Türk Telekom Arena

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Türk Telekom Arena
Aslantepe
Ali Sami Yen Spor Kompleksi - Türk Telekom Arena.jpg
Innenraum der Türk Telekom Arena
Daten
Ort TurkeiTürkei Sarıyer, Istanbul
Koordinaten 41° 6′ 10,3″ N, 28° 59′ 25,5″ OKoordinaten: 41° 6′ 10,3″ N, 28° 59′ 25,5″ O
Klassifikation 4
Eigentümer Republik Türkei -
Jugend- und Sportministerium
Betreiber Galatasaray Istanbul
Baubeginn 13. Dezember 2007
Eröffnung 15. Januar 2011
Erstes Spiel Galatasaray Istanbul – Ajax Amsterdam 0:0
Oberfläche Naturrasen
Kosten 128 Millionen Euro
Architekt asp Stuttgart
Kapazität 52.650 Plätze
Spielfläche 105 × 68 m
Verein(e)
  • Galatasaray Istanbul
Veranstaltungen

Die Türk Telekom Arena (offiziell: Ali Sami Yen Spor Kompleksi Türk Telekom Arena, deutsch: Ali Sami Yen Sportkomplex Türk Telekom Arena) ist ein Fußballstadion im Istanbuler Stadtteil Sarıyer. Im Stadion finden seit dem 15. Januar 2011 die Heimspiele von Galatasaray Istanbul sowie Konzerte statt. Es löste das deutlich kleinere Ali Sami Yen Stadyumu als Spielstätte von Galatasaray ab, das nach dem Auszug des Sportvereins abgerissen wurde. Die Türk Telekom Arena ist mit 52.650 Plätzen, nach dem Atatürk-Olympiastadion, das zweitgrößte Stadion der Türkei. Für die Architektur der Arena war die deutsche Architekturfirma asp Stuttgart verantwortlich. Die Baukosten werden auf etwa 128 Millionen Euro geschätzt.[1]

Lage und Anbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Türk Telekom Arena befindet sich auf der europäischen Seite Istanbuls im Stadtteil Sarıyer, der im Norden der Stadt liegt. Vor und während der Bauzeit gehörte der Standort zum Landkreis Şişli.

Neben dem Stadion befindet sich die Stadtautobahn O-2, die vom Stadion aus in Richtung Osten zur Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke führt, über die der Bosporus überquert werden kann. Für den Autoverkehr gibt es am Stadion für 3.019 Fahrzeuge Parkplätze, wobei 2.913 überdacht sind.

Mit der Metro Istanbul der Linie M2 ist die Arena an das Öffentliche Personennahverkehr Istanbuls zu erreichen, wobei die Haltestelle Seyrantepe TT-Arena lediglich an Spieltagen geöffnet ist. An der Haltestelle befinden sich drei Unterführungen, wobei eine der drei Unterführungen nur in Notfällen benutzbar wird, und in ein Krankenhaus führt. Die restlichen, sieben Meter unter der O-2 verlaufende Unterführungen sind für die Stadionbesucher gedacht. Von dort aus ist das Stadiongelände 150 Meter entfernt.[2] Außerdem fahren Linienbusse der İETT und die Metrobus Istanbul zum Stadion. Die Bushaltestellen liegen im westlichen Bereich des Stadiongeländes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadionprojekte von Galatasaray[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Überlegungen, ein neues Stadion für Galatasaray zu errichten, stammen aus dem Jahr 1996 vom Vereinspräsidenten Faruk Süren.[3] Die Heimspiele trug die erste Mannschaft des Vereins zu dieser Zeit im Ali Sami Yen Stadyumu aus. Aufgrund der wachsenden Bedürfnisse sah Galatasaray die Notwendigkeit, ein größeres und moderneres Stadion zu bauen.[4] Für eine Renovierung des Ali-Sami-Yen-Stadions bereitete Galatasaray in Zusammenarbeit mit der Tekfen Holding ein Stadionprojekt vor. Die Baukosten sollten sich auf 84 Millionen US-Dollar belaufen[5] und das Stadion sollte nach der Sanierung 40.882 Sitzplätze, 1.500 VIP-Plätze und 82 Logen haben. Im August 1997 erhielt der Verein vom Jugend- und Sportministerium eine Baugenehmigung, der im November 1998 auch die Gemeinde Şişli zustimmte. Dennoch wurde das Projekt aus nach zwei Jahren stillgelegt, da das Projekt nicht finanziert werden konnte.[6]

