TSV Bayer Dormagen

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TSV Bayer Dormagen
Logo
Name TSV Bayer Dormagen 1920 e.V.
Gegründet 1920
Vereinssitz Höhenberg 40 41539 Dormagen
Mitglieder 4.500 (2011)[1]
Abteilungen 13
Vorsitzender Karl-Josef Ellrich
Homepage www.tsv-bayer-dormagen.de

Der TSV Bayer Dormagen 1920 e.V. ist mit ca. 4500 Mitgliedern der größte Sportverein in Dormagen und einer der größten im Rhein-Kreis Neuss.

Genauso wie der TSV Bayer 04 Leverkusen ist auch der TSV Bayer Dormagen ein Werksclub der Bayer AG und das Unternehmen ist Großsponsor des Vereins. 1920 wurde der Verein unter dem Namen Turn- und Sportverein Bayer Dormagen e.V. gegründet. Die Vereinsfarben sind blau-weiß. Die Sportstätten befinden sich nahe oder auf dem dortigen Werksgelände der Bayer AG.

Die wohl bekannteste Abteilung dieses Vereins ist seine Handballmannschaft, die unter dem Namen TSV Dormagen bis zum Ende der Saison 2009/10 in der 1. Handballbundesliga spielte. Von 2010 bis 2012 spielte die Mannschaft unter dem Namen Dormagener Handball-Club Rheinland.

Der Sportverein hat viele unterschiedliche Abteilungen, die er seinen Mitgliedern anbieten kann: Basketball, Fechten, Leichtathletik, Breitensport, Schwimmen, Tauchen, Handball, Fußball, Judo, Boxen, Volleyball, Turnen und Triathlon.

Sportanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Sportgelände befindet sich eine Hauptkampfbahn nach internationalem Standard, die im Jahre 2010 neu angelegt wurde. Dazu gehört auch noch eine Wettkampfanlage für die leichtathletischen Wurfdisziplinen, wie Kugelstoßen, Diskus und Speer. Direkt daneben liegen zwei Kleinspielfelder mit Kunstrasenbelag, die vorwiegend von Freizeit- und Kindergruppen zu Trainingszwecken genutzt werden können. Ebenso gibt es auf der Anlage einen Tennenplatz, welcher die am stärksten genutzt Spiel- und Trainingsfläche für Fußball ist. Eine weitere Trainings-Laufbahn (Finnenbahn) führt mit einer Länge von ca. 1 km rund um die Clubanlage und wird von allen Abteilungen genutzt. Abgerundet wird die Außenanlage noch von einer großen Beachanlage mit zwei Feldern für Volleyball sowie einem Feld für Handball und Fußball.

Hallen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das TSV Bayer Sportcenter wird in erster Linie von den ballsporttreibenden Abteilungen genutzt. Hierzu zählen Handball, Volleyball und Basketball. Die Halle hat eine Kapazität für 3002 Zuschauer (1.956 Sitz- und 1046 Stehplätze) und wird auch für nicht-sportliche Veranstaltungen genutzt, wie zum Beispiel Konzerte, Karnevalssitzungen oder Jubilarfeiern. Die Halle 1 wurde im September 1980 zum Zeitpunkt des 60-jährigen Vereinsjubiläums fertiggestellt. Neben der Spielfläche liegt eine 60-Meter-Sprintbahn, die im Zuge des Neubaus der Leichtathletikhalle hinzugefügt wurde. Im Obergeschoss befindet sich das Judozentrum. Neben der Geschäftsstelle liegt die Halle 2. Diese Halle wurde sechs Jahre nach dem Bau der ersten Halle fertiggestellt und wird in erster Linie für Fechten, Basketball und Volleyball genutzt. Seit 1991 bietet die neue Leichtathletikhalle optimale Trainingsbedingungen. Auf zwei Hochsprung- und zwei Weitsprunganlagen sowie einen Wurfkäfig für die Technikschulung im Diskuswurf kann optimal trainiert werden.

Schwimmbad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die "Römer Therme" (ehemals Bayer-Bad), das Freibad des Vereins liegt in unmittelbarer Nähe zu der vereinseigenen TSV-Sportanlage am Höhenberg und ist ganzjährig geöffnet. 2003 hat der Verein das Freibad von der Bayer-AG übernommen. Die Römer-Therme ist Sitz des Leistungsstützpunkts Schwimmen.

