t-online.de

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t-online.de
T-online.de.svg
t-online.de
Beschreibung Nachrichten-Website
Eigentümer Ströer Content Group
Erschienen 1995

t-online.de ist die reichweitenstärkste Nachrichten-Website Deutschlands.[1] Das Newsportal ist ein Angebot der Ströer Digital Publishing GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Ströer Content Group.[2]

Website[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

T-Online entwickelte sich im Laufe von zwei Jahrzehnten vom Internetprovider zum Newsportal.[3]  Über alle Endgeräte, Kanäle und Medien veröffentlicht t-online.de heute Nachrichten, Meinungen und Erklärformate zum aktuellen Weltgeschehen.[4] Zum Informationsangebot gehören die Ressorts Politik, Panorama, Sport, Unterhaltung, Digital, Finanzen, Auto, Gesundheit, Heim und Garten, Leben, Spiele und Video.[5]  

2015 wurde t-online.de von der Telekom an Ströer verkauft,[6] die das Portal mit einem stärkeren News-Fokus neu ausrichtete. Neben Nachrichten und Reportagen finden Leser auf t-online.de weiterhin den Zugriff auf ihre E-Mail-Konten und die Telekom-Medien- und Kundencenter[7] sowie zahlreiche Services, wie den Browser von t-online.de[8] und die TankenApp.[9]

Redaktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 baute t-online.de in Berlin eine Redaktion auf.[10] Unter der Leitung von Chefredakteur Florian Harms (ehemals Chefredakteur Spiegel Online) hat die neue Zentralredaktion[11] den Auftrag, t-online.de zur größten digitalen Medienmarke Deutschlands zu machen.[12] 

Für t-online.de steht die Vernetzung der verschiedenen Screens (Desktop, Mobile und Public) im Vordergrund.[13] Neben traditionellem Online-Journalismus will das Newsportal mobil stärker werden und konzentriert sich auf neue journalistische Kanäle wie Voice und Out-of-Home.[14] Inhalte von t-online.de laufen auf allen Ströer Public Video Screens[15] an Bahnhöfen, S- und U-Bahn-Stationen, Flughäfen und Einkaufszentren. Das Newsportal erreicht so per Desktop, Smartphones, Tablets, Social Media und Public Video rund 47 Millionen Personen.[16]

Die Redaktion rund um Chefredakteur Florian Harms sitzt in Berlin.[17] Am Standort Frankfurt arbeiten neben dem Geschäftsführer der Ströer Digital Publishing, Björn Schwenzer,[18] auch Produktmanagement, IT und Vermarktung.[12]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 wurde der bestehende Online-Dienst BTX der Deutschen Telekom in T-Online umbenannt.[19]
  • Im September 1995 gründete die Deutsche Telekom das Portal t-online.de als Anlaufstelle für das Internet und die E-Mail-Kommunikation. Neben aggregierter und redaktioneller Nachrichten streamte t-online.de exklusive Inhalte wie den weltweit ersten Live-Video-Chat mit einem Astronauten im Weltall.[20]
  • 1996 wurde die damalige Online Pro Dienste GmbH & Co. KG aus der Deutschen Telekom ausgegliedert.[21]
  • Zum 1. Januar 2000 erfolgte die Umbenennung in T-Online International AG und die Änderung der Gesellschaftsform in eine Aktiengesellschaft.[22] Am 17. April 2000 wurde die T-Online-Aktie erstmals an der Börse gehandelt. Ihr Emissionspreis betrug 27 Euro; die Aktie war 20-fach überzeichnet. Mitte Juni 2000 wurde die Aktie in den Aktienindex Nemax-50 des Neuen Markts aufgenommen.[23]
  • Ende 2006 wurde T-Online vom Mutterkonzern Telekom zurückgekauft.[24] Die Verschmelzung scheiterte lange an dem erbitterten Widerstand der zahlreichen Kleinaktionäre.[25]
  • Am 17. September 2010 veröffentlichte die Deutsche Telekom AG im Bundesanzeiger eine technische Bekanntmachung über die Nachbesserung des Umtauschverhältnisses im Zusammenhang mit der Verschmelzung der ehemaligen T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG.[26]
  • Im November 2015 verkaufte die Deutsche Telekom die Website t-online.de und den Vermarkter Interactive Media an Ströer.[27]
  • Der E-Mail-Dienst sowie Medien- und Kundencenter werden weiterhin von der Deutschen Telekom betrieben. Der Kaufpreis betrug rund 300 Millionen Euro. Die Transaktion erfolgte auf dem Wege einer Kapitalerhöhung von Ströer gegen Sacheinlage der beiden Gesellschaften; die Deutsche Telekom erhielt dabei einen Anteil von 11,6 Prozent an Ströer.[28]
  • Im August 2016 wurde t-online.de Teil der Ströer Digital Publishing GmbH.[29] Standort der Gesellschaft ist Frankfurt.[30] Die neue Zentralredaktion hat ihren Sitz in Berlin.[31]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

