TUIfly

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TUIfly GmbH
Logo der TUIfly
Boeing 737-800 der TUIfly
IATA-Code: X3
ICAO-Code: TUI
Rufzeichen: TUI JET
Gründung: 1972
(als Hapag-Lloyd Flug)
Sitz: Langenhagen,
DeutschlandDeutschland Deutschland
Operative Basen:

siehe Basen

Heimatflughafen: Flughafen Hannover-Langenhagen
Unternehmensform: GmbH
IATA-Prefixcode: 617
Leitung: Oliver Lackmann
Mitarbeiterzahl: ca. 2.400[1]
Flottenstärke: 32 (+29 Bestellungen)
Ziele: international
Website: www.tuifly.com

TUIfly (Eigenschreibweise TUI fly) ist eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in Langenhagen und Basis auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen. Sie ist eine Tochtergesellschaft des Touristikkonzerns TUI und Mitglied des Konzernverbundes TUI Airlines.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hapag-Lloyd Flug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 727-100 der Hapag-Lloyd Flug im Jahr 1978
Airbus A310-300 der Hapag-Lloyd Flug im Jahr 2002

Hapag-Lloyd Flug wurde 1972 als Tochtergesellschaft der Reederei Hapag-Lloyd gegründet. Am 30. März 1973 startete der Flugbetrieb mit einer Boeing 727 auf der Strecke von Hamburg nach Ibiza.

Im Januar 1979 wurde Bavaria Germanair in das Unternehmen integriert. Durch die Übernahme erhielt die Gesellschaft ihre ersten zwei Großraumflugzeuge des Typs Airbus A300.

Hapag-Lloyd Flug führte hauptsächlich Charterflüge zu touristischen Zielen rund um das Mittelmeer durch. Nach der Auslieferung der Airbus A310-300 flog die Gesellschaft ab Ende der 1980er Jahre auch Langstreckenziele an, darunter New York City, Toronto, Malé, Mombasa und die Dominikanische Republik. Fast alle Langstreckenverbindungen wurden nach relativ kurzer Zeit wieder eingestellt, nur die Flüge in die Dominikanische Republik wurden noch länger beibehalten.

Die im Jahr 2002 gegründete Billigfluggesellschaft Hapag-Lloyd Express (kurz HLX) war kein Tochterunternehmen von Hapag-Lloyd Flug, sondern ein von ihr unabhängiges Unternehmen des TUI-Konzerns. Seit der Gründung war Hapag-Lloyd Flug gemeinsam mit Germania jedoch für die Durchführung der HLX-Flüge im Wet-Lease zuständig, da HLX keine eigene Flotte betrieb.

Im Jahr 2001 wurden die letzten Langstreckenrouten eingestellt, und die hierfür eingesetzten A310-300 auf den verbleibenden kürzeren Routen mit starkem Passagieraufkommen eingesetzt. Das am weitesten entfernte Ziel lag seitdem in Kap Verde mit einer Flugzeit von sechs Stunden. 2004 führte Hapag-Lloyd Flug das Vielfliegerprogramm bluemiles ein. Der Name bluemiles, eine Anspielung auf die damals überwiegend blau lackierten Flugzeuge der Gesellschaft, wurde später zunächst auch für TUIfly beibehalten, obwohl TUIfly die Farbe Gelb als Erkennungszeichen hat.

Hapagfly[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 737-800 der Hapagfly im Jahr 2007

Im Zuge der Vereinheitlichung des Markenauftritts etablierte TUI ab 2005 die als Allianz angekündigte Dachmarke TUIfly für alle nationalen Ferienflieger des Konzerns. Die Marke Hapag-Lloyd Flug wurde im Zuge dessen sowohl im Marketing als auch bei der Flugzeugbemalung durch Hapagfly und das TUI-Logo ersetzt. Analog erhielten fast alle anderen Schwestergesellschaften das Suffix -fly, aus Corsair wurde damals etwa Corsairfly.

Im selben Jahr wurden alle bis auf einen Airbus A310-300 an andere Fluggesellschaften verkauft. Ein von Lufthansa gecharteter Airbus A300 wurde zunächst behalten, dieser wurde jedoch bis Mitte November dieses Jahres an Swiss International Air Lines für den Liniendienst nach Afrika verchartert und anschließend wieder an die Lufthansa zurückgegeben. Ersetzt wurden die Airbus-Maschinen durch den Zukauf neuer Boeing 737. Hapagfly hatte zuletzt im Sommer 2006 eine Sitzplatzauslastung von 88,3 Prozent.

