TSV Siegen

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Logo des TSV Siegen

Der Turn- und Sportverein Siegen ist ein Turn- und Sportverein aus der Stadt Siegen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein entstand am 23. Januar 1971 aus einer Fusion der 1909 gegründeten Spielvereinigung Trupbach (1962 erfolgte eine Namensänderung zu Turn- und Spielverein Trupbach) und der SpVg. 1962 Seelbach. Trupbach und Seelbach sind benachbarte Ortsteile in der Stadt Siegen.

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesweiten Ruhm errang der Verein durch seine Frauenfußballmannschaft, die zwischen 1987 und 1996 als „der FC Bayern München des Frauenfußballs“ bezeichnet wurde. Diese Mannschaft entstammte ursprünglich dem Siegener SC und wurde am 18. Juli 1974 vom TSV Siegen übernommen, da man über bessere finanzielle Möglichkeiten verfügte. Seinerzeit wechselten gemeinsam mit Manfred Nell rund 30 Spielerinnen zum TSV. Zwischen 1974 und 1980 gewann die Mannschaft dreimal den Westfalenmeistertitel und belegte dreimal den Zweiten Platz. Zudem holte man dreimal den Westfalenpokal.[1] Der sportliche Aufstieg der Siegener Mannschaft begann mit dem Einstieg des Siegener Blumengroßhändlers Gerd Neuser, Ehemann der ehemaligen Nationaltorhüterin Rosi Neuser, der sowohl seine Frau als auch weitere Nationalspielerinnen wie Silvia Neid, Petra Bartelmann, Sissy Raith oder Andrea Haberlaß zu einem Wechsel nach Siegen bewegte. Neuser übte neben der Funktion des Trainers zu dieser Zeit auch zahlreiche andere Funktionen im Verein aus und beschäftigte unter anderem Spielerinnen wie Silvia Neid als Angestellte in seinem Unternehmen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1987 gelang es dem TSV sogar, das Double (Meister und Pokalsieger) zu erlangen.

1997 wurde die Frauenabteilung durch den Verein Sportfreunde Siegen übernommen.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal
1985/86 Regionalliga West Meister 20 2 0 69:10 42:2 Sieger
1986/87 Regionalliga West Meister 17 2 1 82:7 36:4 Sieger
1987/88 Regionalliga West 2. 16 1 3 72:19 32:8 Sieger
1988/89 Regionalliga West Meister 18 1 3 66:13 37:7 Sieger
1989/90 Regionalliga West Meister 17 5 0 66:9 39:5 Achtelfinale
1990/91 Bundesliga Nord Meister 15 3 0 85:7 33:3 Finale
1991/92 Bundesliga Nord Meister 18 2 0 49:6 38:2 Finale
1992/93 Bundesliga Nord 2. 16 1 1 61:6 33:3 Sieger
1993/94 Bundesliga Nord Meister 15 2 1 74:11 32:4 Finale
1994/95 Bundesliga Nord 3. 11 3 4 64:23 26:10 Finale
1995/96 Bundesliga Nord Meister 14 3 1 70:10 45 Halbfinale

Bekannte Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Erfolg der Herrenmannschaft waren zu Beginn der 1970er Jahre mehrere Spielzeiten in der Landesliga, der seinerzeit noch fünfthöchsten Spielklasse im deutschen Fußball.

Der Verein heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein TSV Siegen verfügt heute über zwei Herren-Seniorenmannschaften, eine Alt-Herren-Abteilung und 7 Jugendmannschaften. Die 1. Seniorenmannschaft spielt in der Kreisliga A, die 2. Seniorenmannschaft in der Kreisliga B des Fußball- und Leichtathletikkreises Siegen-Wittgenstein (FLVW). Der TSV Siegen trägt seine Heimspiele auf der Bezirkssportanlage Siegen-West im Ortsteil Trupbach aus, die im Jahr 2007 mit einem Kunstrasen versehen wurde. Während der Glanzzeit des Frauenfußballs spielte man im Leimbachstadion in Siegen. Neben Fußball werden mit Leichtathletik und Tischtennis weitere Sportarten angeboten.

Seit 2011 verfügt der Verein über eine Tanzsportabteilung unter dem Namen Blau-Orange Siegen.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 10. Juni bis 17. Juli 1975 weilte durch eine persönliche Bekanntschaft die Nationalmannschaft aus Jordanien zu Besuch beim TSV Siegen. Der Gegenbesuch vom 16. bis 24. November 1975 bedeutete eine Premiere, da erstmals eine deutsche Fußballmannschaft in Jordanien spielte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frauenfußball im Siegerland – „Siegen heißt gewinnen“. abgerufen am 18. Februar 2015