TRIGA

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Der Kern eines Triga-Reaktors

TRIGA (Training, Research, Isotopes, General Atomic) ist ein Forschungsreaktor-Typ im Schwimmbad-Design. TRIGA-Reaktoren werden mit einigen Kilowatt (ca. 20 kW) bis hin zu mehreren Megawatt (20 MW) Leistung im Allgemeinen schlüsselfertig vom Hersteller General Atomics geliefert.

Die Idee zu diesem Reaktortyp stammt von Edward Teller, der auch die Entwicklungsgruppe unter Frederic de Hoffmann bei General Atomics leitete. Mitglieder der zehnköpfigen Gruppe waren Freeman Dyson und Theodore B. Taylor.[1]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TRIGA-Reaktoren können im Puls-Betrieb gefahren werden. Das heißt, dass der Reaktor ungeregelt bis in den prompt überkritischen Zustand angefahren wird. Der Neutronenfluss und damit die Wärmeleistung steigt sehr schnell an, bis der negative Temperaturkoeffizient der Reaktivität der Brennstäbe den Reaktor wieder unterkritisch macht.[2] Die Impulsdauer beträgt etwa 30 ms. Wegen der Restwärme in den Brennelementen muss der Reaktor dann bis zum nächsten Impuls abkühlen. Bei diesem Betrieb werden sehr hohe Impulsleistungen und Neutronenflussdichten erreicht, die im kontinuierlichen Betrieb nicht möglich wären.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Prototyp ging am 3. Mai 1958 in San Diego in Betrieb. Er wurde erst 1997 stillgelegt. Die American Nuclear Society verlieh der Anlage 1985 den Nuclear Historic Landmark Award. Das erste Design benötigte auf 19,75 % U-235 angereichertes Uran. Im Rahmen der von Präsident Eisenhower ins Leben gerufenen Atoms for Peace-Initiative wurde dieser Typ in zahlreiche Länder verkauft. Ab 1978 wurden die Reaktoren auf Betrieb mit niedriger angereichertem Uran umgestellt.

Insgesamt gibt es drei verschiedene Reaktortypen.

Brennstäbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brennstäbe für die Reaktoren wurden zunächst in San Diego (USA) gefertigt. Seit 1995 erfolgte die Fertigung durch TRIGA International. 50 % der Firma werden dabei von General Atomics, die anderen 50 % von CERCA gehalten, einer Areva-Tochter. Die Fertigung der Brennstäbe wurde nach Romans-sur-Isère (Frankreich) verlegt.

Atommüll[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die abgebrannten Brennstäbe werden von den USA zurückgenommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Entwicklung beschreibt Freeman Dyson in Disturbing the Universe, 1979, deutsch: Innenansichten, Springer Basel 1981, S. 107ff
  2. Einzelheiten zum TRIGA-Kernbrennstoff

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]