TUIfly[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sitz von TUIfly am Flughafen Hannover-Langenhagen

Nach vielen Übernahmen und einer fortschreitenden Konsolidierung in der Luftfahrtbranche stellte TUI im Jahr 2006 Überlegungen an, die beiden Fluggesellschaften Hapag-Lloyd Flug und Hapag-Lloyd Express zusammenzuschließen und unter einer gemeinsamen Marke auftreten zu lassen. Im Dezember 2006 wurde verkündet, in Deutschland zukünftig die bisherige Dachmarke für alle Fluggesellschaften des TUI-Konzerns zu verwenden: TUIfly. Ab Januar 2007 ersetzte TUIfly die beiden bisherigen TUI-Marken Hapagfly und Hapag-Lloyd Express. Die hinter ihnen stehenden Gesellschaften Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH bzw. Hapag-Lloyd Express GmbH (beide gehörten vollständig der TUI AG) blieben zunächst weiter als rechtlich selbstständige Firmen bestehen. Hapag-Lloyd Flug war für den Flugbetrieb zuständig, die Schwestergesellschaft Hapag-Lloyd Express für den Vertrieb der „neuen“ TUIfly.

Der Markenname „Hapag-Lloyd“ war seitdem somit nahezu vollständig aus dem Flugbetrieb der TUI verschwunden. Lediglich der auf Geschäftsflugverkehr spezialisierte Bereich Hapag-Lloyd Executive der Hapag-Lloyd Express verwendet diesen Namen noch in der Außendarstellung. Zudem tragen zwei Flugzeuge der Flotte eine Sonderbemalung der Hapag Lloyd Kreuzfahrten. Diese werden oft für Retro-Jets gehalten, da ihre Farbgestaltung sehr stark an die der ehemaligen Hapag-Lloyd Flug erinnert. Der Name existiert außerdem weiterhin beim Transport- und Logistikunternehmen Hapag-Lloyd.

Der neue Markenname TUIfly stieß nach Einführung bei einigen Großkunden auf Kritik, unter anderem beim Reiseanbieter Alltours und bei der Rewe Group.[2] Diese Unternehmen lassen ihre Reisegäste mangels einer eigenen Flugzeugflotte üblicherweise mit anderen Fluggesellschaften fliegen. Sie empfinden es jedoch als unpassend, wenn ihre eigenen Gäste in Flugzeuge steigen, in denen sie der Werbung der Konkurrenz (da TUI neben der Fluggesellschaft auch für den konkurrierenden Reiseveranstalter steht) ausgesetzt sind. Alltours und die Rewe Group kündigten daher eine Überprüfung der Verträge mit TUI an.[3]

Seit Ende 2007 liefen Verhandlungen zwischen Lufthansa und TUI mit dem Ziel eines möglichen Zusammenschlusses der Lufthansa-Tochter Germanwings mit TUIfly. Nach dem Scheitern einer Übernahme der Condor durch Air Berlin im Juli 2008 sollte auch Condor in diese Allianz einbezogen werden. Die Verhandlungen dazu waren allerdings im Oktober 2008 von Seiten beider Parteien gescheitert. Zur Ertragssteigerung reduzierte TUI die TUIfly-Flotte von 45 auf gut 35 Flugzeuge.

Mitte März 2009 wurden Verhandlungen mit Air Berlin über wechselseitige Beteiligungen geführt. TUI übernahm 9,9 % der Air-Berlin-Aktien, von denen man sich schrittweise zwischen August 2014 und Juli 2015 wieder trennte.[4] Das Bundeskartellamt genehmigte die Kooperation.[5] Air Berlin übernahm in der Folge ab dem Winterflugplan 2009/2010 die Städteverbindungen mit 117 Strecken (55 davon in Italien) von TUIfly, die sich seitdem auf Urlaubsziele konzentriert. 14 Flugzeuge werden von TUIfly im Wet-Lease für Air Berlin betrieben. Der Wet-Lease Vertrag hat eine Laufzeit bis 2019.[6] Unter der Marke TUIfly werden gemäß der Vereinbarung nur noch Flüge zu Urlaubszielen angeboten.

