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Tötung von Alex Pretti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Alex Pretti (2018)

Die Tötung von Alex Pretti ereignete sich am 24. Januar 2026 in Minneapolis, Minnesota. Alex Jeffrey Pretti, ein 37-jähriger US-amerikanischer Krankenpfleger, wurde von Bundespolizisten der United States Border Patrol (USBP) mit mehreren Schüssen getötet. Vorausgegangen war in Minneapolis (Minnesota) etwa zwei Wochen vorher die bisher nicht aufgeklärte Tötung von Renée Good, die am Rand der Aktivitäten der hier von der Trump-Regierung eingesetzten ICE-Bundespolizisten geschah. Beide Ereignisse und die Reaktion der Behördenspitze und des US-Präsidenten führten dann an den Folgetagen zu einer Intensivierung der Proteste gegen die US-Immigrationsbehörde auf lokaler und nationaler Ebene.

Am 6. Januar 2026 kündigte das US-Heimatschutzministerium im Rahmen der Operation Metro Surge die bislang größten Razzien in der Metropolregion Minneapolis–Saint Paul an und erklärte, dafür 2000 Bundesbeamte einzusetzen. Die Behörde führte Fahrzeugkontrollen durch und nahm innerhalb kurzer Zeit rund 150 Personen fest. Vor Ort war auch Heimatschutzministerin Kristi Noem.[1][2] Am 7. Januar kam es zu der Tötung von Renée Good, wenige Tage später wurde ein venezolanischer Migrant angeschossen.[3] Trotz einer nationalen Protestwelle und Kritik der Lokalbehörden und politischen Opposition am Vorgehen der Bundespolizisten in Minneapolis setzten die Einwanderungsbehörden ihre Einsätze unvermindert fort.

Reihe von Bundespolizisten, Nicollet Avenue in Minneapolis, 24. Januar 2026

Am 24. Januar 2026 wurde der Krankenpfleger Alex Pretti um 09:05 Uhr bei einem Einsatz an der Kreuzung 26th Street und Nicollet Avenue in Minneapolis von zwei[4] ICE- und/oder Grenzkontroll-Polizisten mit mehreren Schüssen getötet.[5][6]

Ein Zeuge gab an, dass Polizisten versucht hätten, ein Restaurant zu betreten, aber abgewiesen worden seien.[7] Videos des Vorfalls zeigten, wie Pretti mehrere Polizisten mit seinem Handy filmte.[8] Als ein Polizist auf ihn zulief, ging Pretti filmend rückwärts. Dann ging er auf den Bürgersteig und versuchte, zwei Frauen zu helfen, die zuvor von einem Polizisten zu Boden gestoßen worden waren, und stellte sich zwischen die Frauen und den angreifenden Polizisten. Der Polizist besprühte daraufhin Pretti mit Pfefferspray. Pretti wurde dann von fünf dazukommenden Polizisten weggezerrt, zu Boden geworfen und dort fixiert.[9]

Mehrere Handyvideos dokumentieren den Vorgang und die tödlichen Polizeischüsse.[10] Eine Analyse der New York Times ergab, dass Alex Pretti in den Augenblicken, bevor die Gruppe von Bundespolizisten ihn zu Boden rang, nur sein Mobiltelefon in der Hand hielt.[11] Als die Polizisten ihn auf dem Boden fixiert hatten, schlug ein Polizist ihm mehrmals mit einem metallenen Gegenstand auf den Kopf. Als Pretti bereits am Boden lag, scheint einer der Polizisten Prettis Waffe aus dessen Hosenbund gezogen zu haben. Dieser Polizist geht dann mit dem Gegenstand weg.[12] Danach gab es einen Ruf über die Waffe und es wurden innerhalb von fünf bis sechs Sekunden zehn Schüsse abgegeben[13][14] Dabei wurde er aus nächster Nähe von hinten erschossen. Es erfolgten auch durch andere anwesende Beamte an ihm keine Erste-Hilfe-Maßnahmen.[15] Zwei Zeugen sagten in eidesstattlicher Aussage aus, dass Pretti keine Waffe in der Hand hatte und einer Frau helfen wollte, die von Bundespolizisten zu Boden gestoßen worden war.[16] Dies ist auf veröffentlichten Handy-Aufnahmen von Tatzeugen deutlich erkennbar.

