TSV Milbertshofen

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TSV Milbertshofen
Logo
Name TSV München-Milbertshofen e.V.
Gegründet 1905
Vereinssitz Hans-Denzinger-Str. 2 80807 München
Abteilungen 21
Vorsitzender Christian Hanf
Homepage www.tsv-milbertshofen.de/

Der TSV Milbertshofen ist ein Sportverein aus dem Münchner Norden. Er bietet die Sportarten Handball, Volleyball, Tischtennis, Fußball, Basketball, Tennis, Boxen, Judo, Aikido, Karate, Sportkegeln, Leichtathletik, Rollstuhl-Rugby, Schießen, Skisport, Turnen, Rhythmische Sportgymnastik, Taekwondo, Yoga, Stockschießen und eine Kindersportschule (KiSS).

Geschichte[Bearbeiten]

Der TSV wurde am 1. Mai 1905 als Turnverein Milbertshofen von Fritz Schüpferling und Josef Mick gegründet. 1923 entstand die Handballabteilung, die den Ruf des Vereins bis heute prägte. In den Jahren 1939 bis 1945 ruhte der Sportbetrieb kriegsbedingt. 1945 schlossen sich der TV Milbertshofen, Freie Turnerschaft Abt. 6 und der VfB München zum Freien Turn- und Sportverein München-Milbertshofen zusammen. [1] Als dritter Verein Münchens erhielt der Verein als VV Bredl 1945 eine Lizenz der US-amerikanischen Militäradministration. 1946 schloss sich der Tischtennisverein TTC Milbertshofen an. 1950 nannte sich der Verein in TSV Milbertshofen um. 1968 wurde die Basketball-, 1969 die Volleyballabteilung gegründet.

Sportarten[Bearbeiten]

TSV Milbertshofen, Haupteingang Hans-Denzinger-Str. 2, zur Handball-Halle
TSV Milbertshofen, Fußballplatz mit "Highlight-Towers" und "Münchner Tor"
TSV Milbertshofen, Symbolwand

Handball[Bearbeiten]

  • 1970 wird Milbertshofen Süddeutscher Meister und steigt in die 1. Handball-Bundesliga auf
  • 1984 nehmen Erhard Wunderlich und Vanadis Putzke an den Olympischen Spielen teil
  • 1990 wird Milbertshofen Vizemeister und Handballpokalsieger
  • 1991 holt der Verein den Europapokal der Pokalsieger
  • 1992 scheitert man im Europapokalfinale der Pokalsieger
  • 1992 nehmen Jan Holpert und Hendrik Ochel an den Olympischen Spielen teil
  • 1993 musste der Träger des Bundesligaspielbetriebs des TSV Milbertshofen Konkurs anmelden und die Mannschaft absteigen.[2][3][4]
  • 2013 wird die 1. Herrenmannschaft Oberbayerischer Meister und steigt in die Landesliga auf. Die 1. Damenmannschaft spielt in der Bezirksoberliga. [5]

Tischtennis[Bearbeiten]

Die Tischtennisabteilung entstand 1946, als sich der bis dahin selbständige Tischtennisverein TTC Milbertshofen dem Verein anschloss. Dieser TTC wurde 1931 gegründet von Georg und Ludwig Apfelbeck, Eugen Kögler, Rudi Kreuzer, Adolf Schurr, Erich Böhmer, Martin Trattner und August Rothmeier. Nach mehrmaligem Aufstieg spielte der Verein bereits 1934 in der höchsten Spielklasse.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Zusammenschluss der beiden Vereine. In den 1950er Jahren zählten die Herren des TSV Milbertshofen zu den besten deutschen Mannschaften. Auch die Damenmannschaft spielte damals in der Oberliga, ehe sie 1959 zurückgezogen wurde,[6] aber ein Jahr später den Wiederaufstieg schaffte.[7]

Zweimal wurde der TSV Deutscher Mannschaftsmeister:

  • 1951/52 in Wiesbaden in der Besetzung Anton Breumair, Prell, F.Schüller, H.Weiß, Eduard Ostermeier, Dr.Fritz Rosinus und Hans-Dieter Gröling
  • 1957/58 in Bad Homburg mit Conny Freundorfer, Leopold Holusek, Dietmar Schmidt, Helmut Ernst, Josef Edenhardter und Günter Metz

Zwischen 1952 und 1960 erreichte man noch fünfmal einen Platz unter den ersten vier. Bei der Gründung der Tischtennis-Bundesliga 1966 trat das Team in der Besetzung Conny Freundorfer, Horst Thein, Klaus Maier, Marjian Biscan, Holger Rostek, Claus Michalk, Müller und Matthias Ostermayer an. Zwischen 1966 und 1992 spielte der Verein mit Unterbrechungen insgesamt sieben Jahre in der Tischtennis-Bundesliga, konnte aber nur 1976/77 und 1990/91 den sofortigen Abstieg verhindern.