Mitte Dezember 2009 bekam die Boeing 737-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-AHFP die neue, geringfügig modifizierte Bemalung der TUIfly, bei der der bisherige Schriftzug „TUIfly.com“ am Rumpf zu „TUIfly“ verkürzt wurde.

2010 wurde die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH offiziell in TUIfly GmbH umbenannt. Somit ist TUIfly nicht mehr nur die Marke, sondern jetzt auch der Name der Fluggesellschaft.

Am 10. Dezember 2010 übernahm TUIfly als erste deutsche Fluggesellschaft mit der D-ATUA eine Boeing 737-800 mit dem neuen Einrichtungskonzept „Sky Interior“ ab Werk in Seattle.[7] Am 25. Mai 2011 übernahm TUIfly die zweite 737-800 mit dem neuen Interieur. Bis April 2015 folgten noch zehn weitere, so dass TUIfly nun zwölf 737-800 mit Sky Interior besitzt.

Im Januar 2014 wurde bekannt gegeben, dass TUIfly die markante gelbe Bemalung ihrer Flugzeuge ersetzen wird. Im Zuge der Umstellung auf ein konzernweites, neues Corporate Design werden ab Februar 2014 alle Flugzeuge sukzessive mit der neuen blau-weißen Farbgebung versehen, die beispielsweise bereits bei der Schwestergesellschaft Jetairfly eingeführt wurde.[8] Das erste Flugzeug in der neuen blauen Bemalung traf am 17. Februar 2014 nach einem Nonstop-Flug von Boeing aus Seattle in Hannover ein.[9]

Wie im Mai 2015 bekannt wurde, sollen in Zukunft alle Fluggesellschaften des Konzernverbundes (bis auf Corsair International, welche verkauft werden soll) unter dem neuen Einheitsnamen „TUI“ auftreten. Die Änderung erfolgte einerseits aus Marketingüberlegungen, andererseits lassen sich Personal und Flugzeuge so einfach innerhalb des ganzen Konzernverbundes einsetzen.[10]

Im September 2016 bestätigte TUI Gespräche mit Air Berlin. Plan war, die Flugzeuge von TUIfly, zusammen mit den Maschinen von Niki Luftfahrt und 14 von TUIfly und Air Berlin geleaste Maschinen zusammen in einem neuen Unternehmen aufgehen zu lassen. Die Gespräche mit TUI wurden im Juni 2017 ergebnislos abgebrochen.[11] An dem neuen Unternehmen hätte TUIfly 25 % der Anteile gehalten. Zusammen wäre eine neue Fluggesellschaft mit 61 Flugzeugen entstanden.[12]

TUIfly auf Langstrecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang des Jahres 2020 gab TUIfly bekannt, mit Beginn des Winterflugplanes 2020/21 am Flughafen Düsseldorf zwei Boeing 787 zu stationieren. Angeflogen werden Ziele in der Karibik und Mexico. TUIfly sieht mehrere Vorteile auf der Langstrecke, zum einen kann man dann Zubringerflüge für TUI Cruises unter einer Flagge durchführen. Zum anderen betreibt TUI in der Karibik und in Mexico eine Menge von Hotels, so kann der Veranstalter seine Kunden mit der eigenen Fluglinie in den Urlaub befördern.[13]

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 737-800 der TUIfly während der Landung

Vermarktung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Großteil der Sitzplätze wird von TUI und Fremdveranstaltern für Pauschalreisen genutzt. Dennoch verzichtet TUIfly nicht auf den Einzelplatzverkauf. Für den Verkauf der einzelnen Flugtickets wird hauptsächlich das TUIfly-Flugportal benutzt, deshalb wird in der Wortbildmarke und bei der Außendarstellung immer noch häufig die Top-Level-Domain „.com“ hinter den Namen gesetzt und somit stets die Webpräsenz „TUIfly.com“ angegeben. Im Rahmen der Übernahme der TUIfly-Städteverbindungen durch Air Berlin wurde auch eine Neuausrichtung des Internet-Portals tuifly.com vorgenommen. Seitdem werden über das Portal nicht mehr nur eigene Flüge vertrieben, sondern auch Flüge weiterer Fluggesellschaften.

Wie andere Fluggesellschaften bietet TUIfly für ausgewählte Flüge und zu bestimmten Zeiten besonders günstige Flugtickets an (mit beschränktem Kontingent). Die Sitzplätze werden jedoch fest zugewiesen; sie können auch bei der Buchung bis 48 Stunden vorher gegen eine zusätzliche Gebühr reserviert werden, für Inhaber der TUI-Card ist dies kostenlos.

Flugbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Abgabe der Städteverbindungen an Air Berlin im Oktober 2009 versteht sich TUIfly als klassischer Ferienflieger für Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge. Üblicherweise werden fast ausschließlich einzelne Non-Stop-Flüge angeboten – eine Ausnahme bilden hier die Flüge auf die Kapverden, die über das Drehkreuz Las Palmas durchgeführt werden; daher existiert bei TUIfly kein größeres Drehkreuz. Ferner ist TUIfly kein Mitglied einer Luftfahrtallianz. In einigen Fällen mit dem Zielort Las Palmas ist jedoch eine kombinierte Buchung mit passendem Anschlussflug möglich, der durch die Partnerfluggesellschaft Binter Canarias durchgeführt wird.

Um eine gute Auslastung der Flugzeuge zu erreichen, führt TUIfly nachts im Auftrag der Deutschen Post innerdeutsche Flüge zum Transport von Luftpost durch. Diese Flüge wurden zum 1. Juli 2009 aufgrund von Sparmaßnahmen der Post eingestellt, aber nur ein halbes Jahr später wieder aufgenommen.[14] Diese führen zum Beispiel von Hannover nach Stuttgart, wobei ein Flugzeug in Hannover losfliegt und zeitgleich ein anderes in Stuttgart. So werden die Flugzeuge jede Nacht getauscht.

Eine Besonderheit der Hapag-Lloyd waren deren Kreuzflüge. Hierfür wurden aus einer Boeing 737 Sitzreihen entfernt, um den Passagieren erhöhten Komfort anbieten zu können. 2007 griff Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, ebenfalls eine Tochtergesellschaft der TUI, hierzu auf Maschinen der PrivatAir zurück, seit 2008 werden diese Flüge wieder von TUIfly durchgeführt.[15]

Service[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kabine einer Boeing 737 der TUIfly

In allen Flugzeugen der TUIfly wird lediglich die Economy Class angeboten. Der Sitzabstand beträgt hier durchschnittlich etwa 74 cm. Gegen eine zusätzliche Gebühr ist die Reservierung einzelner Sitze mit 96 cm Sitzabstand möglich.[16]

Im September 2013 kündigte TUIfly an, je nach Buchungsweg zukünftig Verpflegung an Bord teilweise nur noch gegen Extragebühr anzubieten. Ebenso wurde für bestimmte Tickets die Menge an Freigepäck reduziert.[17] Seit dem 1. Januar 2014 sind an Bord keine Fremd-Zeitschriften und -Magazine sowie Decken und Kissen erhältlich. Auch das Bord-Unterhaltungsprogramm wurde eingestellt.

Vielfliegerprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 24. Oktober 2009 führte TUIfly das Vielfliegerprogramm bluemiles der Hapag-Lloyd Flug fort. Auf allen Flügen ließen sich Punkte („Meilen“) sammeln, die schließlich ab einer gewissen Menge in einen Freiflug umgewandelt werden konnten. Dieses Programm wurde mit der Abgabe der Städteziele an Air Berlin durch ein neues Programm namens FriendChips ersetzt.[18] Das neue Programm ist kein klassisches Vielfliegerprogramm mehr, sondern ein Kundenbindungsprogramm, bei dem die Teilnehmer sich durch das Sammeln von Punkten beim Online-Shopping einen Rabatt für den nächsten Flug ansparen können. Das Vielfliegerprogramm wurde zum 31. Oktober 2012 eingestellt.[19]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TUIfly bedient von Deutschland und der Schweiz aus Flüge zu touristischen Zielen im Mittelmeerraum, auf den Kanaren und Kapverden sowie auf Madeira.[20]

Ab November 2020 werden Langstreckenziele von Düsseldorf nach Punta Cana, Puerto Plata und Cancún angeboten.[21]

Basen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TUIfly unterhält 11 Basen in Deutschland, auf denen jeweils Mitarbeiter und Flugzeuge stationiert sind:

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 737-700 der TUIfly in aktueller Farbgebung, Flughafen Düsseldorf
Boeing 737-700 der TUIfly in mittlerweile nicht mehr verwendeter, gelber Farbgebung, Flughafen Bremen im Sommer 2007