Mit Mehmet Cansun als neuem Vereinspräsidenten wurde das Stadionprojekt thematisiert. Für das Projekt wurde ein Expertenaussschuss gegründet, die aus Vereinsmitgliedern bestand, die beruflich als Architekten tätig waren. Dabei sollte das Stadion Platz für 35.000 Zuschauer bieten und in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Trotz der Bauarbeiten war geplant, dass die Fußballspiele weiterhin im Ali Sami Yen stattfinden. Wie das Projekt zuvor, blieb ein Baubeginn aus.

Nach der einjährigen Amtszeit von Mehmet Cansun, gab sein Nachfolger Özhan Canaydın die die Realisierung eines neuen Stadions als oberstes nicht sportliche Ziel des Vereins aus. Dabei arbeitete Galatasaray ein weiteres Mal mit der Tekfen Holding ein Projekt aus. Die Vereinsführung kalkulierte die Kosten auf 60 Millionen US-Dollar für die Renovierungsarbeiten. Das Grundstück, auf dem das Ali-Sami-Yen-Stadion stand, gehörte inzwischen nicht mehr Galatasaray, sodass der Verein einen Kredit benötigte. Der Bürgermeister der Provinz Şişli Mustafa Sarıgül unterbreitete jedoch einen Vorschlag an Galatasaray, gemäß dem der Verein ein 35.000 Quadratmeter großes Grundstück übernimmt, und so auch durch Kongresszentrum, Hotel sowie ein Kino Geld einnehmen können. Das neue Stadion sollte in Seyrantepe, einem Ortsteil der Provinz Şişli, errichtet werden. Jedoch gehörte das Grundstück, auf dem das Ali-Sami-Yen-Stadion stand, nicht dem Verein. Das türkische Ministerium für Bau und Grundbesitz bot Galatasaray ein Tauschgeschäft an: Solange Galatasaray lediglich das Grundstück für den Bau des neuen Stadions verwenden würde, sei man einverstanden. Am 19. Mai 2004 unterzeichnete der Verein den Vertrag für 49 Jahre. Die Baufläche hat eine Größe von 384.398 Quadratmeter.[7]

Erbauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Juli 2007 kam es zur ersten Ausschreibung für die Gestaltung des Baukomplexes. Es nahmen 28 Unternehmen an der Ausschreibung teil, wobei acht Unternehman ein Angebot abgaben. Bei der Auswertung der Angebote kam es zu Komplikationen, weshalb TOKİ die Ausschreibung absagte.[8] Am 31. August 2007 erhielt in der zweiten Ausschreibung die Eren Talu Architekur-Alke Partnerschaft den Zuschlag für den Bau der Arena.[9]

Das Stadionmodell wurde am 17. Mai 2007 der Presse vorgestellt und der Spatenstich erfolgte am 13. Dezember 2007.[10] Da sich die Baustelle auf einem unebenen Boden befand, dauerten die Bauarbeiten für Erdbau drei Monate.[11] Bei der Planung des Projektes wurde zu Beginn entschieden, dass die Parkplatz für die Fahrzeuge der Stadionbesucher neben der Arena errichtet werden sollten. Jedoch wurden diese Baupläne verworfen und die Parkplätze wurden unterhalb der Arena errichtet. Schließlich begannen Ende 2008 die Arbeiten für das Stadion.[12] Zu diesem Zeitpunkt war zwischen TOKİ und Eren Talu Architekur-Alke Partnerschaft vertraglich festgelegt worden, dass man 66 Prozent des Projekts fertiggestellt haben musste, jedoch lag man zu der Zeit bei 24 Prozent.[13] Im Mai 2009 kam es wegen finanziellen Schwierigkeiten von Eren Talu-Alke zum Baustopp. TOKİ kündigte schließlich die Zusammenarbeit am 3. Juli 2009 mit dem Auftragnehmer.

