Szekszárd

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Szekszárd
Wappen von Szekszárd
Szekszárd (Ungarn)
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Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Südtransdanubien
Komitat: Tolna
Kleingebiet bis 31.12.2012: Szekszárd
Koordinaten: 46° 21′ N, 18° 42′ OKoordinaten: 46° 21′ 21″ N, 18° 42′ 14″ O
Fläche: 96,28 km²
Einwohner: 33.720 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 350 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 74
Postleitzahl: 7100
KSH kódja: 22761
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Rezső Ács (Fidesz-KDNP)
Postanschrift: Béla király tér 8
7100 Szekszárd
Webpräsenz:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)
Das Komitat Tolna mit seiner Hauptstadt Szekszárd

Szekszárd [ˈsɛksaːrd] (deutsch Sechshard oder Sechsard) ist eine Stadt in Südungarn mit knapp 34.000 Einwohnern (Stand 2011). Sie ist das Verwaltungszentrum des Komitats Tolna, liegt aber an dessen Rand.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

König Béla I. gründete hier eine Abtei, an deren Ruinen bis heute am ehemaligen Komitatshauses der klassizistische Stil auffällt. Die katholische Kirche im Zopfstil (1805) ist eine der größten einschiffigen Sakralbauten von Mitteleuropa. Die barocke Dreifaltigkeitssäule erinnert an die Pestepidemie von 1738 bis 1740.

Nach Szekszárd hat ein über die Grenzen hinaus bekanntes Weinbaugebiet seinen Namen, das von sieben Hügeln umschlossen wird. Aufgrund archäologischer Funde geht man davon aus, dass hier bereits vor 2000 Jahren am Beginn der Römerzeit eine Weinkultur blühte. Damals könnte an diesem Platz ein Kastell gegründet worden sein. Die typische Rebe für diese Region ist die Kadarka-Rebe, die aus Dalmatien stammt. Bekannt ist vor allem der Rotwein des Szekszárdi bikavér (Szekszárder Stierblut), der aus drei für diese Region typischen Rebsorten, darunter auch der Kadarka-Rebe, gekeltert wird.

Zwischen dem Bach Séd und den mit Weingärten kultivierten Hügeln steht die Einsiedler-Kapelle, die eine alte Wallfahrtsstätte darstellt. Jenseits des Baches steht das Geburtshaus der größten Sohnes der Stadt, des Dichters Mihály Babits. Im Augusz-Haus, wo Franz Liszt oft Gast war, wurde eine Musikschule eingerichtet und nach dem Komponisten benannt.

Der Gemencer Wald, der sich im Überschwemmungsgebiet der Donau ausbreitet, ist eines der wichtigsten Naturdenkmäler von Ungarn. Der Wald ist zwar ein wichtiger Jagdgrund des Landes, wurde aber 1996 dem Nationalpark Donau-Drau eingegliedert. Er ist von dem zu Szekszárd gehörenden Touristenzentrum Gemenc zu Fuß zu erreichen, aber auch mit einer Schmalspurbahn, mit Reitpferd, mit eigenem Pferdewagen und auch mit dem Motorboot. Im Museum für Trophäen ist derzeit eine Ausstellung über "Das Leben im Flutgebiet" zu sehen, die sich mit der Natur des Gemencer Waldes befasst.

Die Synagoge im Stil des Historismus wurde 1897 errichtet.

Museen und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Szekszárd existiert ein Lebkuchenmuseum.[1]

Im Mór-Wosinsky-Museum findet man archäologische Funde.

Babits Mihálys Gedenkhaus

Das Museum im Geburtshaus des Dichters Mihály Babits (1883–1941) in der Babics Mihály utca 13 zeigt Exponate zum Leben und Schaffen des Dichters und vom Alltag einer Mittelschichtfamilie im ländlichen Ungarn des 19. Jahrhunderts.

Im obersten Stockwerk des Komitatsrathauses befindet sich eine Franz-Liszt-Ausstellung, da dieser oft in Szekszárd weilte.[2]

Durch Szekszárd verläuft der europäische Fernwanderweg E7 und es beginnen bzw. enden die beiden Fernwanderwege „Rockenbauer Pál Dél-dunántúli Kéktúra“ und „Alföldi Kéktúra“.

Größere Orte der Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftaufnahme des Stadtzentrums Szekszárd

Söhne der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • János Garay (1812–1853), ungarischer Dichter
  • Mihály Babits (1883–1941), ungarischer Dichter und Schriftsteller
  • Erik Bánki (* 1970), ungarischer Politiker
  • Attila Fiola (* 1990), ungarischer Fußballspieler
  • Gyula Pap (* 1991), ungarischer Schachmeister

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Szekszárd ist angebunden an die Bahnstrecke von Sárbogárd nach Bátaszék.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Szekszárd – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mézeskalács Múzeum - a látnivaló. In: mezeskalacs.hu. Abgerufen am 8. Dezember 2015.
  2. Zauberhaftes Ungarn, Szekszárd. In: zauberhaftes-ungarn.de. 26. Oktober 2015, abgerufen am 8. Dezember 2015.