T-Online.de

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T-Online.de
www.t-online.de
Beschreibung Internet-Portal
Registrierung nicht erforderlich
Sprachen Deutsch
Eigentümer Deutsche Telekom
Status online
T-Online-Firmenzentrale in Darmstadt

T-Online.de ist ein Online-Dienst, der zum Geschäftsbereich Products & Innovation der Deutschen Telekom AG gehört. Laut AGOF und Nielsen NetRatings stellt der Webauftritt einen der reichweitenstärksten im deutschsprachigen Internet dar.

Webportal[Bearbeiten]

T-Online.de ist eine Website, auf der sich Nutzer per aktueller News- und Ratgeberinhalte über das Weltgeschehen informieren und Dienste wie E-Mail und Mediencenter in Anspruch nehmen können. T-Online.de ist auf allen Endgeräten verfügbar und laut AGOF und Nielsen NetRatings das meistbesuchte General-Interest-Portal Deutschlands. Zum Informationsangebot gehören die Portalbereiche Nachrichten, Sport, Wirtschaft, Unterhaltung, Lifestyle, Auto, Digital, Reisen, Eltern, Kids, Gesundheit, Regionales und T-Online.de/TV.

Angebot[Bearbeiten]

Zum Portfolio der T-Online.de gehören neben dem Portal auch weitere Content-Angebote, Apps und Partner-Webseiten.

  • Content-Angebote: wetter.info, wanted.de, desired.de, ZUHAUSE.DE, feelGreen.de
  • Apps: T-Online.de – Nachrichten App, TankenApp von T-Online.de, wetter.info App, Fußball-Live-Ticker Herzrasen, Eltern App von T-Online.de, wanted.de (iPad)
  • Beteiligungen/Partner: deals.de, THE DIGITALE, mydoc.de, bodymass.de, einfachtierisch.de, Lottohelden.de

Dienste[Bearbeiten]

T-Online.de bietet u. a. folgende Dienste an:

  • E-Mail
  • Telekom Mediencenter, Online-Festplatte für Dateien aller Art, z. B. Fotos, 25 GB Speicherplatz
  • Telekom Browser
  • tanken.t-online.de/
  • Stauwarner
  • Wettervorhersage
  • kostenlose Software-Downloads
  • Tageshoroskop

T-Online International AG[Bearbeiten]

früheres Logo vor der Zentrale

Die ehemalige T-Online International AG war ein Internetdienstanbieter und wurde im April 2000 als eine börsennotierte Aktiengesellschaft im Konzern der Deutschen Telekom am Neuen Markt sehr teuer abgesetzt. 2006 wurde sie nach günstigen Rückkäufen und Squeeze-out mit der Muttergesellschaft verschmolzen, dabei wurden die Produkte in den ehemaligen Geschäftsbereich T-Com der Deutschen Telekom integriert; von 2007 bis 2010 wurden sie unter der Marke T-Home vertrieben, mittlerweile ist aber auch diese Marke vom Markt verschwunden und die Produkte der ehemaligen Sparten T-Mobile und T-Home werden aus einer Hand unter der Marke Telekom vertrieben. T-Online.de als Internet-Portal wurde in die Geschäftseinheit Products & Innovation überführt.

  • T-Online war mit rund 14,03 Millionen, davon 5,09 Millionen DSL-Kunden (Stand: Januar 2006) und einem Umsatz von rund 1,81 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2005 der größte europäische Internet Service Provider.
  • Das im September 1995 gegründete Unternehmen beschäftigte 3.322 Mitarbeiter, davon 2.217 in Deutschland (Stand 30. Dezember 2005).
  • Der Firmensitz befindet sich seit Januar 2005 in Darmstadt, in der nach dem Unternehmen benannten T-Online-Allee.
  • Die „alte“ T-Online heißt heute T-Online.de & Audience Products und gehört zu Products & Innovation. Das Hauptgeschäftsfeld ist das Portal www.t-online.de, das (nach AGOF und Nielsen) das größte General Interest-Angebot im deutschsprachigen Raum ist.
  • Nach innen ist Products & Innovation für die Entwicklung neuer Produkte im Konzern der Deutschen Telekom AG zuständig.

Unternehmensbeteiligungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Bei den ehemals der T-Online International AG zugeordneten Beteiligungen handelt es sich nach erfolgter Wiedereingliederung der T-Online in den Mutterkonzern um Beteiligungen der Deutschen Telekom AG.

Die ausländischen Aktivitäten wurden entweder verkauft (die französische Tochter Club Internet im Juni 2007 an Neuf Cegetel, die spanische ya.com im Juli 2007 an France Télécom) oder eingestellt (T-Online Schweiz und T-Online Österreich, jeweils im Jahr 2008). Die Scout24-Gruppe wurde 2013 ausgegliedert und mehrheitlich verkauft.

Produkte[Bearbeiten]

Ehemalige Zentrale in Darmstadt

Die T-Online International AG verfolgte ein kombiniertes Geschäftsmodell aus Access- und Non-Access-Geschäft. Zum Access-Geschäft gehörte die Vermarktung verschiedenster Internet-Tarife (T-DSL) auch über WLAN und internationalen Roaming-Zugang. Das Non-Access-Geschäft umfasste Kommunikationsservices (z. B. E-Mail, Homepage und VoIP) und Entertainmentservices wie digitale Vertriebsplattformen für Spielfilme (Videoload), Software (Softwareload), Musiktitel (Musicload) und PC-Spiele (Gamesload). Außerdem gab es einen Onlineshop für Hardware, Software und Unterhaltungselektronik.

Anfang 2014 trennte sich das Unternehmen von drei der Downloadportale. Nur Videoload wird heute noch von der Deutschen Telekom betrieben. In Kooperation mit einer Vielzahl anderer Partner bietet T-Online.de & Audience Products außerdem Möglichkeiten zum E-Commerce.

T-Online bot Internetzugänge für Geschäfts- und Privatkunden an. Mit der Zugangstechnik T-DSL (ADSL) machte der Provider in Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern Deutsche Telekom den Breitband-Internetzugang über DSL in Deutschland populär.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1995 wurde der bestehende Online-Dienst BTX der Deutschen Telekom in T-Online umbenannt.
  • 1996 wurde die damalige Online Pro Dienste GmbH&Co KG aus der Deutschen Telekom ausgegliedert.
  • Zum 1. Januar 2000 erfolgte die Umbenennung in T-Online International AG und die Änderung der Gesellschaftsform in eine Aktiengesellschaft.
  • Ende 2006 wurde T-Online vom Mutterkonzern (Telekom) zurückgekauft und 2007 als Organisationseinheit in Products & Innovation zurück in den Konzern integriert. Das bisherige Geschäft als Internet Service Provider wurde überwiegend an die Geschäftseinheit T-Home abgegeben.
  • Seit November 2007 gibt es die Marke T-Online nicht mehr. Die Produkte wurden bis 2010 unter der Marke T-Home weitervertrieben. Das Internetportal www.t-online.de wurde damit ein Informations-, Medien- und Unterhaltungsportal.
  • Seit 2010 sind die Geschäftseinheiten T-Home und T-Mobile in der Kundenkommunikation zusammengefasst, beide Sparten werden nun aus einer Hand von der Telekom angeboten. Die Marken T-Home sowie T-Mobile sind seitdem nahezu vom Markt verschwunden.
  • Am 17. September 2010 veröffentlichte die Deutsche Telekom AG im Bundesanzeiger eine technische Bekanntmachung über die Nachbesserung des Umtauschverhältnisses im Zusammenhang mit der Verschmelzung der ehemaligen T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG.

T-Online-Aktie[Bearbeiten]

Am 17. April 2000 wurde die T-Online-Aktie erstmals an der Börse gehandelt, ihr Emissionspreis betrug 27 Euro, die Aktie war 20-fach überzeichnet. Mitte Juni 2000 wurde die Aktie in den Aktienindex Nemax-50 des Neuen Markts aufgenommen.[1] Im Rahmen der IFA 2003 wurde der Musicload-Dienst gestartet. Von 2000 bis 2003 verwendete T-Online die computeranimierte Figur Robert T-Online in ihrer Werbung. 2003 erhielt der Konzern einen Big Brother Award für das Speichern von IP-Adressen von Internet-Flatrate-Kunden. Bei einer Aktionärsversammlung der Deutschen Telekom am 29. April 2005 beschloss der Konzern die Wiedereingliederung der Tochter. Den Aktionären wurden 0,52 Telekom-Aktien je T-Online-Aktie angeboten.