Zwei Monate später wurde für die noch anstehenden Arbeiten erneut eine Ausschreibung gemacht. Das Stadionprojekt übernahm Varyap-Uzunlar mit einer Summe von 179.661.553 Türkische Lira[14] und die Bauarbeiten wurden im November 2009 fortgesetzt.[15] Der neue Auftragnehmer löste zu Beginn ein Problem bezüglich der Korrosion. Die Bauarbeiten dauerten jedoch länger als vorgesehen. Im April 2010 war der Rohbau fast abgeschlossen, als mit dem Bau des Stadiondachs begonnen wurde, wobei Varyap-Uzunlar als Auftragnehmer fungierte. Im Dezember 2010 stand der Bau der Arena kurz vor dem Abschluss; Lediglich die Auslegung des Rasens, die Fahrwege zum Stadion und die Fertigstellung der Restaurants im Logenbererich mussten noch errichtet werden.[16]

Im Entwurf der Arena war ein verschließbares Dach geplant. Der damalige Vorstand von Galatasaray und TOKİ einigten sich darauf, dass das verschließbare Dach innerhalb von zwei Jahren durch den Verein selbst fertiggestellt werden sollte. Galatasaray wollte jedoch keine weitere Zeit verlieren und im Januar 2011 die Türk Telekom Arena eröffnen. Deshalb wurde das Budget für das Dach in die noch anstehende Arbeit des Stadions investiert.[17] Da das Dach letztendlich nach zwei Jahren nicht fertiggestellt worden war, verklagte das Jugend- und Sportministerium Galatasaray.[18]

Die Baukosten für die Türk Telekom Arena wurde mit dem Verkauf des Grundstücks des Ali Sami Yen Stadyumus gedeckt. Das Grundstück wurde für 1,025 Milliarden Türkische Lira an die Torunlar-Aşçıoğlu-Kapıcıoğlu-Gesellschaft verkauft,[19] davon wurden 475 Millionen Türkische Lira für TOKİ zurückgelegt. Die Baukosten für das Stadion beliefen sich letztendlich auf 128 Millionen Euro.[20] Es wurden insgesamt 190.000 Kubikmeter Beton und 35.000 Tonnen Eisen auf eine Baufläche von 195.000 Quadratmeter verbaut.[16]

Eröffnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fußballstadion wurde am 15. Januar 2011 mit einem Freundschaftsspiel zwischen Galatasaray Istanbul und Ajax Amsterdam eröffnet. Das Spiel endete 0:0. Vor der Partie gab es eine Licht und Soundshow vom Kanadier Erick Villeneuve und seiner 560 Personen umfassenden Gruppe. Ferner trat zu dem Ereignis der Sänger Kenan Doğulu auf. Da an der Infrastruktur rund um das Stadion noch gebaut wurde, beschloss Galatasaray für alle Spiele dieser Saison lediglich etwa 40.000 Karten pro Spiel zu verkaufen.

Das erste Süper-Lig-Spiel in der Türk Telekom Arena fand zwischen Galatasaray Istanbul und Sivasspor am 23. Januar 2011 statt und endete 1:0. Das Tor erzielte im Servet Çetin für Galatasaray.

Kapazität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Türk Telekom Arena bietet bei Fußballpartien für 52.650 Zuschauer Sitzplätze, wobei 2.650 Plätze für die Gästefans zur Verfügung gestellt werden. Das Stadion hat darüber hinaus 198 Logen, in denen sich 6 bis 27 Personen aufhalten können. Mit den Logen gibt es 6.231 VIP-Plätze in der Arena. Neben diesen Plätze stehen weitere 176 Plätze für Menschen mit Behinderung und für ihre Begleiter zu Verfügung.[21]

Stadionumgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aslanlı Yol[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Seyrantepe Metrostation östlich des Stadions ist die Arena durch den Aslanlı Yol (deutsch: Löwenweg) zu erreichen. Der Weg ist 200 Meter lang und 45 Meter breit. Dort befinden sich Ticketverkaufsstände, ein Simit Sarayı Restaurant und ein Yüzevler Restaurant.

