Tías

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Gemeinde Tías
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Tías
Tías (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Las Palmas
Insel: Lanzarote
Koordinaten 28° 57′ N, 13° 39′ W28.9525-13.651111111111200Koordinaten: 28° 57′ N, 13° 39′ W
Höhe: 200 msnm
Fläche: 64,61 km²
Einwohner: 19.658 (1. Jan. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 304,26 Einw./km²
Postleitzahl: E–35510 (Puerto del Carmen)
E–35571 (Macher)
E–35572 (Tías)
Gemeindenummer (INE): 35028 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: José Francisco Hernández García (PP)[2] (Stand 2015)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Libertad, 50
35572 Tías
Website: www.ayuntamientodetias.es
Lage der Gemeinde
LZ Tias.png

Tías ist eine der sieben Gemeinden der Kanareninsel Lanzarote und liegt im Südosten der Insel.

Einwohner[Bearbeiten]

In der Gemeinde wohnen 19.658 dauerhafte Bewohner und 22.485 Gäste bzw. Touristen im Jahr (Stand 2014),[3] der gleichnamige Hauptort hat 5.319 Einwohner. Die größte Ortschaft ist jedoch Puerto del Carmen (bei den Einheimischen auch La Tiñosa genannt). Tías ist auf der Insel die Gemeinde mit dem höchsten Ausländeranteil (38,5 Prozent im November 2006).[4] Die Gemeinde, die 1981 noch weniger als 3.500 Einwohner gezählt hatte, erreichte 1995 erstmals 10.000 Einwohner und hat deren Anzahl seitdem verdoppelt.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name der Stadt Tías kommt von den Großtanten des ehemaligen Gouverneurs von Gran Canaria, Don Alonso Fajardo. Sie hießen Doña Francisca und Doña Hernan Fajardo. Zuerst nannte man die Stadt Tias de Fajardo (die Tanten von Fajardo), was auf Tías verkürzt wurde.

In dem der Gemeinde zugehörigen Tal La Vega de Tegoyo befinden sich Herrenhäuser im alten Kolonialstil, wie beispielsweise die Casa Pereyra.

Politik[Bearbeiten]

Politisch ist die Gemeinde seit der Wahl 2011 dominiert vom konservativen Partido Popular, der im Gemeinderat acht der 17 Sitze innehatte und den Gemeindevorsteher José Francisco Hernández stellte.[6] Bei der Wahl im Mai 2015 konnte die PP ihre dominierende Stellung kaum verändert halten und hat weiterhin acht Sitze im Gemeinderat, während die sozialdemokratische PSOE von sieben auf vier Mandate schrumpfte und Nueva Canarias erstmals zwei Sitze erobern konnte.[7]

Kunst und Literatur[Bearbeiten]

El Taller de Arte
Eberhard Bosslet: Begleiterscheinung XI (2008), ein Projekt in El Taller de Arte

In El Taller de Arte (dt. Kunstwerkstatt) nahe dem Dorf Conil finden seit 2002 regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, Performances, Lesungen und Konzerte statt.

Der portugiesische Dichter José Saramago zog 1993 unter Protest nach Tías, nachdem die konservative portugiesische Regierung Caraco Silva seinen Roman Das Evangelium nach Jesus Christus (1991) wegen der angeblichen Verletzung religiöser Gefühle von der Nominierungsliste für einen Buchpreis hatte streichen lassen.[8] Er lebte und arbeitete hier bis zu seinem Tod 2010.

Orte der Gemeinde[Bearbeiten]

Die Bevölkerungszahlen in Klammern stammen aus dem Jahr 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tías – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. José Francisco Hernández, alcalde de Tías y candidato del PP a la reelección en el cargo: „Nunca pensé sentado en aquel pupitre que terminaría siendo alcalde de mi municipio“. In: Crónicas de Lanzarote, 14. Mai 2015.
  3. Población total de Lanzarote según municipio (2014). In: DatosDeLanzarote.com.
  4. Kanaren Nachrichten
  5. Evolución histórica de la Población de Lanzarote según municipio (1768–2014). In: DatosDeLanzarote.com.
  6. Resultados definitivos. Las Palmas – Tías. In: Elecciones Locales 2011 (Website des spanischen Innenministeriums).
  7. Resultades provisionales. Las Palmas – Tías. In: Elecciones Locales 2015 (Website des spanischen Innenministeriums).
  8. Evelyn Finger: José Saramago. Ach was, ich habe ein dickes Fell! In: Die Zeit, 24. Oktober 2008.