In einer eidesstattlichen Erklärung sagte ein vor Ort anwesender Arzt aus, dass Pretti mehrere Schussverletzungen, darunter mindestens drei im Rücken, eine im Brustkorb und eine im Nacken erlitten habe. Dieser Arzt konnte später keinen Puls mehr feststellen und erklärte, dass umstehende Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ihn zunächst daran gehindert hätten, lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen, und selbst keine Erste Hilfe geleistet hätten.[16] Vielmehr hätten diese Alex Pretti auf die Seite gelegt und offenbar die Anzahl seiner Schusswunden gezählt.[16]

Eine weitere Zeugin berichtete in einem Interview mit Anderson Cooper von CNN, dass sie nach den Schüssen auf Pretti aufgrund der Art und Weise, wie die Beamten seinen Körper bewegten, um offenbar die Schusswunden zu zählen, überzeugt war, dass er bereits tot war.[17] Zudem gab der Polizeichef von Minneapolis, Brian O’Hara, an, dass Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums örtliche Polizeikräfte am Zugang zum Tatort gehindert hätten.[18][13] Minnesota Public Radio berichtete über eine Aussage eines Zeugen: „Der Herr, neben dem ich stand, konzentrierte sich darauf, den Menschen, die in die Nicollet Avenue kamen, zu erklären, dass sie langsam gehen mussten, und half ihnen dabei durchzukommen. Die ICE-Polizisten kamen auf uns zu und sagten uns: ‚Zurücktreten, zurücktreten.‘ Ich stieg auf den Schneehaufen, und bevor ich mich versah, schossen sie auf ihn.“[19]

Im Widerspruch zu den Videoaufnahmen behaupteten die US-Behörden anfangs, Pretti habe sich den Einsatzkräften mit einer Waffe genähert und die Schüsse seien in Notwehr gefallen. Stephen Miller, Vizestabschef des Weißen Hauses, bezeichnete Pretti als „Terroristen“. Grenzschutzkommandeur Gregory Bovino nannte Pretti einen Verdächtigen und die Einsatzkräfte des Bundes Opfer. Für keine dieser Behauptungen legten die Behörden Belege vor.[20] Hochrangige Beamte der US-Regierung verteidigten die Erschießung des 37-jährigen Alex Pretti in Minneapolis am 25. Januar 2026 nach wie vor, obwohl unter anderem die Redaktionen der Washington Post und des Senders CNN mehrere Videoaufnahmen der Tat aus verschiedenen Perspektiven bis ins kleinste Detail untersucht hatten.[21] Pretti besaß die Befugnis zum Besitz und Mitführen einer Waffe. Laut einer Analyse der Videos durch die New York Times gibt es keine Anzeichen, dass er die Waffe im Verlauf der Konfrontation gezogen oder auch nur entblößt hätte.[22]

Alex Jeffrey Pretti (* 1988)[23] lebte im Süden von Minneapolis und war US-Bürger.[13]

2006 schloss er die Preble High School in Green Bay in Wisconsin ab. Anschließend besuchte er das College of Liberal Arts der University of Minnesota, an der er 2011 sein Studium mit einem Bachelor of Arts in Biologie, Gesellschaft und Umwelt abschloss.[13][5] Später war er als diplomierter Intensiv-Pfleger im Minneapolis Veterans Affairs Medical Center tätig;[24] außerdem sei er im Bereich Gesundheitswissenschaften sowie beim Ministerium für Veteranenangelegenheiten tätig gewesen. Sein Strafregister enthielt nach Angabe der Behörden keine Vorstrafen, lediglich Strafzettel wegen Falschparkens.[5] Einige Stunden nach seinem Tod wurde ein Video, das Pretti bei seiner Arbeit zeigt, veröffentlicht und ging viral. In diesem Video aus dem Jahr 2024 ehrt er einen kürzlich verstorbenen Veteranen.[25][26]

