T-Online

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T-Online (Eigenschreibweise: t-online)[1] war der Markenname eines zunächst separaten Online-Dienstes der Deutschen Telekom AG. 1995 wurden die ersten Dienste unter diesem Namen gestartet und innerhalb einer separaten AG ausgegliedert. Ab 2005 wurde zunächst im Rahmen der DSL-Verbreitung und des Ausbaus das gesamte Angebot nach und nach in die Sparte T-Home ausgegliedert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von 1995 bis 24. März 2019

1995 wurde der bestehende Online-Dienst BTX der Deutschen Telekom in T-Online umbenannt.[2] Im September 1995 gründete die Deutsche Telekom das Portal t-online.de als Anlaufstelle für das Internet und die E-Mail-Kommunikation. Neben aggregierten und redaktionellen Nachrichten streamte t-online.de exklusive Inhalte, wie den weltweit ersten Live-Video-Chat mit einem Astronauten im Weltall.[3]

1996 wurde die damalige Online Pro Dienste GmbH & Co. KG aus der Deutschen Telekom ausgegliedert.[4]

Zum 1. Januar 2000 erfolgte die Umbenennung in T-Online International AG und die Änderung der Gesellschaftsform in eine Aktiengesellschaft.[5] Am 17. April 2000 wurde die T-Online-Aktie erstmals an der Börse gehandelt. Ihr Emissionspreis betrug 27 Euro; die Aktie war 20-fach überzeichnet. Mitte Juni 2000 wurde die Aktie in den Aktienindex Nemax-50 des Neuen Markts aufgenommen.[6]

Ende 2006 wurde T-Online vom Mutterkonzern Telekom zurückgekauft.[7] Die Verschmelzung scheiterte lange an dem erbitterten Widerstand der zahlreichen Kleinaktionäre.[8]

Am 17. September 2010 veröffentlichte die Deutsche Telekom AG im Bundesanzeiger eine technische Bekanntmachung über die Nachbesserung des Umtauschverhältnisses im Zusammenhang mit der Verschmelzung der ehemaligen T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG.[9]

Im November 2015 verkaufte die Deutsche Telekom die Website t-online.de und den Vermarkter Interactive Media an Ströer Media.[10] Der E-Mail-Dienst sowie Medien- und Kundencenter werden weiterhin von der Deutschen Telekom betrieben. Der Kaufpreis betrug rund 300 Millionen Euro. Die Transaktion erfolgte auf dem Wege einer Kapitalerhöhung von Ströer gegen Sacheinlage der beiden Gesellschaften; die Deutsche Telekom erhielt dabei einen Anteil von 11,6 Prozent an Ströer.[11] Im August 2016 wurde t-online.de Teil der Ströer Digital Publishing GmbH.[12] Standort der Gesellschaft ist Frankfurt am Main.[13] Die neue Zentralredaktion hat ihren Sitz in Berlin.[14]

Am 25. März 2019 erhielt die Website ein neues Logo. Es enthält erstmals nicht mehr das typische Telekom-T. Von der Magenta-Farbe übriggeblieben ist nur noch ein kleiner Magenta-Punkt, der der 24-jährigen Geschichte von t-online.de Rechnung tragen soll.[15]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. von Achim Schaffrinna: Ist das schon ein Logo oder doch nur ein Schriftzug? T-Online – die unsichtbare Marke. In: Design Tagebuch. Abgerufen am 2. Mai 2019 (deutsch).
  2. Alexander Kuch: Btx: Bildschirmtext war 1983 der erste deutsche Online-Dienst. (teltarif.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  3. Jubiläum: 20 Jahre t-online.de – das große Internetportal feiert Geburtstag. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  4. Alexander Kuch: Btx: Bildschirmtext war 1983 der erste deutsche Online-Dienst. (teltarif.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  5. heise online: T-Online wird Aktiengesellschaft. Abgerufen am 19. Februar 2018 (deutsch).
  6. Indexwerte: Infineon kommt in den Dax, T-Online in den Nemax-50. In: Spiegel Online. 10. Mai 2000 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  7. Telekommunikation: T-Online-Angebot der Telekom empört Aktionärsschützer. In: FAZ.NET. 10. Oktober 2004, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  8. Deutsche Telekom: Der Kampf für die T-Online-Eingliederung wird hart. In: Spiegel Online. 4. November 2005 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  9. Technische Bekanntmachung. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 19. Februar 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bundesanzeiger.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Frankfurter Neue Presse: Neuer Besitzer: Telekom verkauft T-Online und Interactive Media an Ströer | Frankfurter Neue Presse. (fnp.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  11. Game-Changer: Ströer übernimmt Deutschlands größtes Internetportal t-online.de und Deutschlands drittgrößten Online-Vermarkter InteractiveMedia. Abgerufen am 19. Februar 2018 (englisch).
  12. Home - Ströer Digital Publishing GmbH. Abgerufen am 19. Februar 2018 (deutsch).
  13. t-online.de. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  14. Werben & Verkaufen: Startschuss für T-Online in Berlin | W&V. (wuv.de [abgerufen am 19. Februar 2018]).
  15. Peter Schink: Fällt Ihnen etwas auf? Das neue Logo auf t-online.de. In: BLOG T-ONLINE.DE. t-online.de, 25. März 2019, abgerufen am 26. März 2019.