Aslantepe GSStore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. Februar 2012 wurde in Zusammenarbeit mit dem Ausrüster Nike neben dem Stadion ein GS Store eröffnet. Die Architektur des Geschäfts wurde dem Bau des Stadions nachempfunden und wurde vom Galatasaray Projektdirektor Coşkun Peküstün sowie der Architektin Ayşegül Uslu konzipiert.[22] Das Geschäft besteht aus einem Erd- und einem Obergeschoss, im Erdgeschoss befinden sich die Fanartikel und im Obergeschoss die Ülker Fan Zone. Der Fanshop hat eine Fläche von 1.650m2 und ist eines der größten in der Türkei.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 ist für Galatasaray das Stadion die Heimspielstätte. Es wird auch vom türkischer Fußballverband für Länderspiele der türkischen Fußballnationalmannschaft genutzt. 2013 war die Arena eines der Stadien, die für die U-20-Fußball-Weltmeisterschaft genutzt wurden.

Türkische Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partie zwischen der Türkei gegen Deutschland am 7. Oktober 2011

Seit 2011 trug die türkische Nationalmannschaft der Männer sieben Länderspiele im Stadion aus:

Mi., 10. August 2011, Freundschaftsspiel
TurkeiTürkei Türkei EstlandEstland Estland 3:0 (3:0)
Fr., 2. September 2011, EM-Qualifikationsspiel
TurkeiTürkei Türkei KasachstanKasachstan Kasachstan 2:1 (1:0)
Fr., 7. Oktober 2011, EM-Qualifikationsspiel
TurkeiTürkei Türkei DeutschlandDeutschland Deutschland 1:3 (0:1)
Di., 11. Oktober 2011, EM-Qualifikationsspiel
TurkeiTürkei Türkei AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 1:0 (0:0)
Fr., 11. November 2011, EM-Relegation
TurkeiTürkei Türkei KroatienKroatien Kroatien 0:3 (0:2)
Mi., 14. November 2012, Freundschaftsspiel[23]
TurkeiTürkei Türkei DanemarkDänemark Dänemark 1:1 (0:0)
Di., 16. November 2014, Freundschaftsspiel
TurkeiTürkei Türkei KasachstanKasachstan Kasachstan 3:1 (2:0)

U-20-Fußball-Weltmeisterschaft 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Finale zwischen Frankreich gegen Uruguay 0:0 n.V. (0:0, 0:0), 4:1 i.E.

Während der U-20-Fußball-Weltmeisterschaft 2013 wurden sechs Vorrundenspiele, zwei Achtelfinalspiele, ein Viertelfinale, das Spiel um Platz 3 und das Finale ausgetragen.

Fr., 21. Juni 2013, Vorrunde, Gruppe A
FrankreichFrankreich Frankreich GhanaGhana Ghana 3:1 (0:0)
Fr., 21. Juni 2013, Vorrunde, Gruppe A
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA SpanienSpanien Spanien 1:4 (0:3)
Mo., 24. Juni 2013, Vorrunde, Gruppe A
FrankreichFrankreich Frankreich Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1:1 (0:0)
Mo., 24. Juni 2013, Vorrunde, Gruppe A
SpanienSpanien Spanien GhanaGhana Ghana 1:0 (1:0)
Do., 27. Juni 2013, Vorrunde, Gruppe A
SpanienSpanien Spanien FrankreichFrankreich Frankreich 2:1 (1:0)
Do., 27. Juni 2013, Vorrunde, Gruppe B
Korea SudSüdkorea Südkorea NigeriaNigeria Nigeria 0:1 (0:1)
Di., 2. Juli 2013, Achtelfinale
SpanienSpanien Spanien MexikoMexiko Mexiko 2:1 (0:1)
Di., 2. Juli 2013, Achtelfinale
NigeriaNigeria Nigeria UruguayUruguay Uruguay 1:2 (0:0)
So., 7. Juli 2013, Viertelfinale
GhanaGhana Ghana ChileChile Chile 4:3 n.V. (2:2, 1:2)
Sa., 13. Juli 2013, Spiel um Platz 3
GhanaGhana Ghana IrakIrak Irak 3:0 (2:0)
Sa., 13. Juli 2013, Finale
FrankreichFrankreich Frankreich UruguayUruguay Uruguay 0:0 n.V. (0:0, 0:0), 4:1 i.E.

Konzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bon Jovi in der Türk Telekom Arena

Neben den Fußballspielen von Galatasaray fand am 8. Juli 2011 zum ersten Mal ein Konzert statt. Dabei gab Bon Jovi als erste Band ein Konzert in der Arena. Es war ihr erstes Konzert nach 18 Jahren in der Türkei.[24] Am 7. Juni 2012 gab Madonna im Rahmen ihrer MDNA-Tour ebenfalls ein Konzert in der Türk Telekom Arena. Es folgten kleine Konzerte von Hadise und Gripin.

