Türkische Marine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Türk Deniz Kuvvetleri
Türkische Marine
Seal of the Turkish Navy.svg

Wappen der Türkischen Marine
Aktiv
Land TurkeiTürkei Türkei
Streitkräfte Türk Silahlı Kuvvetleri
Typ Teilstreitkraft (Marine)
Stärke 46.400[1]
Oberbefehlshaber
Deniz Kuvvetleri Komutanı Bülent Bostanoğlu

Die Türkische Marine (türkisch Türk Deniz Kuvvetleri) bildet die Marine der Türk Silahlı Kuvvetleri.

Der Marine gehören 46.400 Soldaten an, von denen 34.500 Wehrpflichtige sind.

Neben der Marine besteht die türkische Küstenwache, deren 3.250 Angehörige jedoch dem türkischen Innenministerium unterstehen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem türkischen Marineoberkommando (HQ Izmir) unterstehen zwei Regionalkommandos, ein Flottenkommando (Gölcük) und ein Ausbildungskommando (Altinovayalova).

Das Regionalkommando Nord (Istanbul) ist für das Schwarze Meer inklusive des Marmarameers zuständig und verfügt über Stützpunkte in Bartın, Canakkale, Erdek, Ereğli, Gölcük, Istanbul, Samsun und Trabzon.

Das Regionalkommando Süd (Izmir) ist für das Mittelmeer inklusive des Ägäischen Meers zuständig und verfügt über Stützpunkte in Aksaz, Antalya, Foça, İskenderun, Izmir und Mersin.

Ferner verfügt die türkische Marine über eine Brigade Marineinfanterie (drei Infanteriebataillone und ein Artilleriebataillon), Marinefliegereinheiten und Werften in Gölcük, Izmir und Pendik.

Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patrouillenboot der Tuzla-Klasse
Amphibisches Angriffsschiff. „TCG Anadolu“ befindet sich (stand 2018) im Bau.

Im Rahmen der Flottenmodernisierung setzt die türkische Marine auf heimische Schiffe. Die Schiffe der Milgem-Klasse verfügen über Merkmale der Tarnkappentechnik. Die TCG Heybeliada (F-511) wurde 2012 in Dienst gestellt. Es folgte die TCG Büyükada, TCG Burgazada, TCG Kınalıada. Die Patrouillenboote der Tuzla-Klasse werden von der Dearsan-Werft in Istanbul gebaut. Die Schiffe der Tuzla-Klasse sind für den Einsatz in Küstengewässern konstruiert. Die Sedef-Werft baut das erste amphibische Angriffsschiff für die türkische Marine basierend auf der spanischen Juan Carlos I (L-61). Die „TCG Anadolu“ hat eine Kapazität für sechs F35B-Jets, vier Atak-Hubschrauber, acht Transporthubschrauber Aérospatiale AS 332, zwei S-70B-28-Seahawk-Hubschrauber und zwei TAI Anka oder Bayraktar Aufklärungsdrohnen. Der Zulauf ist für das Jahr 2019 geplant.[2] Am 22. Juli 2008 bestellte die Türkei sechs Einheiten der U-Boot-Klasse 214. Das Auftragsvolumen beträgt 2.7 Milliarden Dollar. Die Boote werden in der modifizierten Variante TN in der Gölcük-Schiffswerft in Izmit gebaut. Die Kiellegung der ersten drei Boote, Piri Reis, Hizir Reis und Murat Reis erfolgte bereits (Stand 2018).[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Türkische Marine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Länderinformation des österr. Verteidigungsministeriums
  2. Bau für ersten einheimischen Flugzeugträger wird fortgesetzt TRT Deutsch vom 26 März 2018
  3. Türkei baut U-Boote eurasianews vom 26. Oktober 2017