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand April 2020 besteht die Flotte der TUIfly aus 32 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 12,3 Jahren:[22]

Flugzeugtyp Anzahl[22] bestellt Anmerkungen Sitzplätze
(Eco+/Eco)
Durchschnittsalter

(April 2020)[22]

Airbus A319-100 01 betrieben durch Sundair 150
(—/150)
16,3 Jahre
Airbus A321-200 01 betrieben durch Galistair Malta 215
(—/215)
18,5 Jahre
Boeing 737-700 01 mit Winglets ausgestattet 148
(—/148)
12,0 Jahre
Boeing 737-800 29 mit Split-Scimitar-Winglets bzw. Blended-Winglets ausgestattet; sechs betrieben für Eurowings; vier verleast an Sunwing Airlines 186
(—/186)
189
(—/189)
12,0 Jahre
Boeing 737 MAX 8 25[23] Erste Auslieferungen waren im Frühjahr 2019 geplant, aufgrund des Groundings unbestimmt verschoben[24] 189
Boeing 787-8 4 Werden im Winter 2020/21 in Düsseldorf stationiert.[25] Zwei werden von TUI Airways übernommen.[26] 253
(47/206)
Gesamt 32 29 12,3 Jahre

Wetleases[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Sommermonaten setzt TUIfly einzelne Maschinen im Wetlease in ihrem Streckennetz ein. Zwischen 2007 und 2008 waren mehrere Boeing 737-300 der Germania im Einsatz, bis zum Jahre 2010 betrieb Germania drei Boeing 737-300 für TUIfly. Ebenfalls wurden zeitweise verschiedene Maschinen von XL Airways Germany und anderen Airlines angemietet.

Im Sommer 2018 kamen je ein Airbus A321-200 der White Airways und von Just Us Air zum Einsatz. Im Sommer 2019 findet aufgrund des Groundings der Boeing 737 MAX ein höherer Einsatz von Maschinen im Wetlease statt; es ist der Einsatz eines Airbus A321-200 von White Airways ab Paderborn[27], eines Airbus A319-100 der Sundair ab Karlsruhe[28] und je eines Airbus A320-200 und Airbus A321-200 der rumänischen Just Us Air geplant.[29][30]

Sonderbemalungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TUIfly versieht häufig Flugzeuge aus ihrer Flotte mit großflächigen Werbe- oder anderweitigen Sonderbemalungen.

Aktuelle Sonderbemalungen[31]

Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Bemalung Zeitraum Bild
Boeing 737-800 D-ATUD „TUI BLUE“ seit Februar 2016 D-ATUD at STR.jpg
D-ATUI Robinson Club Resorts“ seit Dezember 2015 D-ATUI.jpg
D-ATUZ RIU Hotels & Resorts seit Februar 2016 D-ATUZ.jpg
D-ABMV Cewe Fotobuch seit Februar 2020

Ehemalige Sonderbemalungen[31]

Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Bemalung Zeitraum Bild
Boeing 737-300 D-AGEE

D-AGEJ

Georg Friedrich Händel/Johann Sebastian Bach Februar 2007 bis März 2010

Januar 2007 bis März 2010

D-AGEE B737-35B hlx.com(Leipzig) LPA 04FEB09 (3254434488).jpg
Boeing 737-800 D-AHFB SharanAIR Februar 2010 bis März 2011 D-AHFB 2 B737-8K5W TUIfly-VW PMI 20MAY10 (6335332753).jpg
D-AHFH Rheinland-Pfalz Mitte 2010 bis September 2014[32][33] D-AHFH (21413103458).jpg
D-AHFI
D-AHFK
Hannover 96 November 2012 bis November 2013[34]

August 2011 bis November 2012[35]

