Türkengefahr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Türkendruck, 1530

Der Ausdruck Türkengefahr bezeichnet das während des 15.–17. Jahrhunderts im Gefolge der Türkenkriege in der europäischen Öffentlichkeit verbreitete Schreckbild des expandierenden Osmanischen Reiches als der Bedrohung des christlichen Abendlands durch eine islamische Macht. Der Begriff der „Türkengefahr“ wurde ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert in der deutschsprachigen Regionalgeschichtsschreibung und verstärkt ab den 1950er Jahren in der österreichischen Geschichtsschreibung über die Habsburger verwendet.[1] Mit Türkendrucken oder Turcica werden Flugschriften bezeichnet, mit denen mit Hilfe des neu erfundenen Buchdrucks vor der „Türkengefahr“ gewarnt wurde.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Almut Höfert: Den Feind beschreiben. “Türkengefahr” und europäisches Wissen über das Osmanische Reich. Campus, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-593-37482-X, S. 51.
  2. Almut Höfert: Die „Türkengefahr“ in der Frühen Neuzeit. In: Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.): Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen. 2., aktualisiert und erweitert Aufl. 2010, 2010, S. 61–70.
  3. Grundlegend Carl Göllner: Die europäischen Türkendrucke des XVI. Jahrhunderts., Bd. MDI-MDL, Akademie-Verlag, 1961.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]