Szene Hamburg

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SZENE HAMBURG
Szene-Hamburg-Logo.svg
Beschreibung Hamburger Stadtmagazin
Verlag VKM Verlagskontor für Medieninhalte
Erstausgabe November 1973
Erscheinungsweise monatlich
Verbreitete Auflage 14455 Exemplare
Chefredakteur Hedda Bültmann
Weblink www.szene-hamburg.com

Szene Hamburg ist ein in Hamburg erscheinendes Stadtmagazin, als Gründer gilt Klaus Heidorn. Die erste Ausgabe erschien 1973; damit ist es nach der Berliner Zeitschrift tip das älteste Stadtmagazin Deutschlands.

Inhaltliche Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Magazin enthält neben Beiträgen und Reportagen zu politischen, gesellschaftlichen und stadtspezifischen Themen, Service-Teilen, Restaurantkritiken und Nachrichten aus der Stadt eine umfangreiche Berichterstattung über das Hamburger Kulturleben sowie einen Programmteil und Kleinanzeigen. Einmal jährlich kommen außerdem der Restaurantführer Szene Hamburg Essen + Trinken sowie der Kultur- und Shopping-Guide Hamburg kauft ein heraus, zweimal pro Jahr zu Semesterbeginn das Uni-Extra.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finanziell stand die Szene Hamburg, wie fast alle Stadtmagazine der 1970er und 80er Jahre in Deutschland, von Anfang an unter ständigem finanziellem Druck. Insbesondere die Gratisanzeigenblätter wie Prinz, machten es den kleinen alternativen Verlagen schwer sich auf dem Markt zu behaupten. Kurz vor dem Selbstmord des Gründers Heidorn im Jahr 2000 verkaufte er den Verlag noch an die SPD-eigene Verlagsgesellschaft DDVG.[1] 2004 wurden die Anteile eilig verkauft, nachdem für die Verlagsgesellschaft das Magazin zur „Skandalfirma“ mutierte. Hintergrund dieser Einschätzung war, dass über Jahre hinweg die Auflagezahlen geschönt waren, so dass finanziell ein Verlustgeschäft drohte. Eine Consulting-Firma übernahm die Geschäftsführung bis der Verleger Gerhard Fiedler die gesamten Anteile des Verlages übernahm. Es folgt ein rigider Sparplan, der vor allem im Bereich der Personalkosten drastische Einsparungen vorsah.[2] Inzwischen erscheint die Szene Hamburg monatlich im VKM Verlagskontor für Medieninhalte.

Ende Februar 2015 musste der Verlag Insolvenz anmelden. Als Grund hierfür wurden u. a. die sinkenden Werbeeinnahmen, aber auch der damit einhergehende Rückgang der Auflage genannt. während Anfang der 2000er Jahre noch monatlich ca. 40.000 Magazine gedruckt wurden, waren es im vierten Quartal 2014 nur noch rund 17.000 Exemplare. Ziel der Insolvenz war die Fortführung der Geschäfte unter einem finanziell geschützten Dach, ähnlich anderer Insolvenzen im Medienbereich – z. B. die des Weltbild Verlages oder der Münchner Abendzeitung.[3][4]

Im April 2015 wurde das Fortbestehen des Stadtmagazins gesichert, nachdem einige Hamburger die Namensrechte erwarben und dem Verlag eine Finanzspritze gaben. Unter den Investoren befindet sich auch eine ortsansässige Baufirma.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. san: Klaus Heidorn (51): Er musste seine Zeitung verkaufen/ in seiner kleinen Wohnung nahm er den Giftcocktail. In: Mopo vom 15. Mai 2000, online abgerufen am 15. Dezember 2018 | 13:16 Uhr – online abrufbar
  2. Christoph Twickel: Ach, die „Szene“. In: Zeit Online, online abgerufen am 17. Dezember 2018 | 13:04 Uhr – online abrufbar
  3. Alexander Josefowicz: Droht dem Stadtmagazin „Szene Hamburg“ das Aus? In: Hamburger Abendblatt vom 3. März 2015, online abgerufen am 17. Dezember 2018 | 12:46 Uhr – online abrufbar
  4. Meedia: Stadtmagazin Szene Hamburg ist insolvent – wird aber wohl weitergeführt. Online abgerufen am 17. Dezember 2018 | 13:09 Uhr – online abrufbar
  5. Christoph Twickel: Ach, die „Szene“. In: Zeit Online, online abgerufen am 17. Dezember 2018 | 13:04 Uhr – online abrufbar