Tödliches Vertrauen

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Dieser Artikel behandelt den Kinofilm Tödliches Vertrauen. Für den gleichnamigen Fernsehfilm des ZDF siehe Tödliches Vertrauen (Fernsehfilm), für die gleichnamige Episode der Fernsehreihe Tatort siehe Tatort: Tödliches Vertrauen.
Filmdaten
Deutscher Titel Tödliches Vertrauen
Originaltitel Domestic Disturbance
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Harold Becker
Drehbuch Lewis Colick,
William S. Comanor,
Gary Drucker
Produktion Harold Becker,
Donald De Line,
Jonathan D. Krane
Musik Mark Mancina
Kamera Michael Seresin
Schnitt Peter Honess
Besetzung

Tödliches Vertrauen (Originaltitel Domestic Disturbance) ist ein US-amerikanischer Thriller von Harold Becker aus dem Jahr 2001. Die Hauptrolle spielte John Travolta.

Handlung[Bearbeiten]

Susan Morrison möchte nach der Scheidung vom erfolglosen Schiffsbauer Frank Morrison den erfolgreichen und beliebten Unternehmer Rick Barnes heiraten. Der gemeinsame Sohn von Susan und Frank, Danny, hält nichts von Rick und wünscht sich den Zustand vor der Scheidung zurück. Seit der zwei Jahre zurückliegenden Scheidung landete Danny wegen verschiedener rebellierender Aktionen mehrmals bei der Polizei, wo ihn seine Eltern abholen mussten. Verschärft wird der Konflikt durch die Hochzeit Susans und Ricks.

Rick, der versucht, seine kriminelle Vergangenheit zu verheimlichen, ist überrascht, dass sein ehemaliger Komplize Ray auftaucht und seinen Anteil an einer länger zurückliegenden, nicht näher bezeichneten kriminellen Aktion fordert. Rick sagt ihm, dass er dafür Zeit brauche, und bringt ihn in einem Motel unter.

An dem Abend, als Susan offenbart, schwanger von Rick zu sein, schleicht Danny sich aus Verzweifelung in Ricks Wagen und versteckt sich unter dem Rücksitz. Parallel teilt Rick Ray telefonisch mit, dass er ihm das Geld geben und ihn zum Flughafen fahren werde. Statt zum Flughafen fährt Rick zu einer stillgelegten Ziegelfabrik und behauptet, er habe sich verfahren. Er bittet Ray, auf dem Rücksitz nach einer Karte zu suchen. In dem Moment, als Ray den Jungen bemerkt, sticht Rick ihm einen spitzen Gegenstand in den Hals und verbrennt die Leiche inklusive des Gepäcks in einem Ziegelofen, ohne zu wissen, dass er die gesamte Zeit von Danny beobachtet wird.

Bei der Polizei glaubt Danny – außer seinem Vater – niemand und der Fall wird für eine weitere Lüge des Jungen gehalten. Frank, der seinen Sohn nicht bei einem mutmaßlichen Mörder lassen möchte, will Danny nach diesem Vorfall zu sich nach Hause holen, was seine Ex-Frau strikt ablehnt. Der Sorgerechtsstreit landet daraufhin vor Gericht. In der Nacht vor der Gerichtsverhandlung wird Danny von Rick bedroht, er solle nicht die Wahrheit erzählen und sich weiter für einen Aufenthalt bei seiner Mutter und Rick entscheiden, da sonst seinem Vater etwas zustoßen könne. Danny, der Angst um seinen Vater hat, lügt daraufhin vor Gericht, woraufhin sein Vater geschockt reagiert und sich von seinem Sohn bzgl. des Mordes belogen fühlt. Zudem meidet Danny in den folgenden Tagen den Kontakt zu seinem Vater aus Angst von Rick.

Nachdem Danny seinem Vater den Hinweis gibt, dass er von Rick bedroht werde, sucht Frank sämtliche Motels ab, um etwas über Ray Coleman herauszufinden. Als er fündig wird, stößt er dadurch auf eine Prostituierte, mit der Ray viel zu tun hatte, und findet durch diese heraus, dass er Fan eines Basketballteams aus Chicago ist und schließt dadurch auf seine Herkunft. Durch diese Information findet Frank im Internet heraus, dass Rick in Wirklichkeit Jack heißt und zusammen mit Ray und zwei weiteren Männern wegen räuberischer Erpressung und versuchten Mordes angeklagt wurde, wobei Jack der einzige war, der nicht verurteilt wurde. Dies schickt Frank sofort an die Polizei. Als Rick herausfindet, dass Frank für ihn zur Bedrohung werden könnte, lauert er Frank in dessen Bootshaus auf, schlägt ihn bewusstlos und zündet das Haus an. Da auf Ricks Arm etwas Benzin gekommen war, zieht er sich beim Anzünden eine Brandverletzung zu. Zuhause angekommen, sieht Susan, die den Brand bereits in den Nachrichten mitbekommen hatte, dass sich ihr Mann den Arm desinfiziert. Als er aus dem Badezimmer kommt, sagt sie zu Rick, dass sie mit ihrem Sohn aus Sorge zu Franks brennendem Haus fahren möchte. Rick bietet an, Danny zu fahren, Susan stimmt ihn dann allerdings wieder um. Frank kann sich retten, fährt eilig zu seinem Sohn und versucht dort anzurufen. Als Rick das sieht, folgt er Susan und Danny in die Garage, zerrt Susan aus dem Wagen und schlägt sie bewusstlos, sodass sie ihr Baby verliert. Den Jungen fesselt er und wirft ihn auf den Rücksitz. Noch bevor Rick losfahren kann, taucht Frank auf, es kommt zu einem Kampf, bei dem Frank auf den Boden fällt. Danny, der sich befreien kann, schubst Rick zu einem Sicherungskasten, sodass Rick an einem Stromschlag stirbt.

Kritiken[Bearbeiten]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 2. November 2001, John Travolta würde besonders gut sympathische Charaktere spielen, weswegen es schwer vorstellbar wäre, dass eine intelligente Frau wie Susan sich von ihm scheiden würde. Er kritisierte ebenfalls die Filmmusik.

Dennis Schwartz fragte in Ozus' World Movie Reviews vom 20. November 2001, ob es für Travolta nicht an der Zeit wäre, in einem guten Film mitzuspielen. Die Leistungen der Darsteller bezeichnete er als „lahm“, das Drehbuch als „furchtbar“ („awful“). Zahlreiche Szenen kritisierte er als „unglaubwürdig“.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Matt O’Leary wurde im Jahr 2002 für den Young Artist Award nominiert. John Travolta dagegen wurde 2002 für den Spottpreis Goldene Himbeere nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]