Er nahm unter anderem an Protesten infolge der Tötung von Renée Good teil.[27] Nach seiner Erschießung wurde außerdem eine Videoaufnahme bekannt, die zeigt, dass es elf Tage vor seiner Tötung bei einem Protest eine Auseinandersetzung zwischen Pretti mit US-Bundespolizisten gab. Dabei spuckte Pretti in Richtung eines unmarkierten Polizeiwagens und trat zweimal gegen diesen wegfahrenden Wagen, wobei ein Rücklicht kaputtging. Daraufhin brachte ihn einer der Einsatzkräfte zu Boden und weitere kamen hinzu und schossen Tränengas in die Menge der umstehenden Demonstranten. Aus den gesamten Aufnahmen geht nicht hervor, was vor dem Vorfall passierte.[28] Auch ist unklar, ob die in die Erschießung verwickelten Beamten bei diesem Vorfall beteiligt waren.[29]

Laut dem Polizeichef von Minneapolis, Brian O’Hara, wurde der örtlichen Polizei der Zugang zum Tatort durch Beamte des Heimatschutzministeriums (DHS) verweigert, obwohl die Landespolizei (Minnesota Bureau of Criminal Apprehension, BCA) auf richterliche Anordnung hin agierte.[30][31]

Noch am selben Tag genehmigte Richter Tostrud vom Bundesbezirksgericht für den Bezirk Minnesota einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung (temporary restraining orders) gegen das DHS und entschied, alle Beweise zu dem Fall müssten aufbewahrt werden.[32][33] Die Generalstaatsanwaltschaft von Minnesota schloss sich dieser Klage an.[34] In Bezug auf die Erlangung der richterlichen Anordnung und später der einstweiligen Verfügung durch den Staat erklärte der Generalstaatsanwalt von Minnesota, Keith Ellison: „Dies ist Neuland. Wir mussten so etwas noch nie zuvor tun.“[35]

Nachdem Trumps Justizministerium zunächst darauf bestanden hatte, dass sich das D.H.S. in einem Untersuchungsverfahren selbst kontrollierte, erklärte am 30. Januar 2026 der Stellvertretende Bundesjustizminister Todd Blanche (engl.: Deputy Attorney General), das FBI müsse doch ein „Standard-Untersuchungsverfahren“ in der Sache Pretti durchführen. „Auch, soweit nötig, unter Mitwirkung der Civil Rights Division.“[36]

Zwei Bundesbeamte, die in die tödlichen Schüsse auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis involviert waren, wurden nach mehreren Tagen gegen Ende Januar 2026 von ihrem Dienst suspendiert. Das bestätigte ein Sprecher des Heimatschutzministeriums.[37][38][39] Der nach der Tötung Prettis in die Kritik geratene Grenzschutzkommandeur Gregory Bovino wurde inzwischen wieder zurück nach Kalifornien abkommandiert.[40]

In einem vorläufigen Untersuchungsbericht der Grenzschutzbehörde CBP an Mitglieder des Kongresses in Washington ist laut Medien keine Rede mehr davon, dass Pretti nach seiner Waffe gegriffen habe. Auch Präsident Donald Trump distanzierte sich indirekt von früheren Aussagen hochrangiger Regierungsvertreter, die Pretti als Attentäter bezeichnet hatten. Trump sprach stattdessen von einem „sehr unglücklichen Vorfall“. Vor diesem Hintergrund stellte er ein weniger aggressives Vorgehen der Bundesbehörden in Aussicht und kündigte eine „leichte Deeskalation“ an. Zugleich betonte er in einem Interview mit Fox News, dass dies keinen Rückzug der Bundesbehörden darstelle, sondern lediglich eine geringfügige Anpassung ihres Vorgehens.[38] Der umstrittene Leiter der ICE-Razzien in Minnesota, Gregory Bovino, wurde aus der Region abberufen. Außerdem teilte das Heimatschutzministerium mit, es habe dessen Social-Media-Konten sperren lassen.[41] Donald Trump teilte mit, dass stattdessen Tom Homan die Leitung übernehmen werde.