Am 31. Mai 2015 traten während der Feier zur 20. Meisterschaft Galatasarays Altay, Gökhan Keser, İrem Derici und Gripin auf.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gesamte Anlage wurde Aslantepe Ali Sami Yen Spor Kompleksi benannt. Vor der Bekanntgabe des Stadionnamens wurde das Stadion in den Medien als Seyrantepe bezeichnet, nach dem Stadtviertel, in dem sich die Anlage befindet. Im Dezember 2007 bestätigte Galatasaray, dass die Heimstätte der Löwen Aslantepe heißen werde.

Der Hauptsponsor von Galatasaray, Türk Telekom, kaufte jedoch das Namensrecht für die Arena. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre und es besteht eine Option für eine Verlängerung von fünf Jahren. Seit der Eröffnung wird das Stadion Türk Telekom Arena beziehungsweise Ali Sami Yen Spor Kompleksi Türk Telekom Arena genannt und war das erste Stadion in der Türkei, das einen Sponsoren im Namen trägt.

Namensponsoring und Dienstleistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensponsoring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensrechte
Tribüne Sponsor Laufzeit Gesamt
€/$ Million
Stadion Türk Telekom 11 Jahre (2011–2022) 88 Mio. US-Dollar
Ost
(Oberrang)
Ülker 2 Jahre (2011–2013) 4 Mio. US-Dollar
Nord Pegasus Airlines 2 Jahre (2011–2013) 8 Mio. US-Dollar
Odeabank 5 Jahre (2013–2018) 2,5 Mio. Euro
Süd Opel 2,5 Jahre (2012–2015) 3,2 Mio. Euro
MNG Kargo (seit 2015)  ?
Logen Denizbank 3 Jahre (2011–2014) 4 Mio. US-Dollar

Für zehn Jahre hat das türkische Telekommunikationsunternehmen Türk Telekom im Jahr 2010 die Namensrechte am Stadion erworben und die Arena bekam den offiziellen Namen Ali Sami Yen Spor Kompleksi Türk Telekom Arena. Galatasaray erhielt im Gegenzug 88 Millionen US-Dollar. Im Mai 2014 wurde die Laufzeit um ein Jahr bis 2021 verlängert.[25]

Die Türk Telekom Arena wird in vier Bereiche unterteilt: Nord (Kuzey), Süd (Güney), West (Batı) und Ost (Doğu). Die Unterteilung änderte sich, nachdem Galatasaray Sponsoren für die genannten Bereiche fand. Pegasus Airlines war für den Nordbereich von 2011 bis 2013 der Sponsor,[26] seit 2013 ist es die Odeabank.[27] Für den östlichen Oberrang war zwei Jahre lang Ülker Sponsor und die Tribüne wurde Ülker Aile Tribünü (Ülker Familientribüne) benannt. Die Namensrechte der Südtribüne wurde 2012 für 2,5 Jahre an Opel übergeben.[28] Nachdem die Zusammenarbeit mit Opel beendet war, wurde mit Beginn der Saison 2015/16 MNG Kargo neuer Namensträger.[29]

Im Jahr 2009 wurde die Denizbank Sponsor für die Logen der Türk Telekom Arena.[30] Die Laufzeit betrug drei Jahre und die Logen wurden als Deniz Club Locaları bezeichnet.

Dienstleistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. August 2014 unterzeichneten das Telekommunikationsunternehmen TTNET und Galatasaray einen Vertrag mit einer Laufzeit von sechs Jahren.[31] Die Zuschauer, welche Zugang zur Pressetribüne haben oder Logenbesitzer sind, können kostenfrei GS TTNET WiFi nutzen. Zuschauer, die TTNET-Kunden sind, erhalten kostenfreie WLAN-Minuten. Die Stadionbesucher ohne TTNET-Abonnement können ebenfalls den WLAN nutzen, müssen jedoch vorher per Kreditkartenzahlung für diesen Service bezahlen.

