SU-100U

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SU-100U
SU-100U im Panzermuseum Kubinka

SU-100U im Panzermuseum Kubinka

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 6
Länge 10,9 m
Breite 3,4 m
Höhe 3,29 m
Masse 64 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 65 mm
Hauptbewaffnung 130-mm L/55 Kanone B-13
Sekundärbewaffnung 3 × MG DT
Beweglichkeit
Antrieb GAM34-BT
890 PS (655 kW)
Federung Drehstabfederung
Höchstgeschwindigkeit 30 km/h
Leistung/Gewicht 13,90 PS/Tonnen

Die SU-100U war ein Sturmgeschütz/Selbstfahrlafette der sowjetischen Roten Armee. Es war mit einem Schiffsgeschütz ausgerüstet und wurde deshalb auch Marine-Selbstfahrlafette genannt.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SU-100U sollte zur Bekämpfung schwerer Bunker als Selbstfahrlafette eingesetzt werden. Sie entstand auf der Wanne des einzigen schweren Panzerprototyps T-100, der im finnisch-russischen Winterkrieg 1939/1940 unter Feldbedingungen getestet wurde und sich nicht bewährte, weil die aus einer 76,2- und einer 45-mm-Kanone bestehende Bewaffnung die finnischen Bunker nicht zerstören konnte. Zunächst sollte eine größere 152-mm-Kanone auf dem T-100 eingebaut werden. Diese Modell wurde als T-100Y bezeichnet, wurde jedoch schon bald wegen des KW-1 und des überlegenen KW-2 mit seiner bereits verwendeten 152-mm-Kanone eingestellt. Am 8. Januar 1940 wurden neue Pläne des Nachfolgers, dem T-100-X, fertiggestellt und an die Izhorskyi-Fabrik Nr.185 geschickt. Der T-100-X hatte ein kastenförmigen Aufbau und wurde mit einer 130-mm-Schiffskanone ausgerüstet. Für die Mobilität wurde eine Drehstabfederung eingebaut. Bei der Weiterentwicklung des Prototyps wurde die Form des Aufbaues modifiziert, um die Munitionsbeladungszeit zu reduzieren. Das neue Design wurde als SU-100U (manchmal auch SU-100Y genannt) bekannt. Die Entwürfe der SU-100U wurden am 24. Februar 1940 an die Izhorskyi-Fabrik geschickt. Der einzige Prototyp wurde im März 1940 fertiggestellt. Bei der Fertigstellung des Prototyps war der Winterkrieg bereits beendet, wodurch die SU-100U nicht mehr unter Kampfbedingungen getestet werden konnte und es nie zu einer Serienfertigung kam.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SU-100U entstand durch den Umbau der Wanne des einzigen Prototyps des T-100. Als Antrieb diente der GAM34-Torpedoboot-Motor, eine Variante des Mikulin-Flugmotors AM-34.

Die SU-100U war mit einer 130-mm-Schiffskanone B-13 in einem nicht drehbaren und ihrem besonders markantem geschlossenem kastenförmigen Aufbau ausgerüstet.

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzige SU-100U wurde im Winter 1941 auf dem Höhepunkt der Schlacht um Moskau eingesetzt, wobei es keinerlei Aufzeichnungen über den genauen Einsatz gibt. Die SU-100U überstand den Krieg und ist heute im Panzermuseum Kubinka ausgestellt.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Front: 55–65 mm
Seite: 55–65 mm
Heck: 50–60 mm
Dach: 20 mm

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. W. Karpenko: Sowjetisch-Russische Panzer. 1905–2003. Elbe-Dnjepr, Klitzschen 2004, ISBN 3-933395-44-5, S. 403 (russisch: Обозрение отечественной бронетанковой техники (1905-1995 гг.). Übersetzt von R. Meier).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]