Třebařov

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Třebařov
Wappen von Stašov
Třebařov (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Pardubický kraj
Bezirk: Svitavy
Fläche: 1561 ha
Geographische Lage: 49° 50′ N, 16° 42′ OKoordinaten: 49° 50′ 2″ N, 16° 42′ 1″ O
Höhe: 360 m n.m.
Einwohner: 887 (1. Jan. 2017)[1]
Postleitzahl: 569 33
Kfz-Kennzeichen: E
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Driml Martin (Stand: 2008)
Adresse: Třebařov 44
569 33 Třebařov
Gemeindenummer: 578908
Website: www.trebarov.cz

Třebařov (deutsch: Triebendorf) ist eine Gemeinde im Okres Svitavy (Tschechien).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Třebařov liegt am Rand der Mirovská vrchovina (Mürauer Bergland) in Mähren, 8,5 Kilometer nördlich von Moravská Třebová und 14 Kilometer südöstlich von Lanškroun. Durch den Ort fließt der Bach Třebařovský potok. Nachbarorte sind Staré Město im Süden, Petrušov im Westen sowie Krasíkov und Koruna im Norden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1267 gründete Boresch II. von Riesenburg hier das Augustinerkloster Corona S. Mariae. Bei dieser Gelegenheit wurde der Ort erstmals erwähnt. Das Kloster erhielt im Dorf 20 Hufen Land.

1398 gehörte es zur Herrschaft in Moravská Třebová, vom 17. Jahrhundert bis 1875 zur Herrschaft Zábřeh. Die Siedlungen Groß- und Kleintriebendorf, Triebenhof, Legstang, Friedrichsthal und Neustift bildeten ab 1884 die Gemeinde Triebendorf. 1910 erhielt diese den Status einer Marktgemeinde. Neben landwirtschaftlichen Betrieben gab es hier eine Weberei, eine Mühle und einen Steinbruch.

Bei der Volkszählung 1930 hatte der Ort 1823 Einwohner (davon 47 Tschechen) [2]. Es war ein bis 1945 deutschsprachiges Waldhufendorf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Sudetendeutschen aus Triebendorf vertrieben. Ihr Vermögen durch das Beneš-Dekret 108 konfisziert und die katholische Kirche enteignet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruine des Augustinerklosters
  • Kirche der Hl. Dreieinigkeit von 1769

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)
  2. Rudolf Hemmerle: Sudetenland Lexikon Band 4, Seite 451. Adam Kraft Verlag, 1985. ISBN 3-8083-1163-0.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Šícha, Eva Habel, Peter Liebald, Gudrun Heissig: Odsun. Die Vertreibung der Sudetendeutschen. Dokumentation zu Ursachen, Planung und Realisierung einer „ethnischen Säuberung“ in der Mitte Europas 1945/46. Sudetendeutsches Archiv, München 1995, ISBN 3-930626-08-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]