Das Heimatschutzministerium behauptete fälschlicherweise, Pretti habe sich den ICE-Polizisten mit einer Handfeuerwaffe genähert, woraufhin ein ICE-Polizist Pfefferspray einsetzte und nach dem Versuch, ihn zu entwaffnen, Verteidigungsschüsse abgab.[42] Der Kommandant der Grenzpolizei, Gregory Bovino, sagte, der Mann, der Pretti erschossen habe, sei seit acht Jahren bei der Grenzpolizei tätig und habe eine „umfassende Ausbildung“ absolviert.[42] Er behauptete gegenüber CNN, „Der Verdächtige hat sich selbst in diese Situation gebracht. Die Opfer sind die Grenzschutzbeamten.“[43] Die Moderatorin Dana Bash ordnet dies zuvor als Täter-Opfer-Umkehr ein.[44] Stunden nach den tödlichen Schüssen bezeichnete der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, den getöteten Pretti als „inländischen Terroristen“, der versucht habe, Bundespolizisten zu töten. Eine Begründung für diese Bewertung vor Abschluss der Ermittlungen nannte er nicht.[45] Dadurch wird das Leid des Opfers verstärkt (sekundäre Viktimisierung). Statt Beistand und Hilfe erfahren so ein Opfer, bzw. dessen Angehörigen, massive öffentliche Anklagen und Beschuldigungen. (Siehe dazu auch die Reaktion der Eltern Prettis.)[46][47]

US-Präsident Donald Trump hatte bereits Anfang des Monats damit gedroht, den Insurrection Act anzuwenden. Er beschuldigte dagegen den Gouverneur Walz und den Bürgermeister von Minneapolis Jacob Frey, mit ihrer Kritik an der ICE zum Aufstand angestiftet zu haben.[48]

Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, erklärte, dass er nach den tödlichen Schüssen mit Vertretern der Trump-Regierung gesprochen habe.[49] Der Bundesregierung könnten diese Ermittlungen nicht anvertraut werden.[50] Er mobilisierte die Nationalgarde von Minnesota, um die örtliche Polizei zu unterstützen.[51] Die Senatorinnen von Minnesota, Amy Klobuchar und Tina Smith, kritisierten die fortgesetzte Präsenz der Einwanderungs- und Zollbehörde nach den tödlichen Schüssen.[13] Die Abgeordnete Ilhan Omar, die den Bundesstaat im US-Repräsentantenhaus vertritt, bezeichnet die Schüsse als „Hinrichtung“. Sie wirft Trump vor, die Metropole in ein „Kriegsgebiet“ zu verwandeln.[50]

Der frühere US-Präsident Barack Obama erklärte, dass die Tötung von Alex Pretti „ein Weckruf für jeden Amerikaner, unabhängig von der Parteizugehörigkeit“ sein solle. Er kritisierte das Vorgehen maskierter Bundespolizisten, das auf Einschüchterung, Provokation und Gefährdung der Bevölkerung abziele. Zugleich rief Obama gemeinsam mit seiner Frau Michelle zur Unterstützung friedlicher Proteste auf und betonte, viele grundlegende Werte der Vereinigten Staaten stünden zunehmend unter Druck.[52][53] Auch Ex-Präsident Bill Clinton warnte vor dem Verlust demokratischer Freiheiten. Er rief dazu auf, die Stimme gegen die Abschiebepraxis der Trump-Regierung zu erheben. Es läge nun an allen, die an das Versprechen der US-Demokratie glauben würden, aufzustehen. Clinton sagte: „Die Verantwortlichen haben uns belogen […], nicht das zu glauben, was wir mit unseren eigenen Augen gesehen haben.“[54]

Die US-Demokraten verlangten in der Folge schärfere Regeln für die Einwanderungsbehörde ICE und verknüpften die Forderungen mit der im US-Haushalt vorgesehenen Erhöhung der ICE-Mittel. Konkret forderten sie zusätzlich Körperkameras, ein Vermummungsverbot und einheitliche Regeln zur Gewaltanwendung, wie sie für die örtliche Polizei gelten.[39] Verdachtsunabhängige Kontrollen müssten auch gestoppt werden. Aufgrund der damit einhergehenden Verzögerung im Beschluss des Haushalts kam es Ende Januar zu einem kurzzeitigen Shutdown.[55]

