Tätowierfarbe

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Verschiedene Tätowierfarben

Eine Tätowierfarbe ist eine Spezialtinte für die künstliche Pigmentierung der Haut. Meist werden von Tätowierern vorgemischte Farben verwendet, seltener eigene Mischungen und in der Regel mittels einer Tätowiermaschine in die Haut eingebracht. Die Farben bestehen vom Volumen her etwa zur Hälfte aus Pigmenten, zur anderen Hälfte aus Lösungsmittel oder Dispergiermittel (zumeist Wasser oder Alkohol, aber auch Öle und Glycerin) sowie Verdicker und Konservierungsmittel. Die Pigmente basieren auf organischer oder anorganischer Chemie. Zu den gesundheitlich problematischen Stoffen werden Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Schwermetalle gerechnet. Heute ersetzen oftmals Azopigmente die Metallverbindungen. Pro cm² Haut werden ein bis zwei Milligramm Pigmente eingebracht.[1]

Medizinische Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tätowierfarben können die Gesundheit gefährden (unter anderem Infektionen, Allergien, mutagene Wirkung).[2][3] Ferner entstehen bei der Laserentfernung Spaltprodukte, von denen die Langzeitwirkung noch nicht genau bekannt ist; vermutet wird, dass sich ein Teil der gespaltenen Farbpigmente in Leber, Milz und Lymphknoten anreichert.[4]

Zu den gesetzlichen Vorgaben für die Herstellung von Tätowierfarben zählen:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tätowierfarben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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