Ab Anfang 2005 gehörte T-Online zum strategischen Geschäftsfeld „Breitband/Festnetz“ (SGF BBFN) der Deutschen Telekom AG und sollte durch eine Verschmelzung in die Deutsche Telekom AG reintegriert werden. Zukünftig sollten die Aktivitäten des SGF BBFN unter der Marke „T-Com“ firmieren. Die Verschmelzung scheiterte lange an dem erbitterten Widerstand der zahlreichen Kleinaktionäre. Diese wollten die Differenz zwischen dem ehemals hohen Emissionspreis der Aktie und dem 2005 unterbreiteten, vergleichsweise niedrigen Abfindungsangebot nicht hinnehmen und beschäftigten die Gerichte. Die Kleinaktionäre forderten eine Abfindung in Form einer Wandlung der T-Online-Aktie gegen die Telekom-Aktie im Verhältnis 1:1. Wäre es nach der Deutschen Telekom gegangen, hätten die Aktionäre der Internet-Tochter 0,52 Telekom-Aktien für einen ihrer Anteile an T-Online erhalten. Damit lag die Bewertung von T-Online im oberen Bereich der von der Telekom angekündigten Umtauschspanne von 0,45 bis 0,55 Telekom-Aktien. Nach diesem festgelegten genauen Verhältnis hötten die T-Online-Aktionäre beispielsweise für 25 eigene Aktien 13 Telekom-Aktien erhalten. Das Umtauschverhältnis wurde aufgrund der Unternehmensbewertungen auf Basis des so genannten Ertragswertverfahrens ermittelt. Dabei wurde auch die mittel- und langfristige Planung einbezogen. Demnach belief sich der angemessene Wert für T-Online auf 14,71 Euro je Aktie und für die Telekom auf 28,31 Euro. Die Telekom hatte, als sie den Rückkauf der Internet-Tochter ankündigte, den Aktionären ein Barangebot über 8,99 Euro pro Aktie gemacht, das von Aktionärsschützern als viel zu niedrig kritisiert wurde. Aktionärsschützer empfahlen zunächst abzuwarten, da es nach Einschätzung von Experten zu Gerichtsverfahren über die Höhe der Umtauschofferte kommen würde, was dann auch genau so geschah. Hätten die Richter das Angebot als zu niedrig eingestuft, hätte diesfür alle T-Online-Anleger gegolten. Am 1. Juni 2006 erfolgte schließlich die Freigabe der Verschmelzung der T-Online International AG mit der Deutsche Telekom AG durch den BGH. Die Verschmelzung wurde am 6. Juni 2006 mit dem Eintrag ins Handelsregister endgültig vollzogen. Für die Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG gemäß Verschmelzungsvertrag vom 8. März 2005 wurde für jede Aktie außenstehender Aktionäre der T-Online International AG im Nennwert von 1,00 Euro eine bare Zuzahlung in Höhe von 1,15 Euro festgesetzt.

Kritik[Bearbeiten]

T-Online.de geriet im Oktober 2010 mit seinem Shopping-Portal Einkaufswelt in die Kritik, als sich herausstellte, dass Nutzerbewertungen zu Produkten nicht von tatsächlichen Nutzern, sondern von der Agentur Textprovider geschrieben worden waren. Die Agentur hatte 1000 Texte zwischen 80 und 180 Wörtern geliefert, die als Konsumentenbewertungen von Kunden eingestellt wurden. Die Telekom ließ erklären, dass ihr der Auftrag nicht bekannt gewesen sei und ließ die fraglichen Bewertungen löschen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Infineon kommt in den Dax, T-Online in den Nemax-50. Spiegel-online. 10. Mai 2000. Abgerufen am 29. Juli 2012.
  2. Telekom ließ Nutzerbewertungen fingieren. In: Spiegel Online, erschienen am 9. Oktober 2010, abgerufen am 10. Oktober 2010

Weblinks[Bearbeiten]