Abteilung Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TSV Bayer Dormagen
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Voller Name Turn- und Sportverein Bayer Dormagen e.V.
Abkürzung(en) TSV
Gegründet 1949 (Handballabteilung)
Vereinsfarben blau/weiß
Halle TSV Bayer Sportcenter
Plätze 2.000
Trainer DeutschlandDeutschland Dušan Bilanović
Liga 2. Handball-Bundesliga
2017/18
Rang 2. Platz (3. Liga West)
DHB-Pokal 1. Runde
Website http://www.handball-dormagen.de/
Heim
Auswärts


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1949 wurde die Abteilung Handball gegründet und zunächst wurde neben dem Hallenhandball auch Feldhandball angeboten. Der Handballsport unter freiem Himmel wurde aber nur bis ins Jahr 1976 praktiziert, danach konzentrierte man sich voll auf das Spiel in der Halle.

Die erste Hallenhandballsaison fand 1959/60 statt. Bis zur Saison 1975/76 kämpfte der TSV in den unteren Ligen und arbeitete sich immer weiter nach oben, bis er dann in der Saison 1974/75 den Aufstieg in die Regionalliga schaffen sollte. Von diesem Zeitpunkt an spielte der Verein nur noch in den ersten drei Ligen.

1982/83 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1987/88 spielte man das erste Mal in der 1. Bundesliga, die man erst wieder in der Saison 1997/98 nach zwei Relegationsspielen verlassen musste. Nach dem direkten Wiederaufstieg stieg man nach zwei Saisons wieder in die 2. Bundesliga ab. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten begann man daraufhin die Saison 2001/02 freiwillig in der Regionalliga West. Schon nach einer Saison stieg der Verein wieder in die 2. Bundesliga auf. Der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelang nach zwei vergeblichen Anläufen in der Relegation zum Ende der Saison 2007/08.

Am 21. Mai 2007 wurde bekannt, dass die Bayer AG als Hauptsponsor der Profi-Handball-Mannschaft des TSV aussteigen und sich künftig ganz auf den Fußball spezialisieren will. Sowohl für die Fans, als auch für die Mannschaft selbst kam diese Ankündigung offenbar überraschend. Die Männer-Mannschaft wurde mit dem TSV Dormagen selbständig und wurde später in DHC Rheinland umbenannt.

Nachdem auch der neu gegründete DHC Rheinland finanzielle Probleme aufwies und die Lizenz für die 2. Bundesliga zurückgab, startete zur Saison 2012/13 wieder der TSV Bayer Dormagen in der Drittklassigkeit. Gleich in der ersten Saison sicherte sich der TSV die Meisterschaft in der 3.Liga West. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga war aber nicht zulässig, aufgrund der Lizenzrückgabe in der vorherigen Saison.[2] In der folgenden Saison 2013/14 konnte der TSV sich wiederholt die Meisterschaft bereits am vorletzten Spieltag sichern und steigt damit zum sechsten Mal innerhalb von 31 Jahren in die 2. Bundesliga auf.[3]

Die größten Erfolge des TSV Bayer Dormagen sind der 5. Platz in der Bundesliga in den Jahren 1987/88 und 1990/91, die Finalniederlagen im DHB-Pokal und im IHF-Pokal in der Saison 1992/93 und das Erreichen des Halbfinals im Europapokal der Pokalsieger in der Spielzeit 1993/94.

In der Ewige Tabelle der deutschen Handball-Bundesliga rangiert der Verein auf Platz 18.

Nachwuchsförderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Jahre vor dem freiwilligen Rückzug in die Regionalliga (2000/01), begann der TSV Bayer Dormagen seine Nachwuchsförderung im Bereich Handball strukturell aufzubauen. Praktisch aus dem Nichts entstand eine umfassende Talentförderung. Zusammen mit den örtlichen Schulen, insbesondere dem Norbert-Gymnasium (Dormagen), wurden Kooperationen vereinbart und Talentsichtungsgruppen installiert. Mit dem Teilinternat Dormagen (seit 1997) und seit dem 1. August 2008 mit dem Sportinternat Knechtsteden, bestehen für junge Handballtalente Möglichkeiten, ihre schulische und sportliche Laufbahn ideal aufeinander abzustimmen. Dadurch konnte die Handballabteilung den Status des Landesleistungsstützpunktes und DHB-Stützpunktes erreichen. Mittlerweile gilt die kontinuierliche Nachwuchsförderung des TSV Bayer Dormagen, die über einen exzellenten Trainerstab verfügt, zu den Besten in ganz Deutschland.

Die größten sportlichen Erfolge in den vergangenen Jahren sind mehrfache Mittelrhein- und westdeutsche Meistertitel, sowie die deutsche Vize-Meisterschaft der B-Jugend im Jahre 2006. Im Jahr 2012 gewann die Dormagener B-Jugend erstmals den deutschen Meistertitel. Die Nachwuchsarbeit wurde auch von externer Seite mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Grünen Band der Dresdner Bank und dem Jugendzertifikat der Toyota-HBL.

