Apothekerbriefchen

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Das Apothekerbriefchen, oder Pulverbriefchen ist eine Verpackung für kleine Mengen von Schüttgut. Das Erlernen seiner Herstellung gehörte traditionell zur Ausbildung von Apothekern.[1]

Die aus einem gefalteten Blatt Papier gefertigte, einfache Verpackung eignet sich zur nahezu verlustfreien Aufbewahrung und zum Transport von pulverförmigen Arzneimitteln, oder ähnlicher Stoffe, wie z. B. Juck- oder Niespulver. Es ist auch für geringe Mengen an Saatgut geeignet.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falten eines Apothekerbriefchens

Das Pulver wird in die Mitte eines quadratischen Stücks Papier gebracht und durch Falten in einem Dreieck eingeschlossen. Falten entlang der gestrichelten Linien ergibt die Form eines offenen Briefes, wobei ein Flügel in die Tasche des anderen eingesteckt wird. Das untere Drittel wird anschließend hochgeklappt. Es dient als Einstecktasche für die obere dreieckige Lasche.[2]

Verwendung in der Drogenszene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben transparenten, wiederverschließbaren Plastiktütchen zählt das Apothekerbriefchen zu den szenetypischen Verpackungsmaterialien für Kokain, Speed (Amphetamin) oder Heroin. Der Begriff des szenetypischen Päckchen erlangte durch die Drogenaffäre von Michel Friedman im Jahre 2003 Bekanntheit[3] und entstammt dem Polizeijargon. Umgangssprachlich ist für das Behältnis auch Koksbriefchen üblich, Drogenkonsumenten nennen es Päckchen oder auch Brief bzw. Briefchen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.mathematische-basteleien.de/brief.htm
  2. Faltanleitung bei YouTube, abgerufen am 21. Januar 2017.
  3. Chin Meyer: Das ist ja echt szenetypisch! In: Berliner Kurier. 18. Juni 2003, abgerufen am 21. Januar 2017.