin Witoldzin  ?
Żalewo Vorwerk Zalewo  ?

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Szamotuły hat seit dem Jahr 2000 vier Partnerstädte in Europa:

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 430–431.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Szamotuły – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 28. November 2014.
  2. a b c d e Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 430–431.
  3. a b c http://www.verwaltungsgeschichte.de/pos_samter.html