Szubin

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Szubin
POL Szubin COA.svg
Szubin (Polen)
Szubin
Szubin
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Nakło
Fläche: 7,68 km²
Geographische Lage: 53° 1′ N, 17° 45′ OKoordinaten: 53° 1′ 0″ N, 17° 45′ 0″ O
Höhe: 88 m n.p.m.
Einwohner: 9547
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 89-200
Telefonvorwahl: (+48) 52
Kfz-Kennzeichen: CNA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: BydgoszczPosen
Nächster int. Flughafen: Bydgoszcz
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 32 Schulzenämter
Fläche: 332,09 km²
Einwohner: 24.330
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0410053
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Ignacy Pogodziński
Adresse: ul. Kcyńska 12
89-200 Szubin
Webpräsenz: www.szubin.pl



Szubin (deutsch Schubin, 1941–1945 Altburgund) ist eine Kleinstadt im Powiat Nakielski (Kreis Nakel) in Polen. Die Stadt ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde. In der Stadt leben etwa 9300 Menschen, in der Gemeinde etwa 22.800.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa zwanzig Kilometer westlich der Stadt Bromberg (Bydgoszcz). Durch Schubin fließen zwei kleine Flüsse, Gąsawka und die kleinere Biała Struga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schubin südwestlich der Stadt Bromberg auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).
Straßenzug in Schubin
Ruinen der Burg
St.-Martin-Kirche in Schubin

Die erste massiv gebaute katholische Kirche der Stadt soll schon im Jahr 1001 gestiftet worden sein.[2] Im Jahr 1065 wird ein Szubino als Ort der Mogilnoer Kirche erwähnt.[3] Schubin wurde erstmals 1365 erwähnt und erhielt 1458 das Stadtrecht.

Nach der Ersten Polnischen Teilung im Jahre 1772 kam die Stadt zu Preußen. Im Jahre 1780 erfolgte die Gründung einer Neustadt neben der alten Stadt. Mit der Gründung des Herzogtum Warschau wurde Szubin 1807 diesem zugeteilt und fiel 1815 wieder an Preußen.

Von 1818 bis 1920 war die Stadt Sitz des gleichnamigen Kreises Schubin und wurde 1920 nach dem Friedensvertrag von Versailles wieder polnisch. Schubin, wie auch der Kreis (Powiat Szubiński) gehörten von 1920 bis 31. März 1938 zur Woiwodschaft Posen und kamen im Zuge einer Gebietsreform am 1. April 1938 an die damalige Woiwodschaft Großpommerellen.

1939 wurde die Stadt von der deutschen Wehrmacht besetzt; anschließend wurde sie wieder dem Deutschen Reich einverleibt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Schubin im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Danach wurde die Stadt der Verwaltung der Volksrepublik Polen übergeben. Soweit noch deutsche Einwohner der Stadt anwesend waren, wurden diese in der darauf folgenden Zeit vertrieben.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1783: 1.170, davon 936 Polen, 154 Deutsche und 80 Juden.[2]
  • 1816: 1.300, davon 668 Katholiken, 315 Evangelische und 317 Juden[3]
  • 1837: 2.164[3]
  • 1861: 3.302[3]
  • 1875: 3.536[4]
  • 1880: 3.344[4]
  • 1890: 3.047, darunter 955 Evangelische, 1.783 Katholiken und 309 Juden[4]

Gmina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde Szubin gehören die Ortschaften:

polnischer Name deutscher Name (1815–1919 und 1939–1945)
Bielawy Bielawy (1940–1945 Luisenwalde)
Brzózki Birken
Chobielin Chobielin (1940–1945 Falkenberg)
Chomętowo Hedwigshorst
Chraplewo Chraplewo (1940–1945 Maifeld)
Ciężkowo Cienszkowo (1906–1919, 1939–1945 Zinsdorf)
Dąbrówka Słupska Eichenhain
Drogosław Drogoslaw (1940–1945 Waldheim)
Gąbin Gombin (1940–1945 Seewald)
Głęboczek Waltersruh
Godzimierz Friedrichsgrün
Grzeczna Panna Schönmädel
Jeziorowo Seedorf
Kołaczkowo Rensdorf
Koraczewko Koraczewko (1940–1945 Josthof)
Kornelin Kornelino (1940–1945 Seewaldau)
Kowalewo Grünhagen
Królikowo Krolikowo (1906–1919, 1939–1945 Königsrode)
Łachowo Lachowo (1940–1945 Kiehnsfelde)
Małe Rudy Ruden
Mąkoszyn Piardowo (1906–1919, 1939–1945 Welldorf)
Nadkanale Am Kanal
Niedźwiady Bärenbruch
Olek Elsensee
Pińsko Pinsk (1940–1943 Herrenhof, 1943–1945 Herrenwiesen)
Retkowo Retkowo (1940–1945 Malte)
Rynarzewo Rynarschewo (1907–1919, 1939–1945 Netzwalde)
Rzemieniewice Rzemieniewice (1940–1945 Müllersdorf)
Samoklęski Duże Groß Samoklensk (1940–1945 Pollsfelde)
Samoklęski Małe Klein Samoklensk (1905–1919, 1939–1945 Friedberg)
Skórzewo Skorzewo (1906–1919, 1939–1945 Grünheim)
Słonawy Salzdorf
Słupy Slupy (1940–1945 Pfahldorf)
Smarzykowo Lassowinabruch (1940–1945 Schwedenschanze)
Smolniki Blumenthal (1940–1945 Blumental)
Stanisławka Zweidorf
Stary Jarużyn Jaruschin (1940–1945 Ulmenhof)
Szaradowo Szaradowo (1940–1945 Hinterwalden)
Szaradowo - Zalesie stacja kolejowa Salesche Bf. (1940–1945 Kiehnshof-Bahnhof)
Szkocja Schottland
Szubin Schubin (1940–1945 Altburgund)
Szubin-Wieś Schubinsdorf (1940–1945 Altendorf)
Tur Thure
Wąsosz Wonsosz (1906–1919, 1939–1940 Wonsosch, 1940–1943 Preußendorf, 1943–1945 Preußensee)
Wojsławiec Hammermühle
Wolwark Wolwark (1940–1945 Deutsch Neuwelt)
Wrzosy Wrzosy (1940–1945 Heidhof)
Zalesie Zalesie bei Exin (1906–1919, 1939–1940 Salesche, 1940–1945 Kiehnshof)
Zamość Zamosch (1940–1945 Brückendorf)
Żędowo Zendowo (1940–1945 Burgdorf)
Zielonowo Grünau, Försterei
Żurczyn Louisenheim (1940–1945 Luisenheim)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Szubin hat einen nur noch im Güterverkehr betriebenen Bahnhof an der Bahnstrecke Poznań–Bydgoszcz (weitere, ehemalige Halte in Kołaczkowo, Pińsko, Rynarzewo und Zalesie), früher zweigte die Bahnstrecke Żnin–Szubin (weitere, ehemalige Halte in Kowalewo und Wąsosz) ab.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 447–448.
  • Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Zweiter Theil, welcher die Topographie von West-Preussen enthält. Kantersche Hofdruckerei, Marienwerder 1789, S. 89, Nr. 11.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Szubin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. a b Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Zweiter Theil, welcher die Topographie von West-Preussen enthält. Kantersche Hofdruckerei, Marienwerder 1789, S. 89, Nr. 11.
  3. a b c d Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 447–448.
  4. a b c http://www.verwaltungsgeschichte.de/pos_schubin.html