TER Haute-Normandie

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TER Haute-Normandie ist ein Verkehrsunternehmen, das für die bis 2015 existierende französische Region Haute-Normandie (seit 2016 Teil der Region Normandie) die Logistik des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zur Verfügung stellt. Wie auch die anderen TER-Unternehmen in Frankreich wird es von der Regionalregierung kofinanziert und von der Staatseisenbahn SNCF betrieben.

Die Gesellschaft TER Haute-Normandie betreibt ihre Linien auf einer Fläche von ca. 12.300 km² und hält an 76 Bahnhöfen. So muss jeder Bahnhof durchschnittlich eine Fläche von 162 km² versorgen. Die Grenzen des Verkehrsgebietes bilden die beiden Départements Eure (27) und Seine-Maritime (76).

Auch in der Haute-Normandie begann das TER-Zeitalter am 1. Januar 2002. An diesem Tag begann die praktische Zusammenarbeit zwischen SNCF und der Regionalverwaltung. Neben dem SNCF als Dienstleister sämtlicher Zugverbindungen gibt es in der Haute-Normandie auch zwei Busgesellschaften, die mit vier Busverbindungen die Personenbeförderung auf der Straße übernehmen.[1]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Caen, im Vordergrund sind die Gleise der Tramway de Caen zu sehen

Die Anforderungen eines modernisierten Nahverkehrskonzeptes wurden in der Haute-Normandie weitgehend noch nicht umgesetzt. So hat man sich für das Jahr 2008 zum Beispiel noch die Aufgabe gesetzt, einen einheitlichen Taktfahrplan einzuführen. Auch die Modernisierung des Wagenmaterials ist noch nicht abgeschlossen. Im Mai 2008 wurde ein 100-Mio.-Euro Kredit für den Fahrzeugplan von der Europäischen Investitionsbank (EIB) bewilligt.[2] Eine zweite 100-Mio.-Euro-Charge soll noch folgen. Bis 2010 will man das gesamte Wagenmaterial durch neueres ersetzt oder totalsaniert haben, bis 2015[veraltet] soll ein lückenlos-behindertengerechte Beförderung möglich sein. Auch war die Wiedereröffnung der Mitte der 1960er Jahre geschlossenen Schienenverbindung RouenLouviersÉvreux geplant. Erste Planungsergebnisse hätten noch 2008 vorliegen sollen; nach eigenen Aussagen, sollte für diese Strecke es ein Tagespotenzial von 2.500 Fahrgäste geben.[3] Die Strecke soll zur Inbetriebnahme der Neubaustrecke Paris - Normandie wiedereröffnet werden.[4][5]

Wagenmaterial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Jahre 2010 sollen sämtliche Wagen ersetzt oder modernisiert sein. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 400 Mio. Euro. Der Wagenbestand wird sich dann zusammensetzen aus:

25 dieser Fahrzeuge wurden bereits ausgeliefert und fahren auf den Strecken RouenCaen, Rouen–Le Havre, Rouen–SerqueuxAmiens und Rouen–VernonMantes-la-Jolie.
Diese kürzeren Wagen mit 80 Sitzplätzen fahren auf den weniger stark frequentierten Strecken Gisors–Serqueux und BréautéFécamp mit Verlängerung nach Le Havre sowie Le Havre–MontivilliersRolleville.
  • 16 Doppelstock-Triebwagen (Rames à 2 niveaux de nouvelle génération TER 2Nng)
Diese mit großem Platzangebot ausgestatteten neuen Triebwagen fahren auf den Strecken Rouen–Paris und zusammen mit der Region TER Picardie und TER Nord-Pas-de-Calais wird mit ebenfalls neuem Zugmaterial die Strecke Rouen–Lille bedient.
Diese Züge wurden bereits modernisiert und haben mit 20 Prozent Fahrgastzuwachs seit 2002 bereits die Akzeptanz der Fahrgäste bewiesen. Sie werden auf den Marginalen nach Dieppe und Elbeuf eingesetzt.
  • 41 Doppelstockwagen (Rames omnibus à 2 niveaux VO2N)
Auch sie wurden weitestgehend modernisiert und bedienen die Strecken Vernon–Paris und Serquigny–Paris.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: TER Haute-Normandie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.hautenormandie.fr/Environnement-Transports/Transports
  2. [1]
  3. http://www.region-haute-normandie.com/actions/transport/homepage.asp (Memento vom 18. November 2007 im Internet Archive)
  4. Desserte ferroviaire des territoires normands : RFF poursuit les études pour le projet de ligne nouvelle Paris - Normandie
  5. CNDP Débat public LNPN (PDF; 3,0 MB)