Vor der Eröffnung der Arena einigte sich Galatasaray mit der Anschutz Entertainment Group (AEG).[32] Kurz nachdem mit Ünal Aysal ein neuer Vereinspräsident und Vorstand gewählt wurde, wurde die Zusammenarbeit mit AEG gekündigt.[33] Die International Stadia Group war für die Vermarktung der VIP-Plätze und Logen verantwortlich. Im August 2011 wurde diese Zusammenarbeit ebenfalls gekündigt.[34]

Zuschauerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2012/13 verkaufte Galatasaray Istanbul 41.000 Dauerkarten, was einen Rekord im türkischen Fußball darstellte. Diese Anzahl an verkauften Dauerkarten wurde eine Saison später von Galatasaray selbst mit 44.000 verbessert.[35] Das Spiel mit den meisten Zuschauern fand am 18. März 2011 beim Derby gegen Fenerbahçe Istanbul statt. Die 1:2 Niederlage von Galatasaray verfolgten 52.695 Zuschauer.[36] Im Pokalspiel zwischen Galatasaray und FBM Makina Balçova Yaşamspor kamen am 4. Februar 2015 lediglich 1.200 Zuschauer, womit zu dem Spiel die wenigstem Zuschauer zu ein Spiel von Galatasaray in der Türk Telekom Arena erschienen.[37]

Zuschauerzahlen
Saison
Gesamt pro Spiel Auslastung
2010/11
(nur Rückrunde)[38]
52.695 3.100 5,9 %
2011/12[39] 314.092 18.476 35,3 %
2012/13[40] 679.805 39.989 76,6 %
2013/14[41] 565.903 33.288 63,2 %
2014/15[42] 402.254 23.662 44,9 %
2015/16[43] 330.929 19.466 37,0 %
In der aufgeführten Statistik wurden die Süper Lig-Partien berücksichtigt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadionchoreografie der Galatasaray-Fans vor dem Stadtderby gegen Fenerbahçe Istanbul