Zivilgesellschaft

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Natalie Portman mit dem Button ICE Out

Olivia Wilde und Natalie Portman trugen am Sundance Film Festival 2026 Anstecker mit der Aufschrift ICE OUT.[56][57] Auch andere Stars kritisieren die US-Behörde, wie Mark Ruffalo, Billie Eilish, Ariana Grande, Stephen King, Jamie Lee Curtis. Dabei wurden auch Vergleiche zur Gestapo gezogen.[58]

National Rifle Association

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Die National Rifle Association (NRA) verlangte eine umfassende Aufklärung. Die Interessenvertretung für US-Waffenbesitzer schloss sich damit der Forderung anderer Waffenlobby-Verbände an, die üblicherweise Donald Trump nahestehen. Laut NRA sollten Verantwortliche eine vollständige Untersuchung abwarten, statt gesetzestreue Bürger zu dämonisieren. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom kommentierte: „Wenn selbst die NRA findet, dass ein Trump-Justizbeamter zu weit gegangen ist, sagt das alles.“[59]

Berufsverbände

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Zahlreiche pflegerische Berufsverbände nahmen Stellung und drückten Bedauern über die Tötung des Krankenpflegers Pretti aus.[60][61][62][63] Der International Council of Nurses rief zu einer umfassenden Untersuchung auf.[64] Die American Nurses Association äußerte wegen der Zunahme gewaltsamer Vorfälle mit Bundesstrafverfolgungsbehörden ihre Sorge um die Sicherheit von Pflegekräften.[65]

In der Popkultur

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Der US-amerikanische Rockmusiker Bruce Springsteen veröffentlichte am 28. Januar 2026 eine Single mit dem Titel Streets of Minneapolis.[66] Seiner Aussage nach hat er das Lied am 24. Januar 2026 geschrieben, am 27. aufgenommen und am 28. veröffentlicht. Er widmete seine Komposition den Menschen von „Minneapolis, unseren unschuldigen zugewanderten Nachbarn und dem Andenken von Alex Pretti und Renée Good“ im Rahmen von Operationen der US-Polizeibehörde United States Immigration and Customs Enforcement (ICE). „Oh, our Minneapolis, I hear your voice singing through the bloody mist“ (deutsch: „O Minneapolis, ich höre deine Stimme, die durch den blutigen Nebel schreit“), heißt es im Refrain des Songs. „We’ll remember the names of those who died on the streets of Minneapolis“ (deutsch: „Wir werden die Namen derer in Erinnerung behalten, die auf den Straßen von Minneapolis gestorben sind“). In seinem Liedtext wendet sich Springsteen außerdem gegen „King Trump’s private army from the DHS“ (=„König Trumps Privatarmee vom DHS“), die „occupier’s boots“ (deutsch: „Besatzer-Stiefel“) trägt und „Guns belted to their coats“ (deutsch: „Pistolen an ihre Mäntel geschnallt hat“).[67]

Er spielt damit auf die rund 3000 Bediensteten der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzagentur United States Customs and Border Protection (CBP) an, die die zweite Trump-Regierung in Minneapolis einsetzt, um Immigranten ohne ständige Aufenthaltserlaubnis aufzuspüren. Das Lied endet mit dem Versprechen: „We’ll remember the names of those who died on the streets of Minneapolis“ (deutsch: „Wir werden uns an die Namen derer erinnern, die auf den Straßen von Minneapolis gestorben sind“). Springsteens Post auf Instagram zu seinem Song hatte schon nach wenigen Stunden mehr als hunderttausend Likes.[68][69][70]