Interessant ist dabei die vielfältige Nachwuchsförderung am Standort Dormagen. Neben dem Handball werden insbesondere das Säbel-Fechten, die Leichtathletik, das Schwimmen (alle beim TSV Bayer Dormagen) und das weibliche Ringen (AC Ückerath) gefördert. In diesen Sportarten zählen die Dormagener Talente zu Deutschlands Besten.

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem März 2002 finden alle Handballspiele im 3002 Zuschauer (1.956 Sitz- und 1046 Stehplätze) fassenden TSV-Sportcenter statt. Die Kosten der Halle, mehr als 6 Millionen Euro, wurden maßgeblich von der Bayer AG, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Dormagen getragen. Die Halle ist baugleich mit der Bayer-Sporthalle in Wuppertal und der Halle Berg Fidel in Münster.

Saisonbilanzen seit 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Spielklasse Platz Sp S U N Tore Diff. Punkte
2000/01 1. Bundesliga 17 38 12 2 24 0888:0981 093 26:50
2001/02 Regionalliga West 01 30 30 0 00 0924:0615 +309 60:00
2002/03 2. Bundesliga Süd 12 34 14 2 18 0893:0948 055 30:38
2003/04 2. Bundesliga Süd 04 34 21 3 10 0910:0853 +057 45:23
2004/05 2. Bundesliga Süd 03 34 23 2 09 1015:0903 +112 48:20
2005/06 2. Bundesliga Süd 02 36 27 5 04 1121:0932 +189 59:13
2006/07 2. Bundesliga Süd 02 34 23 6 05 1024:0886 +138 52:16
2007/08 2. Bundesliga Süd 01 34 29 2 03 1060:0865 +195 60:08
2008/09 1. Bundesliga 16 34 07 5 22 0871:1027 −156 19:49
2009/10 1. Bundesliga 16 34 06 2 26 0891:1058 −167 14:54
2010/11 1. Bundesliga 1 16 34 08 0 26 0848:1006 −158 16:52
2011/12 2. Bundesliga 19 38 13 1 24 0990:1039 049 19:49
2012/13 3. Liga West 2 01 28 22 1 05 0870:0736 +134 45:11
2013/14 3. Liga West 01 30 25 3 02 0957:0742 +215 53:07
2014/15 2. Bundesliga 16 38 13 1 24 0942:1022 -085 25:51
2015/16 2. Bundesliga 20 40 9 3 28 0955:1059 −104 21:59
2016/17 3. Liga West 04 30 18 3 09 0860:0832 +028 39:21
2017/18 3. Liga West 02 30 23 2 05 0918:0732 +186 48:12
  • Aufstieg
  • Abstieg
  • 1 Abstieg wegen des Insolvenzantrags vom 8. Februar 2011
    2 Nichtaufstieg wegen des Insolvenzantrags vom 6. März 2012

    Kader 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Nummer Name Position Geburtsjahr Nation seit
    12 Gergö Rózsavölgyi TW 1996 UngarUngar 2018
    21 Matthias Broy TW 1991 DeutscherDeutscher 2016
    32 Janis Boieck TW 1998 DeutscherDeutscher 2012
    87 Sven Bartmann TW 1987 DeutscherDeutscher 2013
    03 Joshua Reuland LA 1994 DeutscherDeutscher 2018
    04 Tyron Hartmann LA 1999 DeutscherDeutscher 2015
    07 Nico Pyszora RA 1998 DeutscherDeutscher 2016
    09 Daniel Eggert RR 1988 DäneDäne 2017
    10 Heider Thomas RM 1989 DeutscherDeutscher 2018
    13 Carl Löfström KM 1992 SchwedeSchwede 2018
    14 Ian Hüter RM 1997 DeutscherDeutscher 2008
    18 Julian Köster RM 2000 DeutscherDeutscher 2015
    20 Nuno Rebelo RR 1991 PortugiesePortugiese 2018
    23 Benjamin Richter RM 1991 DeutscherDeutscher 2018
    25 Patrick Hüter KM 1995 DeutscherDeutscher 2008
    30 Lars Jagieniak KM 1998 DeutscherDeutscher 2015
    33 Eloy Morante Maldonado RM 1998 DeutscherDeutscher 2015
    39 Lukas Stutzke RL/RM 1998 DeutscherDeutscher 2015
    96 Tim Roman Wieling RA 1996 DeutscherDeutscher 2017
    Trainer Dušan Bilanović 1971 DeutscherDeutscher 2019

    Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Trainer der 1.Mannschaft[4][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Nationalität Name Bemerkung Amtszeit
    Rumänien 1965Rumänien Petre Ivănescu 26 Spiele 1986–1988
    Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Nedeljko Vujinović 13 Spiele 1988
    DeutschlandDeutschland Werner Enders 39 Spiele 1988–1990
    DeutschlandDeutschland Arno Ehret 26 Spiele 1990
    DeutschlandDeutschland Hans-Dieter Schmitz 123 Spiele 1991–1994
    IslandIsland Kristján Arason 60 Spiele 1995–1996
    DeutschlandDeutschland Christian Fitzek 18 Spiele 1997
    DeutschlandDeutschland Hans-Joachim Gossow 32 Spiele 1997–1998
    DeutschlandDeutschland Peter Pysall 30 Spiele 1998–2000
    IslandIsland Guðmundur Guðmundsson 59 Spiele 1999–2001
    DeutschlandDeutschland Kai Wandschneider 351 Spiele 2001–2011
    DeutschlandDeutschland Richard Ratka 72 Spiele 2011–2012
    DeutschlandDeutschland Jörg Bohrmann 2012–2016
    DeutschlandDeutschland Tobias Plaz 2016–2016
    DeutschlandDeutschland Alexander Koke 2016–

    Weitere Senioren-Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zurzeit nehmen neben der ersten Mannschaft noch drei weitere Herrenmannschaften und zehn männlichen Jugendmannschaften am Ligenspielbetrieb teil.[5] Die Leistungsmannschaften der A-Jugend, B-Jugend und C-Jugend spielen dabei seit Jahren in den höchsten Leistungsklassen ihrer Altersgruppen.[6]

    2. Mannschaft "U23"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Zweitvertretung spielt zurzeit in der Oberliga Mittelrhein.

    3. Mannschaft "U21"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Team von Jens Hentschel und Markus Annas schaffte in der Saison 2010/11 mit einer stark verjüngten Truppe den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Nach dem Klassenerhalt in der darauffolgenden Saison stieg das junge Team in der Saison 2012/13 als Meister in die Kreisliga auf. Der zweite Aufstieg innerhalb von 3 Jahren ist etwas ganz Besonderes, denn die jüngste Herrenvertretung des TSV spielt somit in der höchsten Klasse im Kreis Köln/Rheinberg. Die erste Saison in der Kreisliga schloss das Team auf dem 4. Tabellenplatz ab.

    Doch nicht nur auf der Platte machte die Mannschaft in der Vergangenheit auf sich aufmerksam. Besonders durch die Teilnahme an den Karnevalszügen in Dormagen und Zons verschaffte man sich weiterhin eine große Fanbase. Nicht zu vergessen ist der Einsatz für den deutschen Kinderschutzbund sowie die eigene Fankollektion der Mannschaft, welche mit Sicherheit ein Novum im Kölner Handballkreis darstellt. Mit ihren aktuellen Spieltagvideos U21 TV hält die Mannschaft alle interessierten Fans wöchentlich auf dem Laufenden. Die Mannschaft besteht fast komplett aus Eigengewächsen des TSV Bayer Dormagen.[7]

    4. Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die vierte Mannschaft spielt zurzeit in der 1. Kreisklasse.

    Abteilung Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Fußballabteilung umfasst zwei Männermannschaften und zehn Jugendmannschaften.

    Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Jahre 1950 gelang den Fußballern erstmals der Aufstieg in die Landesliga Niederrhein, die seinerzeit noch die höchste Amateurliga war. Als Vorletzter mussten die Dormagener allerdings nach einer Saison wieder absteigen. Erst im Jahre 1976 gelang der Wiederaufstieg in die Landesliga und verpasste zwei Jahre später den Aufstieg in die Verbandsliga Niederrhein nur knapp. 1991 gelang schließlich der Sprung in die Verbandsliga, wo die Dormagener zwei Jahre später Vizemeister hinter Rot-Weiß Oberhausen wurden und damit ihren sportlichen Zenit erreichten. In den folgenden Jahren rutschte die Mannschaft ins Mittelmaß zurück und musste im Jahre 1997 den Gang in die Landesliga antreten. Im Jahre 2015 folgte der Abstieg in die Bezirksliga, wo der direkte Wiederaufstieg folgte. Dennoch ging es 2017 wieder runter in die Bezirksliga.

    Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Abteilung Volleyball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In der Volleyballabteilung spielen fünf Frauen- und drei Männermannschaften sowie zahlreiche Mannschaften der weiblichen Jugend. Sowohl die erste Frauen- als auch die erste Männermannschaft spielt in der Saison 2013/14 in der Oberliga des Westdeutschen Volleyball-Verbands.