Der vierfache deutsche Einzelmeister (von 1977-1981) Peter Stellwag spielte von 1990 bis 1992 für den Verein.

Als am Ende der Saison 1991/92 der Sponsor absprang zog der Verein seine Mannschaft aus der Bundesliga zurück[8].

Volleyball[Bearbeiten]

Die größten Erfolge hatte die Männermannschaft unter Trainer Stelian Moculescu:

Fußball[Bearbeiten]

  • 1968 Landesliga Süd anschl. jahrelang in der Bezirksliga Nord/Süd

2000 Bezirksoberliga Oberbayern - Trainer Herbert Sturm - 2001 Bezirksliga Nord - 2002 Bezirksliga Nord - 2003 Kreisliga München - 2004 Kreisklasse München (jüngste Mannschaft - Altersdurchschnitt 18,5) - Trainer Vladimir Krilov - 2005 Kreisklasse München (jüngste Mannschaft - Altersdurchschnitt 19,5) - Trainer Vladimir Krilov - 2006 Kreisliga München (jüngste Mannschaft - Altersdurchschnitt 20) - Trainer Vladimir Krilov - 2007 Bezirksliga Nord (jüngste Mannschaft - Altersdurchschnitt 20,5) - Trainer Vladimir Krilov

2001 Jugendleiter Franz Leder bekommt vom Bayerischen Fußballverband den Ehrenamtspreis für seine gezeigte Arbeit in der Jugendarbeit und wird als Kreissieger in Erding von Uli Hoeneß (FC Bayern) ausgezeichnet und in den Club 100 des Deutschen Fußballbundes berufen.

In den letzten Jahren zeichnete sich der Verein besonders intensiv für die Jugendausbildung aus. In der Münchner Fußballszene gelten die Jugendmannschaften des TSV Milbertshofen zu den Besten. Jedes Jahr geben sie Jugendspieler an die Profivereine FC Bayern München, TSV 1860 München und der SpVgg Unterhaching ab. Bei allen Mannschaften handelt es sich um sog. Jahrgangsmannschaften, die entweder in der Bezirksoberliga, Kreisliga oder Kreisklasse spielen.

1995 wurde erstmals der MIL-CUP von dem damaligen Jugendleiter Franz Leder aus der Taufe gehoben. Der MIL-CUP ist ein weit über die Grenzen Bayerns bekanntes Jugendhallenturnier. Christian Hain und Florian Hörnig, derzeit aktuelle Spieler der SpVgg Unterhaching und Jahn Regensburg, sowie der Ex-Unterhachinger Patrick Ghigani und Volkan Yaman Galatasaray Istanbul (Türkischer Nationalspieler) spielten ebenfalls in ihrer Jugendzeit beim TSV.

Basketball[Bearbeiten]

  • 2009 steigt die 1. Herrenmannschaft in die Oberliga auf [9]
  • 2010/2011 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die 2. Regionalliga [10]

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Festschrift des TSV Milbertshofen zum 100jährigen Vereinsjubiläum
  2. Kieler Nachrichten vom 28. April 2007, Holpert: "Das ist die letzte Titelchance für mich"
  3. Handewitter Rundschau vom 4. Dezember 2001, Neun Mal ging nichts mehr - die Konkurse
  4. Münchner Merkur vom 19. August 2005, Ein Fest für den schlafenden Riesen
  5. Abschlusstabelle BOL Oberbayern 2013
  6. Zeitschrift DTS, 1959/18 Ausgabe West S.4
  7. Zeitschrift DTS, 1960/12 Ausgabe West S.11
  8. Zeitschrift DTS, 1994/4 S.26
  9. BBV-Onlie Oberliga 2009
  10. http://basketball.tsv-milbertshofen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=121:ueberragend-der-rueckblick-auf-201011&catid=34:berichte

48.1811.577Koordinaten: 48° 10′ 48″ N, 11° 34′ 37,2″ O