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 11. Oktober 2011 besuchte der Präsident Albaniens, Bamir Topi, die Türk Telekom Arena.[44]
  • Während des Derbys zwischen Galatasaray und Fenerbahçe wurde mit 131,76 Dezibel die höchste gemessene Lautstärke in einer Sportveranstaltung erreicht. Im September 2013 gelang es den Anhängern der Seattle Seahawks gegen San Francisco 49ers den Rekord um 0,1 Dezibel zu erhöhen.
  • Die Organisation Stadium Business Awards nominierte 2011 die Türk Telekom Arena für die Auszeichnung als Stadion des Jahres und Neustes Stadion des Jahres.[45] Ferner belegte die Arena in einem Bericht des Bleacher Reports, das am 18. Dezember 2014 erschien, den 21. Platz in den Top 100 Stadiums in World Football.[46]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. asp-stuttgart: "Türk Telekom Arena", abgerufen am 22. April 2016.
  2. ibb.gov.tr: Metro, Seyrantepe Stadı için hazır (abgerufen am 15. März 2016)
  3. hurriyet.com.tr: "Her şey bu imzayla başladı" (abgerufen am 21. März 2016)
  4. Bir stadın gerçekleşme öyküsü: Ali Sami Yen'den Seyrantepe'ye. 2011, ISSN 1300-3437, S. 351.
  5. hurriyet.com.tr: "Ali Sami Yen Stadı projesi hayata geçiyor" (abgerufen am 21. März 2016)
  6. sporx.com: "Geçmişten günümüze Ali Sami Yen!" (abgerufen am 21. März 2016)
  7. ligtv.com.tr: "Lincoln değil Seyrantepe" (abgerufen am 23. März 2016)
  8. cnnturk.com: "Seyrantepe ihalesi Eren Talu'nun" (abgerufen am 17. April 2016)
  9. haberler.com: "Seyrantepe İhalesini Eren Talu-alke Kazandı" (abgerufen am 17. April 2016)
  10. hurriyet.com.tr: "Aslantepe'de mutlu son" (abgerufen am 17. April 2016)
  11. galatasaray.org: "25 Mart 2008: Aslantepe İnşaat Alanı Fotoğrafları" (abgerufen am 17. April 2016)
  12. hurriyet.com.tr: "TOKİ, Seyrantepe’yi Talu’dan aldı, yeni ihale kapısını açtı" (abgerufen am 17. April 2016)
  13. hurriyet.com.tr: "TOKİ, Seyrantepe’yi Talu’dan aldı, yeni ihale kapısını açtı" (abgerufen am 17. April 2016)
  14. finanstrend.com: "Seyrantepe ihalesini Varyap-Uzunlar ortaklığı kazandı" (abgerufen am 17. April 2016)
  15. milliyet.com.tr: "Seyrantepe’de inşaat başladı" (abgerufen am 17. April 2016)
  16. a b "Aslan'ın Arena'sı" (abgerufen am 18. April 2016)
  17. milliyet.com.tr: "TT Arena'ya çatı montajının maliyeti 20 milyon lira" (abgerufen am 18. April 2016)
  18. bugün.com.tr: "Türk Telekom Arena stadı Galatasaray'ın elinden alınabilir" (abgerufen am 18. April 2016)
  19. milliyet.com.tr: "Arena’nın maliyeti 191.5 milyon lira" (abgerufen am 18. April 2016)
  20. asp-stuttgart: "Türk Telekom Arena"
  21. galatasaray.org: "Ali Sami Yen SK Türk Telekom Arena" (abgerufen am 18. April 2016)
  22. arkiv.com.tr: Türk Telekom Arena GS Store (abgerufen am 14. April 2016)
  23. 500. Länderspiel der Türkei
  24. iha.com.tr: Bon Jovi, İstanbul'u salladı (abgerufen am 14. März 2016)
  25. milliyet.com.tr: "TT & Avea ile devam" (abgerufen am 20. März 2016)
  26. radikal.com.tr: "Galatasaray'a yeni sponsor" (abgerufen am 20. März 2016)
  27. milliyet.com.tr: "Galatasaray Spor Kulübü ile Odeabank arasında dev işbirliği" (abgerufen am 20. März 2016)
  28. takvim.com.tr: "Opel tribünü!" (abgerufen am 20. März 2016)
  29. mngkargo.com.tr: "MNG Kargo Galatasaray Spor Kulübü Resmi Kargo Sponsorluğu Devam ediyor" (abgerufen am 20. März 2016)
  30. galatasaray.org: "Türk Telekom Arena Locaları Tanıtıldı!" (abgerufen am 21. März 2016)
  31. fanatik.com.tr: "Galatasaray, TTNET ile iş birliği anlaşması imzaladı" (abgerufen am 21. März 2016)
  32. ligtv.com.tr: "Yıldızların arasında" (abgerufen am 21. März 2016)
  33. milliyet.com.tr: "SARAY’DA SPORTİF DEVRİM" (abgerufen am 21. März 2016)
  34. hürriyet.com.tr: "Galatasaray ile ISG yollarını ayırdı" (abgerufen am 21. März 2016)
  35. hürriyet.com.tr: Arena'da bilet kalmadı (abgerufen am 10. September 2013, türkisch)
  36. transfermarkt.com.tr: Galatasaray - Fenerbahce (18. März 2011) (abgerufen am 18. März 2011, türkisch)
  37. transfermarkt.com.tr: Galatasaray - FBM Makina Balçova Yaşamspor (18. März 2011) (abgerufen am 18. März 2011, türkisch)
  38. transfermarkt.de: Besucherzahlen 2010/11 (abgerufen am 18. März 2016)
  39. transfermarkt.de: Besucherzahlen 2011/12 (abgerufen am 18. März 2016)
  40. transfermarkt.de: Besucherzahlen 2012/13 (abgerufen am 18. März 2016)
  41. transfermarkt.de: Besucherzahlen 2013/14 (abgerufen am 18. März 2016)
  42. transfermarkt.de: Besucherzahlen 2014/15 (abgerufen am 18. März 2016)
  43. transfermarkt.de: Besucherzahlen 2015/16 (abgerufen am 28. Mai 2016)
  44. galatasaray.org: Arnavutluk Cumhurbaşkanı Bamir Topi Kulübümüzü Ziyaret Etti (abgerufen am 14. März 2016)
  45. galatasaray.org: Türk Telekom Arena Yılın Stadı Dalında Aday (abgerufen am 14. März 2016)
  46. bleacherreport.com: Top 100 Stadiums in World Football (abgerufen am 14. März 2016)