Boeing 737-8K5, TUIfly JP7624515.jpg
D-AHFM GoldbAIR Dezember 2008 bis Februar 2014[36] D-AHFM 4 B738-8K5W TUIfly-Haribo LPA 28JAN09 (3236668162).jpg
D-AHFR Übärflieger April 2012 bis Ende 2013 D-AHFR 4 B737-8K5W TUIfly(Baren Marke) FRA 30JUN13 (9198755811).jpg
D-AHFT Albrecht Dürer Februar 2015 bis Januar 2017 D-AHFT (18616762209).jpg
D-AHFY Kärnten Januar 2009 bis Februar 2010 Boeing 737-8K5, TUIfly JP6592037.jpg
D-AHFZ „CEWE AIR“ Juni 2012 bis Dezember 2017 D-AHFZ (31429411970).jpg
GlücksbringAIR November 2009 bis Juni 2012 D-AHFZ B737-8K5W TUIfly(spl c-s) PMI 27MAY12 (7281502180).jpg
D-ATUC DB Air two Januar 2011 bis Mai 2014[37] Boeing 737-800 TUIfly D-ATUC (DB Air Two livery) (HLX - HLF) - MSN 34684 1870 (8016580529).jpg
D-ATUD „HaribAIR“ Januar 2010 bis Februar 2016 D-ATUD (14458719886).jpg
D-ATUE DB Air one Januar 2011 bis November 2014 D-ATUE B737-8K5W TUIfly(DB Ice) PMI 31MAY12 (7309925866).jpg
D-AHLK

D-ATUF

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten Dezember 2008 bis April 2018[38]November 2008 bis April 2018 D-AHLK B737-8K5W TUIfly-Hapag retro PMI 26SEP10 (6341095930).jpg
D-ATUJ Haribo Tropifrutti“ April 2015 bis März 2018 TUIfly Haribo Tropifrutti logojet at Hamburg Airport.jpg
D-ATUH Cewe Fotobuch“ Januar 2017 bis November 2019 D-ATUH (23756436338).jpg
D-ATUG „TUI Magic Life Hotel“ März 2016 bis November 2019 D-ATUG (31059038091).jpg

Zuvor eingesetzte Flugzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BAC 1-11-500 der Hapag-Lloyd Flug im Jahr 1980

In der Vergangenheit setzte TUIfly und ihre Vorgänger unter anderem folgende Flugzeugtypen ein:

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TUIfly und ihre Vorgängergesellschaften verzeichnen in ihrer Geschichte einen Flugzeugverlust mit Totalschaden:

  • Am 12. Juli 2000 musste ein Airbus A310-300 (Luftfahrzeugkennzeichen D-AHLB) auf dem Weg von Kreta nach Hannover auf dem Flughafen Wien notgelandet werden. Das Fahrwerk ließ sich nach dem Start nicht vollständig einfahren. Der Kapitän entschloss sich trotz des erhöhten Luftwiderstandes zum Weiterflug nach München, wobei aber der Treibstoffverbrauch aufgrund der dadurch verschlechterten Aerodynamik stark anstieg. Nach 2:35 Stunden Flugzeit fielen beide Triebwerke wegen Treibstoffmangels aus. Nur mit viel Glück gelang eine Gleitfluglandung am Flughafen Wien-Schwechat, bei der das Flugzeug irreparabel beschädigt wurde. Von den 142 Insassen wurden 26 verletzt (siehe Hapag-Lloyd-Flug 3378).[39]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Mendorf: Deutsche Airlines und ihre Flugzeuge seit 1970, Podszun, Brilon 2016, ISBN 978-3-86133-824-6, S. 106–114
  • B. I. Hengi: Fluggesellschaften weltweit, 9. aktualisierte Auflage von 2018, Nara, ISBN 978-3-925671-69-2, S. 326

