Szymany (Szczytno)

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Szymany
Szymany führt kein Wappen
Szymany (Polen)
Szymany
Szymany
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Szczycieński
Gmina: Szczytno
Geographische Lage: 53° 29′ N, 20° 57′ OKoordinaten: 53° 29′ 4″ N, 20° 57′ 7″ O
Einwohner: 553 (2011[1])
Postleitzahl: 12-100
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NSZ
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Droga krajowa 57 BartoszyceKleszewo
Nächster int. Flughafen: Olsztyn-Mazury
Danzig



Szymany (deutsch Schimanen, Groß Schiemanen) ist ein Dorf in der Gmina Szczytno. Es liegt im Powiat Szczycieński in der Woiwodschaft Ermland-Masuren im Nordosten Polens.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Szymany liegt im Westen der Masurischen Seenplatte, die dem Baltischen Höhenrücken angehört. Charakteristisch für die Gegend sind zahlreiche Seen, Flüsse, sowie Nadel- und Mischwälder. Es liegt neun Kilometer südlich von der Stadt Szczytno entfernt. Westlich am Dorf erstreckt sich das Rollfeld des Flughafens Olsztyn-Mazury. Durch Szymany verläuft die Droga krajowa 57 (DK57) BartoszyceKleszewo.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft ist durch den fennoskandischen Eisschild gestaltet worden und ist eine postglaziale, hügelige, bewaldete Grundmoräne mit vielen Rinnen-, Binnenseen und Flüssen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war diese Region von den heidnischen Prußen bewohnt. Seit 1243 gehörte das Gebiet dem Deutschordensstaat. Nach dem Zweiten Frieden von Thorn im Jahr 1466 kam die Region zum Herzogtum Preußen. Im Jahr 1525 wurde die Reformation eingeführt. In einer am 29. Mai 1682 ausgestellten Urkunde heißt es, „daß Theerbrenner Matthäus Lissen um Erneuerung des alten Privilegs vom 15. Juni 1678 gebeten habe und daß ihm ein Ort, welcher durch die Aschbrennerei ganz ausgehauen gewesen und nur vertrocknetes und erfrorenes Holz darauf gestanden, dem Augenmaß nach 20 Huben in sich haltend, zugesprochen wäre, um ein neues Dorf darauf anzusetzen“. Am 1. Juni 1685 erhielt Johann Wlochatz ein Krugprivileg. Schweres Leid brachte 1777 die Cholera, der ein großer Teil der Einwohnerschaft zum Opfer fiel. Zehn Jahre später (1787) wirtschafteten im Dorf 30 Bauern.

Nach 1701 wurde diese Region ein Teil des Königreichs Preußen und später der Provinz Ostpreußen. Groß Schiemanen gehörte von 1818 bis 1945 dem Landkreis Ortelsburg im Regierungsbezirk Allenstein an. Im Juli 1874 ist der Amtsbezirk Schiemanen mit den Landgemeinden Groß Schiemanen, Klein Schiemanen, Kutzburg und Kutzburg Mühle gebildet worden.[2] Bei der Volksabstimmung 1920 stimmten 773 für den Verbleib bei Deutschland, für Polen gab es keine Stimme. Im Jahr 1924 wurde in Groß Schiemanen ein Gefallenendenkmal des Ersten Weltkriegs aufgestellt.[3] Bereits zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde westlich von Groß Schiemanen ein Einsatzhafen der Luftwaffe errichtet.

Im Zuge der ostpreußischen Operation wurde Groß Schiemanen am 25. Januar 1945 von der Roten Armee eingenommen und der sowjetischen Kommandantur unterstellt. Nach Kriegsende kam Groß Schiemanen zur Volksrepublik Polen und heißt seither Szymany.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1717: 0049 Wirte
  • 1787: 0030 Bauern
  • 1905: 0101
  • 1933: 0747
  • 1939: 1133
  • 2011: 0553

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wieś Szymany. www.polskawliczbach.pl, 2011, abgerufen am 17. Januar 2017.
  2. Rolf Jehke: Amtsbezirk Schiemanen. Rolf Jehke, Herdecke, 18. Oktober 2004, abgerufen am 17. Januar 2017.
  3. Groß Schiemanen - Denkmal von 1924. denkmalprojekt.org, 4. September 2004, abgerufen am 18. Januar 2017.