    Abteilung Fechten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der TSV Bayer Dormagen ist Landesleistungsstützpunkt in NRW für die Sportart Fechten und Außenstelle des Olympiastützpunktes Bonn für die Disziplin Säbel. In Deutschland und auch weltweit gehört der Verein zu den erfolgreichsten Fechtvereinen überhaupt und hat seit 2005 bereits sechs Einzel-Weltmeister und sieben Mannschafts-Weltmeister hervorgebracht. Der bekannteste Fechter ist Nicolas Limbach, der nach seinem Einzelerfolg bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2005 in Linz im Jahre 2009 in Antalya Einzelweltmeister der Aktiven wurde und gleichzeitig den Gesamtweltcup im Herrensäbel gewann. Mit Richard Hübers bei den Kadetten, Max Hartung bei den Junioren und Nicolas Limbach bei den Aktiven stellte der TSV im März 2010 sogar gleichzeitig die Säbelweltmeister aller Altersklassen.

    In den Jahren 2012, 2013 und 2014 schafften es die Fechter des TSV Bayer Dormagen bei den deutschen Meisterschaften sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die jeweiligen Mannschafts- und Einzelmeister zu stellen.

    Fecht-Weltmeister des TSV Bayer Dormagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Jahr Athlet Wettbewerb
    1994 Reka Szabo Florett Einzel
    Florett Mannschaft
    2005 Nicolas Limbach Säbel Einzel (Junioren)
    Säbel Mannschaft (Junioren)
    2007 Benedikt Beisheim Säbel Einzel (Junioren)
    2009 Nicolas Limbach Säbel Einzel
    Max Hartung Säbel Einzel (Junioren)
    2010 Richard Hübers Säbel Einzel (Kadetten)
    Benedikt Wagner
    Matyas Szabo
    Sebastian Schrödter
    Säbel Mannschaft (Junioren)
    2011 Matyas Szabo Säbel Einzel (Junioren)
    Matyas Szabo
    Richard Hübers
    Säbel Mannschaft (Junioren)
    2013 Richard Hübers
    Rouven Redwanz
    Robin Schrödter
    Säbel Mannschaft (Junioren)
    2014 Nicolas Limbach
    Max Hartung
    Benedikt Wagner
    Matyas Szabo
    Säbel Mannschaft
    2017 Matyas Szabo Säbel Militär-WM

    Olympiateilnehmer TSV Bayer Dormagen (Fechten)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Jahr Athlet Medaille
    1968 Paul Wischeidt -
    1972 Paul Wischeidt -
    1984 Freddy Scholz -
    1988 Stephan Thönneßen -
    1988 Wolfgang Kempf (Paralympics) Med 3.png Bronze Säbel Einzel
    Med 2.png Silber Säbel Mannschaft
    Med 2.png Silber Florett Einzel
    Med 2.png Silber Florett Mannschaft
    1992 Felix Becker -
    1992 Reka Szabo (Rumänien) Med 3.png Bronze Florett Mannschaft
    1992 Wolfgang Kempf (Paralympics) Med 1.png Gold Säbel Einzel
    Med 2.png Silber Säbel Mannschaft
    Med 3.png Bronze Florett Mannschaft
    1996 Jutta Jacob (Paralympics) Med 2.png Silber Degen Mannschaft
    1996 Wolfgang Kempf (Paralympics) Med 3.png Bronze Säbel Mannschaft
    1996 Felix Becker -
    1996 Vilmoș Szabo (Rumänien) -
    1996 Reka Szabo (Rumänien) Med 2.png Silber Florett Mannschaft
    2000 Reka Szabo (Rumänien) -
    2008 Nicolas Limbach -
    2012 Nicolas Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner -
    2016 Max Hartung, Matyas Szabo -

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. http://www.tsv-bayer-dormagen.de/verein/
    2. Spielbericht von der Homepage abgerufen am 27.November 2013.
    3. „Bohrmänner sind Meister und Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga!“ (Handballforum Dormagen) abgerufen am 10. Mai 2014.
    4. rp-online.de: Elf Trainer hatten in 16 Jahren das Sagen, abgerufen am 7. Mai 2014.
    5. „Die Handball-Abteilung ist eine von elf Sportfachabteilungen im TSV Bayer Dormagen“ abgerufen am 4.Juni 2014.
    6. „Jugendmannschaften der Handballabteilung“ abgerufen am 4.Juni 2014.
    7. „Facebook-Auftritt der dritten Mannschaft“, abgerufen am 4.Juni 2014.