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: TUIfly – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: TUIfly – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. TUIfly-Mitarbeiter erkaufen sich Zeit. Mehr Investitionen durch Nullrunden?, Handelsblatt Nr. 101 vom 27. Mai 2014, S. 25
  2. FocusNicht nur Alltours mag die Airline nicht, 19. Februar 2007
  3. tagesschauReiseveranstalter wollen nicht mit „TUIfly“ fliegen
  4. WirtschaftswocheLetzte Aktien verkauft: Reisekonzern TUI steigt bei Air Berlin aus, 14. August 2015
  5. Air Berlin darf City-Strecken von TUIfly übernehmen. Archiviert vom Original am 12. September 2009; abgerufen am 31. Dezember 2014.
  6. Der SpiegelTonnenschwere Altlast, 9. Juli 2012
  7. aero.de – TUIfly erhält erste B738 mit Sky Interior-Kabine, 14. Dezember 2010 abgerufen am 25. Mai 2015
  8. airliners.de – TUIfly wechselt Flugzeug-Farbe von Kanariengelb auf Blau abgerufen am 22. Januar 2014
  9. airliners.de – TUIfly erhält erste Boeing 737 im neuen Design abgerufen am 17. Februar 2014
  10. aerotelegraph.com – Warum Tui künftig mit Tui fliegt abgerufen am 21. Mai 2015
  11. Niki-Deal: Etihad bricht Gespräche mit Tui ab. airliners.de, abgerufen am 4. Juli 2017.
  12. Verbund zwischen Tuifly und Air Berlin in Planung. Der Tagesspiegel, abgerufen am 1. Oktober 2016.
  13. Winter 2020/21: Tuifly geht mit Dreamlinern auf die Langstrecke. In: aeroTELEGRAPH. 21. November 2019, abgerufen am 13. Januar 2020 (Schweizer Hochdeutsch).
  14. newsclick.de – Montags weniger Post im Briefkasten
  15. reisen-tip.com – Kreuzflug der Hapag Lloyd (Memento vom 18. November 2008 im Internet Archive) abgerufen am 8. Oktober 2006
  16. tuifly.com – Zahlen, Daten, Fakten – Produkt
  17. Der SpiegelPlatzreservierung und Speisen: Lufthansa und TUIfly führen neue Gebühren ein abgerufen am 6. September 2013
  18. tuifly.com – FriendChips
  19. vielfliegertreff.de – TUI Frienchip Programm wird eingestellt
  20. tuifly.com – Flugziele abgerufen am 12. April 2017
  21. Ab Düsseldorf: Das sind die ersten Langstreckenziele von Tuifly. In: aeroTELEGRAPH. 3. Februar 2020, abgerufen am 4. Februar 2020 (Schweizer Hochdeutsch).
  22. a b c TUIfly Fleet Details and History. In: planespotters.net. 11. April 2020, abgerufen am 18. April 2020 (englisch).
  23. Interview mit Oliver Lackmann, Tuifly: «Insgesamt 25 Boeing 737 Max für Tuifly vorgesehen». In: aeroTELEGRAPH. 14. Januar 2019, abgerufen am 25. Februar 2020 (Schweizer Hochdeutsch).
  24. Stefan Eiselin: Vor erster Auslieferung: Deutsche Tuifly muss auf Boeing 737 Max warten. In: aeroTELEGRAPH. 29. Januar 2018, abgerufen am 25. Februar 2019.
  25. Zwei Boeing 787 Dreamliner: Tuifly macht Düsseldorf zur Langstreckenbasis. In: aeroTELEGRAPH. 9. Januar 2020, abgerufen am 12. Januar 2020 (Schweizer Hochdeutsch).
  26. Dreamliner für deutsche Tuifly: Tui bestellt zwei weitere Boeing 787-9. In: aeroTELEGRAPH. 23. Februar 2020, abgerufen am 23. Februar 2020 (Schweizer Hochdeutsch).
  27. White Air hilft Tuifly beim Ausbau in Paderborn. In: aeroTELEGRAPH. 4. Februar 2019, abgerufen am 9. Mai 2019 (deutsch).
  28. Sundair fliegt für Tuifly ab Karlsruhe. In: aeroTELEGRAPH. 11. Februar 2019, abgerufen am 9. Mai 2019 (deutsch).
  29. Tuifly stockt in Frankfurt und Düsseldorf auf. Abgerufen am 9. Mai 2019.
  30. Germany's TUI fly to wet-lease aircraft from Just Us Air. Abgerufen am 9. Mai 2019 (englisch).
  31. a b planespotters.net – TUIfly Fleet Details and History (englisch), abgerufen am 12. April 2017
  32. D-AHFH | Boeing 737-8K5 | TUIfly | Brian T Richards. Abgerufen am 21. November 2019 (englisch).
  33. D-AHFH TUIfly Boeing 737-800. In: planespotters.net. Abgerufen am 21. November 2019.
  34. D-AHFI TUIfly Boeing 737-800. In: planespotters.net. Abgerufen am 21. November 2019.
  35. D-AHFK TUIfly Boeing 737-800. In: planespotters.net. Abgerufen am 21. November 2019.
  36. D-AHFM TUIfly Boeing 737-800. In: planespotters.net. Abgerufen am 21. November 2019.
  37. D-ATUC TUIfly Boeing 737-800. In: planespotters.net. Abgerufen am 21. November 2019 (englisch).
  38. TUIfly Sonderbemalungen. In: tuifly.com. Abgerufen am 8. April 2018.
  39. Unfallbericht A310 D-AHLB, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 15. Dezember 2018.