T-Online geriet im Oktober 2010 mit seinem Shopping-Portal Einkaufswelt in die Kritik, als sich herausstellte, dass Nutzerbewertungen zu Produkten nicht von tatsächlichen Nutzern, sondern von der Agentur Textprovider geschrieben worden waren. Die Agentur hatte 1000 Texte zwischen 80 und 180 Wörtern geliefert, die als Konsumentenbewertungen von Kunden eingestellt wurden. Die Telekom erklärte, dass ihr der Auftrag nicht bekannt gewesen sei, und ließ die fraglichen Bewertungen löschen.[32]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1.  AGOF digital-facts 2017-12
  2. Ströer Digital Publishing GmbH. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  3. Jubiläum: 20 Jahre t-online.de – das große Internetportal feiert Geburtstag. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  4. t-online.de in Berlin. Abgerufen am 19. Februar 2018 (englisch).
  5. News, E-Mail und Shopping bei t-online.de. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  6. Ströer kauft T-Online - manager magazin. In: manager magazin. (manager-magazin.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  7. Süddeutsche de GmbH, Munich Germany: T-Online-Portal-Verkauf: Für E-Mail-Kunden ändert sich nichts. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  8. t-online.de Browser & weitere Browser | kostenloser Download. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  9. Benzinpreise: Billig tanken mit tanken.t-online.de. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  10. Textchef und Washington-Korrespondent für T-Online: Nachrichtenportal baut Redaktion weiter aus › Meedia. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  11. Das ist t-online.de und die Mannschaft dahinter. In: www.t-online.de. (t-online.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  12. a b Jens Twiehaus: Riesen unter dem Radar. Hrsg.: medium – Magazin für Journalisten. Nr. 06, 2017.
  13. Ströer-Chef Udo Müller im Video-Interview: "Müssen akzeptieren, dass bestimmte Themen von Google und Facebook besetzt sind". In: HORIZONT. (horizont.net [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  14. Markus Wiegand: Marc Schmitz: Angst vor ihm schadet nicht. Hrsg.: Kress Pro ePaper. Nr. 09, 2017.
  15. t-online.de in Berlin. Abgerufen am 19. Februar 2018 (englisch).
  16. T-Online Desktop & Mobile und Public Video. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  17. Florian Harms wird Chefredakteur von T-Online: Ex-SpOn-Macher soll Ströer-Angebot publizistisch aufwerten › Meedia. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  18. Impressum. In: www.t-online.de. (t-online.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  19. Alexander Kuch: Btx: Bildschirmtext war 1983 der erste deutsche Online-Dienst. (teltarif.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  20. Jubiläum: 20 Jahre t-online.de – das große Internetportal feiert Geburtstag. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  21. Alexander Kuch: Btx: Bildschirmtext war 1983 der erste deutsche Online-Dienst. (teltarif.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  22. heise online: T-Online wird Aktiengesellschaft. Abgerufen am 19. Februar 2018 (deutsch).
  23. Indexwerte: Infineon kommt in den Dax, T-Online in den Nemax-50. In: Spiegel Online. 10. Mai 2000 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  24. Telekommunikation: T-Online-Angebot der Telekom empört Aktionärsschützer. In: FAZ.NET. 10. Oktober 2004, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  25. Deutsche Telekom: Der Kampf für die T-Online-Eingliederung wird hart. In: Spiegel Online. 4. November 2005 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  26. Technische Bekanntmachung. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  27. Frankfurter Neue Presse: Neuer Besitzer: Telekom verkauft T-Online und Interactive Media an Ströer | Frankfurter Neue Presse. (fnp.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  28. Game-Changer: Ströer übernimmt Deutschlands größtes Internetportal t-online.de und Deutschlands drittgrößten Online-Vermarkter InteractiveMedia. Abgerufen am 19. Februar 2018 (englisch).
  29. Home - Ströer Digital Publishing GmbH. Abgerufen am 19. Februar 2018 (deutsch).
  30. t-online.de. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  31. Werben & Verkaufen: Startschuss für T-Online in Berlin | W&V. (wuv.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  32. Telekom ließ Nutzerbewertungen fingieren. In: Spiegel Online. 9. Oktober 2010, abgerufen am 24. November 2017.