Internationale Politik

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Die deutsche Bundesregierung erwartete, „dass der Fall zügig untersucht und nach rechtsstaatlichen Prinzipien aufgeklärt wird“. Der stellvertretende Regierungssprecher wollte jedoch den offenkundigen Widerspruch zwischen der behördlichen Darstellung und den Videos nicht kommentieren. Zu einem möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sagte die zuständige Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Christiane Schenderlein, dass man die Autonomie des Sports respektiere.[71] Bundeskanzler Friedrich Merz fand das Ausmaß an Gewalt in den USA besorgniserregend und ging davon aus, dass die US-Behörden nun aufklären, ob es wirklich eine Bedrohung der Beamten gegeben habe.[72]

Commons: Tötung von Alex Pretti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Rebecca Santana, Mike Balsamo: Homeland Security plans 2,000 officers in Minnesota for its ‘largest immigration operation ever’. In: AP. 7. Januar 2026, abgerufen am 9. Januar 2026 (englisch).
  2. Joshua Barajas: What we know so far about the ICE shooting in Minneapolis. In: PBS. 7. Januar 2026, abgerufen am 8. Januar 2026 (englisch).
  3. DHS names man shot by feds in Minneapolis, but their shared background of him lists only minor prior incidents - CBS Minnesota. 15. Januar 2026, abgerufen am 28. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).
  4. CNN
  5. a b c Federal agents fatally shoot Minneapolis man; DHS officials say he was armed. In: The Minnesota Star Tribune. 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  6. N'dea Yancey-Bragg, Kathryn Palmer, Christopher Cann, Michael Loria, James Powel and Trevor Hughes: Thousands protest in MN as Trump asks state officials to 'cooperate'. Abgerufen am 26. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).
  7. Police: 37-year-old US citizen shot, killed by federal agents in Minneapolis. In: KSTP News. 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  8. Videos show moment federal agent shoots man in south Minneapolis. In: Bring Me The News. 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  9. BBC verify
  10. ZDFHeute: Eltern werfen US-Regierung „abscheuliche“ Lügen vor. In: ZDFHeute. 25. Januar 2026, abgerufen am 25. Januar 2026.
  11. Devon Lum und Haley Willis: Videos Show Moments in Which Agents Killed a Man in Minneapolis. NY Times, 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  12. Was wir über die tödlichen Schüsse in Minneapolis wissen. In: Die Zeit. 25. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.
  13. a b c d e Local officials are giving an update on the shooting. In: The New York Times. 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  14. Bellingcat Investigation Team: Alex Pretti: Analysing Footage of Minneapolis CBP Shooting. In: bellingcat. 25. Januar 2026, abgerufen am 1. Februar 2026 (britisches Englisch).
  15. Man Killed by Federal Agents in Minneapolis Was Holding a Phone, Not a Gun. In: The New York Times. 24. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch)., Titel vormals „Minneapolis Live Updates: Videos Appear to Contradict Federal Account of Killing“
  16. a b c Robert Mackey: Alex Pretti did not brandish gun, witnesses say in sworn testimony. In: The Guardian. 25. Januar 2026, ISSN 0261-3077 (englisch, Online [abgerufen am 25. Januar 2026]).
  17. Exclusive: 'Pink coat lady' who recorded fatal encounter between federal officers and Alex Pretti speaks to Anderson Cooper. In: CNN. 27. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).
  18. Minneapolis police chief says "people have had enough" after fatal shooting by federal agents. In: CBS News. 25. Januar 2026, abgerufen am 25. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).
  19. Walz calls for calm, says feds can’t be trusted to probe latest killing by federal agent. In: MPR news. 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  20. Minneapolis: Schwester von Alex Pretti wehrt sich gegen Falschdarstellungen. In: Die Zeit. 27. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.
  21. Gewalt in Minneapolis: ICE-Agenten sollen Alex Pretti seine Waffe abgenommen haben. Dann fielen die tödlichen Schüsse. In: Der Spiegel (online). Der Spiegel, 26. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
  22. Was wir über die tödlichen Schüsse in Minneapolis wissen. In: Die Zeit. 25. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.
  23. Uliana Malashenko: Fact Check: Alex Pretti Was NOT Fired From Hospital For Inappropriate Behavior Months Before He Was Killed By Feds -- It's Viet Spam | Lead Stories. Lead Stories, 28. Januar 2026, abgerufen am 31. Januar 2026 (englisch).
  24. Kris Maher, Jaret Mitovich, Neil Mehta: What We Know So Far About Alex Pretti. In: The Wallstreet Journal. 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  25. Alana Valkov: A Year Before He Was Killed, Alex Pretti Gave A Tribute That's Now Being Seen As Chillingly Prophetic. In: BuzzFeed. 27. Januar 2026 (buzzfeed.com [abgerufen am 1. Februar 2026]).
  26. Sarah Jones: An Idea Worth Dying for. Intelligencer, 30. Januar 2026, abgerufen am 1. Februar 2026 (englisch).
  27. Michael Biesecker, Tim Sullivan, Jim Mustian: The man killed by a US Border Patrol officer in Minneapolis was an ICU nurse, family says. AP News, 25. Januar 2026, abgerufen am 1. Februar 2026 (englisch).
  28. Video zeigt Konfrontation zwischen Alex Pretti und Bundesbeamten – elf Tage vor tödlichen Schüssen. In: Spiegel.de vom 29. Januar 2026.
  29. Jeff Winter, Priscilla Alvarez: Alex Pretti was in earlier confrontation with federal agents who tackled him, broke his rib, sources say. CNN, 27. Januar 2026, abgerufen am 1. Februar 2026 (englisch).
  30. Josh Campbell: Federal officials tried to prevent local police from accessing shooting scene, police chief tells CNN In: CNN, 24. Januar 2026 (amerikanisches Englisch). 
  31. Despite having warrant, BCA denied access to scene where federal agents shot, killed man in south Minneapolis In: KARE 11, 24. Januar 2026 (amerikanisches Englisch). 
  32. Samantha Fischer: Judge grants temporary restraining order to preserve evidence in Pretti shooting In: KARE, 25. Januar 2026 (englisch). 
  33. Federal judge orders feds to maintain evidence from shooting that killed Pretti In: KSTP, 25. Januar 2026 (englisch). 
  34. Sophia Vento: Federal judge blocks DHS from 'destroying or altering' evidence after fatal Minneapolis shooting In: The Hill, Nexstar Media Group, 25. Januar 2026 (englisch). 
  35. In Minnesota, America’s Federal System Is Coming Apart. - Übersetzung der Ankündigung, die die New York Times am 30. Januar publizierte Auf: nytimes.com vom 30. Januar 2026.
  36. Nach Todesschüssen in Minneapolis: Zwei ICE-Agenten suspendiert. In: Bayrischer Rundfunk. 29. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026.
  37. a b Grenzbeamte nach tödlichen Schüssen in Minneapolis suspendiert. In: Deutschlandfunk. 29. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026.
  38. a b Bodycams und Maskenverbot für ICE-Mitarbeiter gefordert. In: Tagesschau. 29. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026.
  39. Einsatzkräfte nach Schüssen in Minneapolis suspendiert. In: Tagesschau. 28. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026.
  40. Majid Sattar, Washington: Todesschüsse in Minneapolis: Wie es zum Abzug Bovinos kam. Auf: faz.net vom 27. Januar 2026.
  41. a b Third shooting by a federal agent reported in Minneapolis in less than three weeks. In: The Minnesota Star Tribune. 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  42. Alex Pretti in Minneapolis erschossen: Oberster US-Grenzschützer bezeichnet Schützen als „Opfer“ – Video widerlegt Aussage. Auf: tagesspiegel.de vom 25. Januar 2026.
  43. Bovino claims Border Patrol agents are ‘the victims’ in deadly Minneapolis shooting. Auf: politico.com vom 25. Januar 2926.
  44. Trump aide claims man shot in Minneapolis was a "domestic terrorist" before investigation plays out. In: CNN. Abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  45. So auch der Republikaner, Wahlkreiskandidat, Chris Madel — auf Englisch: Madel stated he could not support the Republican party for what he called "retribution", and blamed national Republicans for making it "nearly impossible for a Republican to win a statewide election in Minnesota".
  46. Jeff Zeleny: Chris Madel, a Republican running for Minnesota governor, ends his bid and criticizes ICE | CNN Politics In: CNN, 26. Januar 2026 (englisch). 
  47. Live updates: Minneapolis National Guard activated after Border Patrol agent kills man. In: AP News. Abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  48. Walz activates National Guard after federal agent kills man in Minneapolis. In: Bring Me The News. Abgerufen am 24. Januar 2026 (englisch).
  49. a b Demokraten verlangen ICE-Abzug aus Minneapolis. In: Spiegel. Abgerufen am 26. Januar 2026.
  50. Sofia Dreisbach: Gouverneur von Minnesota Tim Walz mobilisiert nach Protesten Nationalgarde. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 18. Januar 2026, abgerufen am 25. Januar 2026.
  51. Obama warnt nach tödlichen Schüssen in Minneapolis vor Angriff auf US-Werte. In: Der Spiegel. Der Spiegel, 26. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
  52. Edward Helmore, Joseph Gedeon: Obama says Alex Pretti killing a ‘tragedy’ as calls mount for full investigation. In: The Guardian. 25. Januar 2026, ISSN 0261-3077 (englisch, Online [abgerufen am 26. Januar 2026]).
  53. Nach Todesschüssen in Minneapolis: Ex-Präsident Clinton wirft Verantwortlichen Lügen vor. In: Der Spiegel (online). Der Spiegel, 26. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
  54. Längere Haushaltssperre wohl abgewendet: US-Senat einig - Kurzzeitiger Shutdown in Kraft. Auf: zdfheute.de vom 31. Januar 2026.
  55. Olivia Wilde: In Sundance zeigt sie Flagge gegen ICE. In: stern.de. 25. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
  56. Olivia Wilde ist für Abschaffung von ICE. In: Der Spiegel. 25. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
  57. Olivia Rodrigo, Pedro Pascal und Co.: Diese Prominenten beziehen Stellung gegen ICE. In: Der Spiegel (online). Der Spiegel, 26. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
  58. Minnesota: Waffenlobby fordert Untersuchung nach tödlichem ICE-Einsatz. In: Der Spiegel (online). Der Spiegel, 26. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
  59. Remembering Alex Pretti. Abgerufen am 27. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).
  60. Shannon Doolin: Public Statement from AWHONN on the Death of ICU Nurse Alex Pretti. In: AWHONN. 25. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).
  61. NLN Mourns the Loss of Alex Pretti & Calls for an Independent Investigation into His Death. Abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).
  62. On killing of Alex Pretti, RN by federal agents. Abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).
  63. ICN Statement on the Death of American ICU Nurse Alex Pretti. Abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).
  64. Statement from the American Nurses Association regarding the death of registered nurse Alex Pretti. 24. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).
  65. Bruce Springsteen - Streets Of Minneapolis (Official Audio) auf YouTube, 28. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026 (amerikanisches Englisch; Audio; Laufzeit: 4:35 min.).
  66. Bruce Springsteen: Streets Of Minneapolis - Bruce Springsteen. Genius.com, 28. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026 (amerikanisches Englisch, Original-Songtext in Englisch).
  67. jmm/AFP: Protestsong gegen »König Trump« Bruce Springsteen würdigt Minneapolis mit Hymne. In: Der Spiegel (online). Der Spiegel, 28. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026 (deutsch).
  68. Irina Moritz: „König Trumps Privatarmee“: Bruce Springsteen reagiert mit neuem Song auf ICE-Einsätze in Minneapolis. In: fr.de. Frankfurter Rundschau, 28. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026 (deutsch).
  69. Mark Kennedy: Bruce Springsteen sings out against Trump in ‘Streets of Minneapolis’. In: apnews.com. Associated Press, 29. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026 (deutsch).
  70. Erschossener Alex Pretti: Bundesregierung mahnt rechtsstaatliche Untersuchung zu Minneapolis an. In: Der Spiegel (online). Der Spiegel, 26. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
  71. Reaktion auf Schüsse in Minnesota Merz nennt Ausmaß an Gewalt in den USA »besorgniserregend«. In: Der Spiegel (online). Der Spiegel, 26. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.

Koordinaten: 44° 57′ 18″ N, 93° 16′ 41″ W